Aus der Villa Clementine in den virtuellen Salon

Das Literaturhaus ist geschlossen, aber wir machen weiter: Auch wenn Veranstaltungen wegen des Corona-Virus’ nicht im gewohnten Rahmen stattfinden können, so wollen wir dennoch einen virtuellen Salon bereitstellen, in dem es verschiedene Gesprächsangebote gibt. Deswegen haben wir diesen Chat eingerichtet.

Es gibt kein Dauergezwitscher, sondern wir treffen Sie zu dem angegebenen Termin. Ganz so, als würden Sie eine Veranstaltung im Literaturhaus besuchen. Sie können selbstverständlich passiv dabei sein – einfach unten mitlesen. Wir laden Sie aber auch dazu ein, sich aktiv mit Kommentaren, Meinungen, Fragen einzubringen.

Die Teilnahme steht allen frei, ist aber passwortgeschützt – denn wir diskutieren nicht mit Avataren oder Bots, sondern nennen unsere Namen. Wollen Sie dabei sein? Dafür müssen Sie sich lediglich bei folgender Emailadresse literaturforum.wiesbaden@online.de (Rita Thies) anmelden.

Sobald Sie das notwendige Passwort erhalten haben, können Sie mitdiskutieren. – Wichtig: Bitte äußern Sie sich im Chat erst, wenn die jeweiligen Moderatorinnen oder Moderatoren im virtuellen Salon dazu auffordern. – Sichtbar sind Ihr Vorname und ein Nachnamenskürzel, der aus zwei Buchstaben besteht. Jeder Kommentar ist auf 500 Zeichen begrenzt (damit es eher ein Dialog als ein Monolog wird), Sie finden ihn dann jeweils unten auf dieser Seite in chronologischer Reihenfolge.

Wir freuen uns auf Sie und einen möglichst regen Austausch!


 

Jeden Dienstag um 19 Uhr im Wechsel

Das Literaturforum im Chat, „Gespräche in der Villa“ oder „Autorengespräche“

Im Literaturforum tauschen wir uns über Bücher aus dem Bereich der aktuellen Literatur und der des 20. Jahrhunderts aus. Genaue Informationen zu den wöchentlichen Programm-Ankündigungen und aufgerufenen Buchtiteln finden Sie auf dieser Webseite in der Rubrik „Literaturforum“. (Das ergänzen wir sukzessive in der Vorschau.)

Die Reihe „Gespräche in der Villa“ wird im Literaturhaus gemeinsam vom Presseclub Wiesbaden mit dem Team des Literaturhauses und dem Förderverein veranstaltet. Diskutiert wird über Themen der Zeit, über Veröffentlichungen im gesellschaftlichen und politischen Diskurs. Hier im Chat sprechen Journalistinnen und Journalisten mit Expertinnen und Experten und weiteren interessanten Gesprächspartnern über Fragen, die uns in den Zeiten der Pandemie bewegen. Wenn die Moderatorin/der Moderator die Runde öffnet, sind Sie dabei. Wir freuen uns, Ihre Meinung zum Thema zu hören.

In den „Autorengesprächen“ werden Journalistinnen und Journalisten mit Autorinnen und Autoren über ihre Bücher sprechen, eine klassische „Lesung“ ist hier nicht umsetzbar. Dafür sind Sie im Anschluss an das Gespräch umso mehr aufgefordert, sich mit Fragen und Kommentaren einzubringen.

Informationen zu den wöchentlichen Themen, Moderatoren/innen und Gesprächspartner/innen finden Sie auf dieser Webseite in der Rubrik „Veranstaltungen“. (Das ergänzen wir in der Vorschau nach und nach.)


 

Nach Bedarf und unseren finanziellen und personellen Möglichkeiten bieten wir weitere Veranstaltungen im Chat-Salon an. Aktuelle Ankündigungen siehe „Kalender“ und am Ende des Chats.


 

Sie sind über den zugestellten Link nach Passworteingabe dabei und wollen mitdiskutieren:

Unten sehen Sie das Feld „Ihre Nachricht“. Dort geben Sie Ihren Text ein. Wenn Sie die Zeilenumschalttaste (Return) drücken, schicken Sie Ihren Kommentar ab. Das Eingabefeld ist auf 500 Zeichen beschränkt.

Viola Bo: freier Himmel mag gut sein im Sommer - und was machen wir in einem regnerischen Herbst oder schneereichen Winter?
Andrea Wi: Wir hatten auch schon im November die filmischen Stadtrundgänge mit A WALL IS A SCREEN, da sind aber auch immer rund 500 Personen mitgelaufen. Da kann auch nicht wirklich Abstand gewahrt werden, leider.
Alexander Pf: Sehr gute Frage! Ab dem September ist das Kulturforum der Ausweichort für die meisten Veranstaltungen des Literaturhauses, weil sich dort die aktuellen Auflagen am besten umsetzen lassen.
Joerg-Uwe Fu: Man wird voraussichtlich nicht umhin kommen auch neue Orte zu suichen, Das kann unter Umständen auch sehr bereichernd sein. Es ist toll, dass vieel Einrichtungen auch ihre Häuser anderen Kulturtreibenden anbieten, so z.B. der Schlöachthof.
Alexander Pf: Außerdem sind die städtischen Bürgerhauser für Kulturveranstaltungen nutzbar.
Elke Ba: Das Kulturforum wäre doch bestens geeignet für alles Mögliche: Der Saal ist doch so groß, dass man viel Abstand herstellen könnte! Findet denn am 9. 9. die Lesung mit Frank Witzel dort statt?
Viola Bo: Ihre Vision: wie wird sich Stadtkultur bis zum Jahresende hin entwickeln?
Andrea Wi: Wäre denn der Festsaal das Rathauses nicht auch groß genug?
Alexander Pf: Ja, Frank Witzel liest im Kulturforum.
Andrea Wi: Zur Vision: ich hoffe die Krise schweißt eher zusammen und es bleibt niemand auf der Strecke
Nicole Ah: Eine Frage zum thema Lobby und Sichtbarkeit von Kunst und Kultur: Vor ziemlich genau 1 Jahr bündelten sich engagierte und ehrenamtliche Menschen der Wiesbadener Kulturszene, wurden befragt und zusammengrufen, um beizutragen einen Kulturentwicklungsplan zu erstellen. Das war vor Corona und mit Zuversicht des wirtschaftlichen Wachstums. Was nun?
Joerg-Uwe Fu: Die Entwicklung wird in den einzelnen Sparten und Bereichen sehr unterschiedlich sein. Extrem schwer werden es auch in den nächsten Monaten noch die Bühnen und Konzerträume haben: thalhaus, Kammersppiele, Schlachthof etc. In anderen Bereichen z.B. Ausstellungen dürfte es besser laufen.
Alexander Pf: @Nicole Ah: Das Thema Corona wird im Kulturentwicklungsplan natürlich seinen Platz bekommen.
Andrea Wi: Der Kulturentwicklungsplan ist noch nicht fertig.
Joerg-Uwe Fu: Der Kulturentwicklungsplan wird auf jeden Fall erstellt werden und soll - gerade jetzt - eine mittel- bis langfristige Perspektive geben. Gerade jetzt in der Krise ist diese Arbeit besonders wichtig.
Viola Bo: wie soll das Thema Corona eingebaut werden?
Joerg-Uwe Fu: Corona ist natürlich eine tiefe Zäsur auch für die Kultur. Man muss auch im Rahmen des KEP prüfen, ob gezielte Handlungsvorschläge erforderlich sind um die Folgen der CVoronakrise im Kulturleben zu überwinden.
Viola Bo: ein gutes Ziel und darf ich abschließend fragen: Könnten Sie irgendeinen positiven Effekt des kulturellen Lockdowns nennen?
Nicole Ah: Wohl eher nicht.
Alexander Pf: Ganz persönlich: Ich habe in den letzten Wochen und Monaten vor allem das getan, was ein Schriftsteller tun sollte, nämlich geschrieben.
Viola Bo: positiv ist schon mal: dass Sie da sind ...
Andrea Wi: Ganz privat gesprochen, ich bin nicht so viel unterwegs gewesen und hatte Zeit für die Familie und zum Lesen
Joerg-Uwe Fu: Ich glaube dass es die Chance war/ ist, sich auch Zeit nehmen zu können, das eigene Konzept und die Zielsetzung zu reflektieren. Ich hatte heute ein Gespräch mit einer Wiesb. Kultureinrichtung die mir genau dies gespriegelt haben: Sie haben sich die Zeit nehmen können, ihre Konzeption und Ausrichtung neu zu überdenken. Man hatte zum Teil zumindest auch etwas mehr Zeit für so etwas.
Nicole Ah: Die kreative Kraft bleibt ein fragiles Konstrukt. Und dennoch, danke in die Runde für die offenen Gedanken.
Viola Bo: und eben die Möglichkeit zur Konzentration, für die ich am heutigen Abend allen Teilnehmern/innen danke. Dank an alle für Information und Aufklärung. Wir wünschen Kultur in der Stadt auch unter Beschränkung, dass gerade sie uns über diese Zeit hinwegträgt. Ihnen einen guten Abend mit Hinweis auf die nächste Veranstaltung ...
Andrea Wi: Ich danke auch für die neue Erfahrung: Chat! Hat Spaß gemacht
Joerg-Uwe Fu: Danke auch von meiner Seite für die Einladung, das Gespräch und die Organisation/ Moderation.
Alexander Pf: Ich schließe mich an. Ganz herzlichen Dank!
Viola Bo: die am 14.7., 19 Uhr, im Literaturforum stattfindet mit einer Diskussion über Juli Zehs "Corpus delicti". das wird sicher spannend, bleiben Sie dran ... und vor allem sehr gesund. Vielen Dank und ade ... Finis.
Rita Th: Nächste Veranstaltung hier: 14.7.2020, 19.00 bis 20.00 Uhr Literaturforum: Juli Zeh "Corpus Delicti". Wer mitdiskutieren will, meldet sich spätestens 15.00 Uhr am selben Tag unter literaturforum.wiesbaden@online.de an.