Weiterschreiben-Stipendium Wiesbaden

Stipendium

Das „Weiterschreiben-Stipendium Wiesbaden“

Der Förderverein Literaturhaus Wiesbaden lobt alle zwei Jahre ein „Weiterschreiben-Stipendium“ aus. Es soll Autorinnen und Autoren im deutschen Exil ermöglichen, ihre Arbeit hier fortzusetzen. Diese Arbeit sollte in Prosa verfasst sein. Das Stipendium besteht aus einem dreimonatigen Aufenthalt in Wiesbaden bei freier Unterkunft und einer finanziellen Ausstattung von monatlich 2000 Euro. Während dieser Zeit begleitet der Förderverein die literarische Arbeit der Stipendiaten, die ihren Abschluss in einer öffentlichen Lesung findet. Darüber hinaus leistet der Förderverein Unterstützung bei einer anschließenden Übersetzung und Veröffentlichung des Werks. Im Jahr 2018 fiel die Auswahl der vom Förderverein eingesetzten Jury auf die kurdisch-syrische Schriftstellerin Widad Nabi (34), die hier an ihrem Projekt „Stationen“ weitergearbeitet und im November 2018 ein „Wiesbaden“-Kapitel im Literaturhaus vorgestellt hat.

Um das „Weiterschreiben-Stipendium Wiesbaden“ finanzieren zu können, bittet der Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. um Spenden.

Bankverbindung: Naspa Wiesbaden
IBAN: DE84 5105 0015 0101 2610 34 BIC: NASSDE55

Aktuell: Lesung und Portrait Widad Nabi

Der hr2 hat eine Lesung des Wiesbaden-Kapitels aus dem geplanten Buch „Stationen“ unserer Stipendiatin Widad Nabi produziert. In der Hörfunk-Sendung liest Luana Velis, Schauspielerin am Frankfurter Theater. Julika Tillmanns begleitet die Lesung im zweiten Podcast mit einem Porträt Widad Nabis, in dem sie auch selbst zu Wort kommt. Hören Sie rein …

Portrait Widad Nabi


Lesung aus „Stationen“ von Widad Nabi

Erste Stipendiatin: Widad Nabi

„Damit das Exil nicht zum Kerker wird“

Der Förderverein Literaturhaus Wiesbaden vergibt das „Weiterschreiben-Stipendium Wiesbaden“ 2018 an die im Berliner Exil lebende syrische Autorin Widad Nabi.

Die vom Förderverein eingesetzte Jury sprach sich auf ihrer Sitzung vom 9. Mai 2018 unter fünf Kandidaten/innen einstimmig für die 1985 in Kobane geborene Schriftstellerin aus, weil sie eindrucksvoll unter Beweis stelle, dass und wie literarisches Vermögen auch im deutschen Exil unter Einbeziehung neuer Erfahrungen fortgesetzt werden kann.

Widad Nabi sieht den Chancen, die ihr das „Weiterschreiben-Stipendium Wiesbaden“ ermöglicht, mit Freude entgegen.

Die Jury setzte sich zusammen aus den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins Rita Thies, Ingeborg Toth, Jochen Wörner, Dirk Hoga, Armin Conrad und Bernhard Schön, sowie als externe Gäste: Stefan Schröder (Chefredakteur Wiesbadener Kurier/Tagblatt), Professor Dr. Heiner Boehncke (Leiter des Rheingau-Literatur-Festivals und Autor), Anita Djafari (Geschäftsführerin Litprom/Literaturen der Welt) und Dr. Viola Bolduan (Ressortleiterin Kultur Wiesbadener Kurier/Tagblatt a.D.)

Der Förderverein Literaturhaus Wiesbadener hat das „Weiterschreiben-Stipendium Wiesbaden“ ausgelobt, um geflüchteten Autorinnen und Autoren einen Neustart in Deutschland zu ermöglichen. Drei Monate, von September bis Ende November 2018, wird die erste Stipendiatin Widad Nabi ungestört an einem literarischen Prosa-Projekt arbeiten können. Das Stipendium ist mit monatlich 2.000 Euro ausgestattet und bietet freie Wohnmöglichkeit in Wiesbaden. Zusätzlich leistet der Förderverein Hilfe bei der anschließenden Übersetzung und Veröffentlichung des Werks.

Widad Nabi aus Syrien, die im Herbst 2018 das Förderverein-Stipendium „Weiterschreiben“ erhielt, hat ihr Wiesbaden-Kapitel im neuen Buch „Stationen“ Anfang 2019 fertiggestellt. Ihre Korrekturen und Ergänzungen werden jetzt übersetzt. Eine Hörfunk-Fassung des Kapitels wird vom Hessischen Rundfunk (hr2-Kultur) im Juni ausgestrahlt.

Widad Nabi war in der Zwischenzeit nach Italien, Rom und Lecce, zu Lesungen eingeladen.

Widad Nabi