Der "Wiesbadener Kurier" über den Förderverein

· Der neue Beirat des Fördervereins wird in einem Artikel im Wiesbadener Kurier vorgestellt.


Von Richard Lifka

WIESBADEN - Das Wiesbadener Literaturhaus in der Villa Clementine ist unbestritten eines der schönsten Literaturhäuser Deutschlands und wartet Jahr für Jahr mit einem anspruchsvollen Programm aus Lesungen, Buchvorstellungen, Podiumsdiskussionen, Werkstattgesprächen und Verleihungen von Medienpreisen auf. Seit 2001 ist das Haus ein fester Bestandteil in Wiesbadens Literatur- und Kulturszene.

2002 gegründet

Da all dies auch Geld kostet und allein aus städtischen Mitteln nicht finanziert werden kann, wurde bereits 2002 der Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine ins Leben gerufen. Sein Ziel ist es, Privatpersonen und Unternehmen in ihrem Engagement für Literatur und Lesen zusammenzuführen. Der neue Vorstand unter der Vorsitzenden Ingeborg Toth hatte die Bildung eines Beirats zur Unterstützung seiner Arbeit angeregt. Mitte Februar hat er sich gebildet mit der Aufgabe, Ideen zu entwickeln, die den Förderverein unterstützen, die Mitgliederzahl erhöhen und durch die Sponsoren gefunden werden sollen. Beide Gremien planen die unterschiedlichsten Projekte, um im Literaturhaus eine erweiterte Plattform für die Kommunikation aller an Literatur interessierten Menschen zu schaffen. Gleichzeitig werden die schon vorhandenen Programme unterstützt. Die Zusammenarbeit mit Schulen soll ausgebaut werden, damit auch Schüler und Jugendliche sich noch mehr für das Literaturhaus begeistern. Nicht wenige und vor allem keine leichten Aufgaben, die sich Viola Bolduan, Lothar Schöne, Dorothea Friedrich, Kurt Büsser und Rita Thies vorgenommen haben.

Trotz der kurzen Zeit, die der Beirat besteht, gibt es schon einige bemerkenswerte und konkrete Pläne. So soll die Geschichte der Entführung des serbischen Thronfolgers 1888 aus der Villa Clementine, allgemein bekannt unter dem Schlagwort „Prinzenraub“, auf die Bühne gebracht werden. Das Exposé ist fertig und Autoren wurden bereits kontaktiert. Ob als Drama, Oper oder Musical soll das Stück vor allem in der Villa aufgeführt werden, also am historischen Tatort.

Ganz dem Thema „breitgefächerter Austausch über Literatur“ hat sich Rita Thies verschrieben. Nicht nur, dass sie ein Konzept dazu entworfen hat, wird sie auch das erste offene Literaturforum im Literaturhaus am 21. April um 19 Uhr veranstalten und leiten. Aber auch an die Gestaltung des Hauses wurde gedacht. So soll, dank einer Spende der Nassauischen Sparkasse, nun endlich im Eingangsbereich ein Empfangspult installiert werden. Von diesem Beirat ist in Zukunft sicherlich noch einiges zu erwarten, einiges, das das Literaturhaus noch stärker ins Bewusstsein der Wiesbadener rücken wird.

Mit freundlicher Genehmigung des Wiesbadener Kurier und des Autors.

Artikel erschienen am 12.03.2015 im Wiesbadener Kurier unter der Rubrik "Kultur vor Ort"

 
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