Literaturveranstaltungen in Wiesbaden, auch virtuell

Aufgrund der Corona-Pandemie und anstehender Renovierungsarbeiten sind im Literaturhaus Villa Clementine auf der Beletage alle Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt. Sie finden hier im Kalender geplante Literaturveranstaltungen in Wiesbaden an Orten, die größere Möglichkeiten vorhalten, um das Abstandsgebot einzuhalten, und Veranstaltungen, die digital angeboten werden.

September

Gabriele von Arnim: „Das Leben ist ein vorübergehender Zustand“

Autor*innenlesung. Moderation: Beate Tröger

Es ist ein kurzer Moment, der das Leben für immer verändert. Zwei Schlaganfälle treffen ihren Mann kurz hintereinander und fortan ist alles anders. Gabriele von Arnim beschreibt in ihrem Buch einfühlsam die Schnittstellen zwischen den Emotionen, zwischen alter und neuer Lebensrealität und zwischen Leben und Tod. Im Rahmen der Reihe „Auf Leben und Tod“, initiiert vom Kulturamt Wiesbaden, präsentiert das Literaturhaus ein sehr persönliches Buch, das trotz – oder gerade aufgrund – seiner Schonungslosigkeit vor allem Zuwendung und Trost spenden kann.

GABRIELE VON ARNIM, geboren 1946 in Hamburg, ist als freie Journalistin und Schriftstellerin tätig. Ihre Texte erschienen unter anderem in Die ZEIT oder der Süddeutschen Zeitung, für arte und den SWR war sie als Moderatorin tätig. Ihr autobiographisches Buch „Das Leben ist ein vorübergehender Zustand“ stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

BEATE TRÖGER ist freie Kritikerin.

Hinweis:

Bei einem Ausfall der Veranstaltung vor Ort findet die Lesung im Live-Stream statt. Tickets für € 5 zzgl. VVG unter www.reservix.de.

Oktober

Der Deutsche Buchpreis 2021, Shortlist-Abend / Digital

Der Shortlist-Abend aus dem Literaturhaus Frankfurt via Livestream

Der Deutsche Buchpreis 2021
Shortlist-Abend aus dem Literaturhaus Frankfurt
Moderation: Eva-Maria Magel (FAZ), Alf Mentzer (hr) und Christoph Schröder (Freier Kritiker)

Kurz vor Eröffnung der Buchmesse wird in Frankfurt am Main der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Schon seit 2008 realisiert das Literaturhaus Frankfurt gemeinsam mit dem Kulturamt Frankfurt am Main jedes Jahr eine Veranstaltung mit den Autorinnen und Autoren der Shortlist. Wer die sechs Nominierten sind, erfahren Sie am 21. September.

Karten für den Livestream: € 5 zzgl. VVG unter www.literaturhaus-frankfurt.reservix.de
Veranstalter: Literaturhaus Frankfurt in Partnerschaft mit der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die den Preis vergibt. Medienpartner ist hr2-kultur. Die Veranstaltung wird dort im Anschluss gesendet. Als Live-Stream findet die Veranstaltung in Kooperation mit dem Netzwerk der Literaturhäuser statt.

Literaturforum – wieder im Literaturhaus

Alex Capus: "Königskinder" & Isaac Rosa: "Glückliches Ende"

Leitung: Rita Thies

Das Literaturforum findet wieder im Literaturhaus statt!

Das „Literaturforum“ ist eine offene Veranstaltung, in der Titel aus dem Bereich der aktuellen Literatur oder aus der Literatur des 20. Jahrhunderts diskutiert werden.

Auf dem Programm stehen diesmal wieder zwei Romane:

Alex Capus: „Königskinder“ & Isaac Rosa „Glückliches Ende“ (Nähere Informationen zu den Romanen finden Sie in Kürze auf dieser Website unter „Literaturforum“)

Hinweis: Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, eine verbindliche Anmeldung ist ab dem 1. September per Mail unter literaturforum.wiesbaden@online.de möglich. – Bei der geringen Anzahl von Plätzen ist es leider nicht möglich teilzunehmen, wenn man nicht zumindest einen Roman gelesen hat.

Wichtig: Zutritt für Geimpfte und Genesende

Stephan Thome: „Pflaumenregen“

Autorenlesung. Moderation: Andreas Platthaus (FAZ)

Wir befinden uns im Taiwan der 1940er Jahre. Die japanische Kolonialzeit ist gerade zu Ende, doch der Pazifikkrieg lauert schon hinter der nächsten Ecke. Acht Jahre alt ist Umeko und eigentlich verbringt sie mit ihrem Bruder eine ganz normale Kindheit im Norden der Insel. Dann errichtet die Armee ein Kriegsgefangenenlager und für die Familie ändert sich alles. Sie befinden sich von nun an in einem Sog aus Verbrechen und Schuld, den auch die nächsten Generationen noch spüren werden.

STEPHAN THOME wurde 1972 in Hessen geboren und lebt derzeit in Taipeh. 2009 erschien sein Romandebüt „Grenzgang“, das mit dem aspekte Literaturpreis ausgezeichnet wurde und auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Es folgten weitere erfolgreiche Werke und Auszeichnungen, so erhielt er 2014 den George-Konell-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden oder stand 2018 erneut auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises mit seinem Roman „Gott der Barbaren“.

Hinweis: Keine Abendkasse! Tickets unter https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php 

Bei einem Ausfall der Veranstaltung vor Ort findet die Lesung im Live-Stream statt. Tickets für € 5 zzgl. VVG unter www.reservix.de.

 

Lena Gorelik „Wer wir sind“

Autorinnen-Lesung – via Zoom

Sankt Petersburg/Ludwigsburg 1992. Ein Mädchen reist mit den Eltern, der Großmutter und ihrem Bruder nach Deutschland aus, in die Freiheit. Was sie dafür zurücklässt, sind ihre geliebte Hündin Asta, die Märchen-Telefonnummer und fast alles, was sie mit Djeduschka, Opa, verbindet – letztlich ihre Kindheit. Im Westen merkt die Elfjährige, dass sie jetzt eine andere und „die Fremde“ ist. Ein Flüchtlingskind im selbstgeschneiderten Parka, das die Wörter so komisch ausspricht, dass andere lachen. Auch für die Eltern ist es schwer, im Sehnsuchtswesten wächst ihre russische Nostalgie… Das erst fremde Deutsch kann dem Mädchen helfen – beim Erwachsenwerden, bei der Eroberung jenes erhofften Lebens.

Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland. Ihr Roman „Hochzeit in Jerusalem“ (2007) war für den Deutschen Buchpreis nominiert, der viel-gelobte Roman „Mehr Schwarz als Lila“ (2017) für den Deutschen Jugendbuchpreis. Regelmäßig schreibt Lena Gorelik Beiträge zu gesellschaftlichen Themen, u.a. für die „Süddeutsche Zeitung“ oder „Die Zeit“. Sie lebt in München.

DER EINTRITT IST FREI.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen. Mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur.

Link zur Veranstaltung ab 22. September bis spätestens um 15.00 Uhr am Veranstaltungstag unter foerderverein.wiliteraturhaus@online.de anfordern.

Weitere Informationen unter www.literatur-in-wiesbaden.de

Kleine Songs zwischen Freunden

Arno Fischer, ehemaliger Leiter des Kulturamts Wiesbaden, liest aus seinem Buch "Kleine Songs zwischen Freunden", und Jazzensembleleiter Jens Hunstein greift dabei musikalisch die Themen der Erzählung auf.

Am 30. Mai hätten Arno Fischer und Jens Hunstein im Rahmen des hessenweiten Tages für die Literatur und Musik auftreten sollen: Nun wird der Abend nachgeholt! Arno Fischer, ehemaliger Leiter des Kulturamts Wiesbaden, liest aus seinem im Wiesbadener Verlag Edition 6065 erschienenen Buch „Kleine Songs zwischen Freunden“, in dem er die Geschichte des jüdischen Jazz-Musikers und Künstlers John Fischer nacherzählt. Jens Hunstein, Jazzensembleleiter, Multi-Instrumentalist und Lehrer an der Wiesbadener Musikakademie greift die Themen der Erzählung auf: das Rattern der Waggons, den Charme der Musette, den Rhythmus Duke Ellingtons und Gershwins.

Karten: € 5 / erm. € 4 zzgl. VVG. Keine Abendkasse!

 

Frauenliteratur aus dem globalen Süden

Autorinnen aus Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika werden vorgestellt. Armin Nufer liest Passagen aus ihren Büchern, und Veronika Keber spielt auf der Querflöte.

Vorgestellt werden zeitgenössische Schriftstellerinnen aus Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika, es folgt eine anschließende Lesung von Ausschnitten aus ihren Büchern.

Es gelten die tagesaktuellen Corona-Regeln. Bitte informieren Sie sich vorab, ob die Veranstaltung stattfinden kann. Reservierung telefonisch oder per SMS unter 0173 – 95 79 656 oder an armin_nufer@yahoo.de.

Eintritt frei – Spenden erwünscht

„Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm“

Autorinnenlesung mit Felicitas Hoppe / Moderation: Christoph Schröder (Freier Kritiker)

Siegfried, Brünhild und der Drache: Die Nibelungensage ist weithin bekannt und eines der wichtigsten Stücke deutschen Kulturguts. Seit dem ersten schriftlichen Zeugnis aus dem Jahr 1200 wurde der Stoff unzählige Male adaptiert, fortgeschrieben und aufgeführt, etwa in Richard Wagners Opernzyklus oder als Stummfilmepos von Fritz Lang. Felicitas Hoppe macht sich die Nibelungen nun im 21. Jahrhundert zu eigen, folgt den Figuren entlang des Rheins und der Donau auf der Suche nach dem sagenhaften Schatz. Dabei streut sie immer wieder filmische Bezüge ein, von Zwischentiteln bis Pausenseiten, und lässt den Roman schließlich mit dem Abspann enden.

FELICITAS HOPPE wurde 1960 in Hameln geboren und zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Sie verfasste zahlreiche Erzählungen, Kinder- und Jugendbücher sowie Romane, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde. Unter anderem erhielt sie 1996 den aspekte Literaturpreis und den Ernst-Willner-Preis bei den Klagenfurter Tagen der deutschsprachigen Literatur. 2005 war sie Poetikdozentin der Landeshauptstadt Wiesbaden und erhielt 2012 den renommierten Georg-Büchner-Preis für ihr Gesamtwerk.

Karten: € 8 / erm. € 5 zzgl. VVG. Keine Abendkasse! Bei einem Ausfall der Veranstaltung vor Ort findet die Lesung im Live-Stream statt. Tickets für € 5 zzgl. VVG unter www.reservix.de.

Digitales Angebot: Nino Haratischwili

Poetikdozentin der Hochschule RheinMain und der Landeshauptstadt Wiesbaden

Nino Haratischwili wird sich als neue Poetikdozentin in einem Gespräch mit Prof. Dr. Michael May vom Fachbereich Sozialwesen vorstellen. Das vorab aufgezeichnete Video ist ab dem 14. Oktober unter www.hs-rm.de abrufbar.

Anschließend hält sie zwei Vorlesungen an der Hochschule RheinMain:

  1. Oktober 2021, 19.30 Uhr und am 11. Januar 2022, 19.30 Uhr

Zusätzlich dazu veranstaltet das Literaturhaus Villa Clementine als Kooperationspartner zwei Lesungen im Kulturforum Wiesbaden:

  1. November 2021, 19.30 Uhr und am 15. Februar 2022, 19.30 Uhr

Eintritt frei

Svenja Leiber: „Kazimira“

Autorinnen-Lesung – via Zoom

Ein abgelegener Ort am Baltischen Meer, Ende des 19. Jahrhunderts. Kazimira bringt ihrem Mann Antas angeschwemmten Bernstein vom Strand jenseits der Düne. Keiner schnitzt ihn so gut wie der einfache Dreher. Das weiß auch Moritz Hirschberg, Eigentümer des Bernsteinwerks am Weststrand. Antas wird einer seiner wichtigsten Arbeiter, aber Kazimira hat die besten Ideen für Verarbeitung und Schliff der Steine. Als das Wagnis des Untertagebaus sich endlich auszahlt und die Grube zum Erfolg wird, werden jedoch nicht nur Neid und Missgunst, sondern auch Antisemitismus und Nationalismus laut im Kaiserreich. Und Kazimira muss erfahren, dass sie ihren Weg allein zu gehen hat…

Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte und wohnt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin. 2005 debütierte sie mit dem Erzählungsband „Büchsenlicht“, 2010 folgte der Roman „Schipino“. Im Suhrkamp Verlag erschien 2014 „Das letzte Land“ und 2018 „Staub“.

DER EINTRITT IST FREI.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen. Mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur.

Foto: Stefan Klüter / Suhrkamp-Verlag

Link zur Veranstaltung ab 4. Oktober bis spätestens um 15.00 Uhr am Veranstaltungstag unter foerderverein.wiliteraturhaus@online.de anfordern.

Weitere Informationen unter www.literatur-in-wiesbaden.de

 

 

„Frauen*rechte und Frauen*hass“

Judith Götz spricht über Antifeminismus und Frauenhass.

Bei der Veranstaltung soll es übergeordnet um die Phänomene Antifeminismus und Frauenhass gehen. Der Glaube an die männliche Vorherrschaft bildet dabei die Grundlage für Beziehungsgewalt, sexualisierte Gewalt, Femizide und antifeministischen Terrorismus.

JUDITH GÖTZ ist Teil des Schreibendenkollektivs Feministische Intervention. Dieses besteht aus Mitgliedern des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus, der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit und des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin e.V.. Die vorwiegende Arbeit besteht aus Recherche, Forschung und Analyse an der Schnittstelle von Aktivismus und Wissenschaft. Im anschließenden Gespräch können Fragen aus dem Publikum diskutiert werden.

Eintritt frei

Digitales Angebot: Jonathan Franzen

Im Livestream des Netzwerks der Literaturhäuser liest Jonathan Franzen aus "Crossroads"; Jan Ehlert (NDR) moderiert.

Die Familiengeschichte des Jahrhunderts: Der neue Roman „Crossroads“ des hochgelobten US-Autors Jonathan Franzen. Mal komisch, mal zutiefst bewegend und immer spannungsreich: ein fulminantes Werk über die politischen, religiösen und sozialen Mythologien unserer Zeit. Franzens Romane zählen zu den bedeutendsten und eindrucksvollsten Werken der Gegenwart. Der Autor wird live zugeschaltet. Die Veranstaltung wird sowohl in englischer als auch deutscher Sprache stattfinden.

Karten für den Livestream: € 7, ab dem 15. September unter literaturhaus-hamburg.de

 

Daniel Speck „Jaffa Road“

Autoren-Lesung – via Zoom

Eine Villa am Meer unter Palmen: Die Berliner Archäologin Nina reist nach Palermo, um das Erbe ihres verschollenen Großvaters Moritz anzutreten. Dort begegnet sie ihrer jüdischen Tante Joëlle – und einem mysteriösen Mann, der behauptet, Moritz’ Sohn zu sein. Elias, ein Palästinenser aus Jaffa. Haifa, 1948: Unter den Bäumen der Jaffa Road findet das jüdische Mädchen Joëlle ein neues Zuhause. Für das palästinensische Mädchen Amal werden die Orangenhaine ihres Vaters zur Erinnerung an eine verlorene Heimat. Beide ahnen noch nichts von dem Geheimnis, das sie verbindet, in einer außergewöhnlichen Lebensreise rund ums Mittelmeer.

Daniel Speck, 1969 in München geboren, studierte Filmgeschichte in München und in Rom. Er verfasste Drehbücher,  für die er mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Sein Roman „Bella Germania“ wurde als Dreiteiler prominent verfilmt, und sein Roman „Piccola Sicilia“ landete ebenfalls auf den Bestsellerlisten.

Foto: Gió Martorana

DER EINTRITT IST FREI.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen. Mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur.

Link zur Veranstaltung ab 10. Oktober bis spätestens um 15.00 Uhr am Veranstaltungstag unter foerderverein.wiliteraturhaus@online.de anfordern.

Weitere Informationen unter www.literatur-in-wiesbaden.de

 

 

Gerhard Haase-Hindenberg: „Ich bin noch nie einem Juden begegnet…“

Autorenlesung in der Reihe "Tarbut - Zeit für jüdische Kultur"

„Ich bin noch nie einem Juden begegnet“: Diesen Satz haben die meisten Jüdinnen und Juden schon einmal gehört. Gegen Fremdheit und Ignoranz setzt Gerhard Haase-Hindenberg aktuelle Lebensgeschichten, die von der Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland erzählen.

Viele Möglichkeiten zur Begegnung, denn über 70 Jahre nach der Shoah leben mehr als 200 000 jüdische Menschen hier. Und woher will man überhaupt wissen, dass man noch nie einen Juden getroffen hat?

Gerhard Haase-Hindenberg erzählt von den Kindern und Enkeln von Shoah-Überlebenden, von Juden, die aus Osteuropa, Israel und Amerika nach Deutschland gezogen sind, ebenso von Menschen, die aus verschiedenen Gründen zum Judentum konvertierten. Ihren Alltag, ihre Erfahrungen, ihre Hoffnungen und die Bedrohung durch den wachsenden Antisemitismus verwebt er mit Erklärungen zu Symbolen, Glaubenspraxis und Geschichte.

Wer Haase-Hindenberg Panorama jüdischen Lebens gelesen hat, wird nicht mehr behaupten: „Ich bin noch nie einem Juden begegnet.“

Hinweis: Anmeldung erforderlich mit Angabe des Vor- und Nachnamens, Adresse und Telefonnummer unter Tel. 0611/9333030 oder info@jg-wi.de  – Begrenzte Teilnehmendenzahl.

Ernesto Cardenal

Lesung mit Musik: Ernesto Cardenal und andere nicaraguanische Autor*innen

Armin Nufer liest aus dem Werk des im März 2020 verstorbenen weltbekannten nicaraguanischen Dichters, Revolutionärs und Politikers Ernesto Cardenal. Jorge Sepulveda spielt dazu auf der Gitarre und singt lateinamerikanische Lieder. Neben Texten von und über Cardenal trägt Nufer Texte von Michèle Najlis, Maria López Virgil und Pedro Corrales vor.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Wiesbaden und des Landesmuseums Wiesbaden.

Karten: € 12 / erm. € 10 zzgl. VVG. Reservierung im Weltladen Wiesbaden oder per Mail an p.pielert@t-online.de sowie telefonisch unter 0176 – 83 69 56 84.

Raphaela Edelbauer „Dave“

Autorinnen-Lesung – via Zoom

Was braucht es, um eine Maschine mit menschlichem Bewusstsein auszustatten? Den Programmierer Syz interessiert nichts so sehr wie die Beantwortung dieser Frage. Doch als er hinter die Kulissen des Labors blickt, gerät sein bedingungsloser Glaube an die Technik ins Wanken. Welchem Zweck dient „Dave“ wirklich und wer wird von ihm profitieren? Nach dem großen Erfolg von „Das flüssige Land“ legt Raphaela Edelbauer einen einzigartigen Roman über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Künstlichen Intelligenz vor.

Raphaela Edelbauer, geboren in Wien, studierte Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst. Für ihr Werk „Entdecker. Eine Poetik“ wurde sie mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage ausgezeichnet. Mit ihrem Roman „Das flüssige Land“ stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und des Österreichischen Buchpreises. Raphaela Edelbauer lebt in Wien.

DER EINTRITT IST FREI.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen. Mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur.

Link zur Veranstaltung ab 18. Oktober bis spätestens um 15.00 Uhr am Veranstaltungstag unter foerderverein.wiliteraturhaus@online.de anfordern.

Weitere Informationen unter www.literatur-in-wiesbaden.de

 

 

Simon Urban „Wie alles begann und wer dabei umkam“

Autoren-Lesung – via Zoom

Wo endet ein inselbegabter Jurastudent, der an den starren Regelwerken des Gesetzes verzweifelt und beschließt, das Recht selbst in die Hand zu nehmen? In einer Gefängniszelle! Was aber zwischendurch geschieht, ist so unglaublich und derart gnadenlos und witzig erzählt, dass einem die Luft wegbleibt. Bereits als Kind findet der Held dieses Romans zur Juristerei: Er bereitet ein Verfahren gegen seine Großmutter vor, den Drachen der Familie – und verurteilt sie im Wohnzimmer in Abwesenheit zum Tode. Berufung: nicht möglich. Dass ein Jurastudium im beschaulichen Freiburg einem solchen Charakter nicht gut bekommt, ahnt man schnell.

Simon Urban, geboren 1975 in Hagen, Studium der Germanistik und Komparatistik in Münster, Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sein Roman „Plan D“ (2011), in dem die DDR heute noch existiert, wurde in elf Sprachen übersetzt. 2014 erschien der Roman „Gondwana“. 2013 war er Writer in Residence beim International Writing Program der Universität Iowa. Für die ARD schrieb er die Erzählvorlage zum Spielfilm „Exit“ (2020). Er lebt in Hamburg und Techau (Ost-Holstein).

Foto: Oliver Brkitsch

DER EINTRITT IST FREI.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen. Mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur.

Link zur Veranstaltung ab 21. Oktober bis spätestens um 15.00 Uhr am Veranstaltungstag unter foerderverein.wiliteraturhaus@online.de anfordern.

Weitere Informationen unter www.literatur-in-wiesbaden.de

 

 

November

Literarische Perlen (I): Schurken

Lesung mit Mario Krichbaum

Der Förderverein des Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. präsentiert in der kleinen Reihe „Literarische Perlen“ ein Überraschungsprogramm. Diesmal widmen wir uns den „Schurken“ in der Literatur.

MARIO KRICHBAUM wohnt und arbeitet auch zumeist in Wiesbaden. Der 1970 in Darmstadt geborene Schauspieler und Regisseur ist vielen Wiesbadenern vor allem aus den Kammerspielen und dem Freien Theater Wiesbaden bekannt.

EINTRITT FREI (um Spenden wird gebeten)

HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass Sie für diese Veranstaltung nachweisen müssen, dass Sie geimpft oder genesen sind.

Literaturforum: Deutscher Buchpreis (2021) und Prix Goncourt (2020)

Prix Goncourt: Hervé le Tellier: "Die Anomalie" / Deutscher Buchpreis: noch unbekannt

Leitung: Rita Thies

Das „Literaturforum“, ein offenes Diskussionsforum für zeitgenössische Literatur, widmet sich im November den aktuellen großen Buchpreisträger*innen aus Frankreich und Deutschland.

Die deutsche Übersetzung des mit dem Prix Goncourt 2020 ausgezeichneten Romans von Hervé le Tellier: „Die Anomalie“ ist just bei Rowohlt erschienen. Eine Air-France-Maschine, die nach einem turbulenten Flug in New York landet. Nur drei Monate danach landet sie mit derselben Crew und denselben Passagieren noch einmal…

Die Bekanntgabe des mit dem Deutschen Buchpreis 2021 ausgezeichneten Romans hatte bei Redaktionsschluss noch nicht stattgefunden. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.deutscher-buchpreis.de oder www.literatur-in-wiesbaden.de

Hinweis: Bei der limitierten Anzahl der Plätze ist im Moment Anmeldung (ab 1. November) unter literaturforum.wiesbaden@online.de erforderlich. Bitte bringen Sie den Nachweis, dass Sie geimpft oder genesen sind, mit.

EINTRITT FREI

 

Literarische Perlen (II) – aufgereiht: Taugenichtse, Überlebenskünstler und Idealisten

Lesung mit Oliver Wronka am bundesweiten Vorlesetag

Am bundesweiten Vorlesetag präsentiert der Förderverein des Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. in der kleinen Reihe „Literarische Perlen“ ein großes Überraschungsprogramm. Lassen Sie sich von den literarischen Schätzen inspirieren, die von Taugenichtsen, Überlebenskünstlern und Idealisten erzählen.

OLIVER WRONKA wurde in Freiburg geboren und lebt in Wiesbaden. Er studierte Anglistik und Romanistik in Freiburg sowie Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Es folgten zahlreiche Engagements an renommierten Schauspielhäusern, darunter dem Hessischen Staatstheater. Von 2010 bis 2014 war er Leiter des Jungen Staatstheaters Wiesbaden. Seit 2014 arbeitet er frei als Regisseur, Schauspieler, Sprecher und auch als Berater für Kommunikation.

EINTRITT FREI (um Spenden wird gebeten)

HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass Sie für diese Veranstaltung nachweisen müssen, dass Sie geimpft oder genesen sind.

Literarische Perlen (II) – aufgereiht: Taugenichtse, Überlebenskünstler und Idealisten

Lesung mit Franziska Geyer am bundesweiten Vorlesetag

Am bundesweiten Vorlesetag präsentiert der Förderverein des Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. in der kleinen Reihe „Literarische Perlen“ ein großes Überraschungsprogramm. Lassen Sie sich von den literarischen Schätzen inspirieren, die von Taugenichtsen, Überlebenskünstlern und Idealisten erzählen.

FRANZISKA GEYER war nach dem Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch” u.a. am Hebbeltheater Berlin, am Stadttheater Würzburg, an den Bühnen der Stadt Bonn und am Staatstheater Wiesbaden engagiert. Seit 2008 arbeitet Franziska Geyer freiberuflich als Schauspielerin und Sprecherin und entwickelt u.a. Theaterperformances mit jungen Menschen, z.B. mit Migrant*innen des SABA Stipendiums der Crespo Stiftung im LAB Frankfurt. Sie lebt in Wiesbaden.

EINTRITT FREI (um Spenden wird gebeten)

HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass Sie für diese Veranstaltung nachweisen müssen, dass Sie geimpft oder genesen sind.

 

 

Literarische Perlen (II) – aufgereiht: Taugenichtse, Überlebenskünstler und Idealisten

Ulrich Cyran liest am bundesweiten Vorlesetag.

Am bundesweiten Vorlesetag präsentiert der Förderverein des Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. in der kleinen Reihe „Literarische Perlen“ ein großes Überraschungsprogramm. Lassen Sie sich von den literarischen Schätzen inspirieren, die von Taugenichtsen, Überlebenskünstlern und Idealisten erzählen.

ULRICH CYRAN, 1956 in Erwitte geboren, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. Als Theater-Schauspieler war er u.a. am Staatstheater Wiesbaden und Darmstadt, an der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel, den Sophiensälen in Berlin und am Mousonturm in Frankfurt zu sehen. Seit vielen Jahren steht er auch vor der Kamera, u. a. in der Fernseh-Krimireihe „Tatort“, in der Filmkomödie „Vorwärts Immer“ von Franziska Meletzky und in „Südstadt“ von Matti Geschonneck. Ulrich Cyran lebt mit seiner Familie in Wiesbaden.

EINTRITT FREI (um Spenden wird gebeten)

HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass Sie für diese Veranstaltung nachweisen müssen, dass Sie geimpft oder genesen sind.

Dezember

Literarische Perlen (III): Gefährliche Frauen

Lesung mit Eva-Maria Damasko

In dem dritten und letzten Teil der kleinen Reihe „Literarische Perlen“ widmet sich der Förderverein des Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. in seinem Überraschungsprogramm den „gefährlichen Frauen“ in der Literatur.

EVA-MARIA DAMASKO studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Die Schauspielerin war einige Jahre festes Ensemblemitglied am Staatstheater Wiesbaden. Seit 2010 arbeitet sie freiberuflich als Sprecherin, Schauspielerin, Autorin und Regisseurin und zusätzlich auch als Theatervermittlerin.

EINTRITT FREI (um Spenden wird gebeten)

HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass Sie für diese Veranstaltung nachweisen müssen, dass Sie geimpft oder genesen sind.