Sara Ohlsson: „Fanny ist die Beste“

01.03.2021 / Förderverein Literaturhaus Wiesbaden


Fanny heißt eigentlich Francesca, aber so nennt sie keiner. Am allerwenigsten Oma, die sagt gerne „Schnuckipups“ oder „Schlaubikeks“ oder was ihr sonst gerade einfällt.

Heute ist Wettkampftag – das heißt, Fanny tritt gegen Mama an. Die Regeln sind einfach: Man darf weder schummeln noch sauer sein, wenn man verliert. Gar nicht so einfach! Das findet Mama übrigens auch. Jede darf sich drei Disziplinen aussuchen, von Wettspülen bis Elfmeterschießen. Schiedsrichterin ist Oma – und die ist vielleicht ein ganz klein bisschen parteiisch. Aber dennoch: Der Zusammenhalt von Oma, Mama und Fanny, das liebevolle Miteinander der drei Generationen wird von Sara Ohlsson mit viel Humor erzählt, und von Friederike Buchinger toll aus dem Schwedischen übersetzt.

Mit „Fanny ist die Beste“ ist Sara Ohlsson ein höchst witziges Buch gelungen: Sie zeigt drei starke Frauen in drei Generationen, die genau wissen, was sie wollen und dies mit allerlei Humor und kleinen Tricks durchsetzen. Und mit Fanny hat sie eine weibliche Kinderbuchheldin geschaffen, von der man gerne noch mehr hören würde.

Denn die Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt, was den großen Charme des Buches ausmacht. Die Sicht auf Ordnung, Farbgestaltung, Nachthemdmode oder Warten sind doch sehr unterschiedlich bei Mama, Oma und eben bei Fanny.

Liebevoller Alltag und Zeit zu dritt stehen hier im Mittelpunkt und machen sehr viel Spaß beim Lesen – und Lust auf einen eigenen Wettkampftag …

Nun denn: Auf die Plätze! Fertig! Los!

Text: Oliver Wronka*

Melissa Breitenbach** liest die ersten sechs Kapitel:


Sara Ohlsson, Jutta Bauer: Fanny ist die Beste. Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger. Das Buch ist im Moritz Verlag (Frankfurt) erschienen und kostet 10,95 Euro (112 Seiten). Es ist für Kinder ab 7 Jahren geeignet.


* Oliver Wronka wurde in Freiburg geboren und lebt in Wiesbaden. Er studierte Anglistik und Romanistik in Freiburg sowie Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Es folgten zahlreiche Engagements an renommierten Schauspielhäusern, darunter dem Hessischen Staatstheater. Von 2010 bis 2014 war er Leiter des Jungen Staatstheaters Wiesbaden. Seit 2014 arbeitet er frei als Berater für Kommunikation, Regisseur, Schauspieler und Sprecher.

**Melissa Breitenbach, geboren 1996 in Frankfurt am Main, absolvierte ihre Ausbildung in den Jahren 2015-2019 an der Wiesbadener Schule für Schauspiel. Melissa war während und nach ihrer Ausbildung am Staatstheater Wiesbaden engagiert und spielt zurzeit Stücke in Frankfurt und Wiesbaden. Zudem ist sie als Synchronsprecherin tätig. Zuletzt sprach sie für eine TV-Serie.

Die Lesung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Moritz Verlags. Ihm und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst danken wir für die Unterstützung dieses Projekts.

Gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst „Hessen kulturell neu eröffnen“, Projekt „Literaturdigialog Hessen“