Literaturveranstaltungen in Wiesbaden

Sie finden hier im Kalender sowohl Literaturveranstaltungen, die im Literaturhaus Villa Clementine stattfinden, als auch alle weiteren im Stadtgebiet, die uns bekannt werden. Die Veranstaltungen des Fördervereins Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. sind gelb hinterlegt.

Dezember

Jan Böttcher: „Das Rosen-Experiment“

Autorenlesung mit Musik

Berlin, 1928. Zenia und Helene lernen sich in einem Café kennen. Die eine ist Psychologie-Doktorandin an der Uni Berlin, die andere serviert den Kaffee und Kuchen. Sofort verstehen sich die beiden Frauen, vor allem Zenia ist beeindruckt von Helenes Fähigkeit, sich unfehlbar alle Bestellungen zu merken. Auch dem Professor entgeht dies nicht und er beauftragt sie mit einem gemeinsamen Projekt: Sie sollen der Emotion „Ärger“ auf den Grund gehen und durch kreative Experimente ihre Probanden zur Weißglut bringen. Jan Böttcher liest aus seinem neuen Roman und spielt dazu Songs auf der Gitarre.

JAN BÖTTCHER, 1973 in Lüneburg geboren, ist Autor und Musiker. In seinen bislang fünf Romanen setzt er sich vorwiegend mit sozialen Systemen oder Milieus auseinander. Mit „Nachglühen“ gewann er 2007 den Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Er lebt in Berlin.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php.

Es gibt eine Abendkasse.

 

Copyright Foto Jan Böttcher: Urban Zintel

 

Norbert Gstrein: „Vier Tage, drei Nächte“

Autorenlesung. Moderation: Beate Tröger

Ein junger Mann liebt seine Schwester. So sehr, dass er jeden Mann, der in die Nähe der Schwester kommt, an sich zieht und wieder abstößt. Er hat aber auch einen Freund, der schnell zu einem Nebenbuhler wird, und aus dem zusammengeschweißten Geschwisterduo eine Dreiecksgeschichte macht – der Skandal ist vorprogrammiert. Mit diebischer Freude verweigert Norbert Gstrein seinem Roman klare Handlungsstränge, legt Knoten aus, die unaufgelöst bleiben und verstrickt seine Figuren in unmögliche Beziehungen. Ein Roman, überragend und ungreifbar, wie man es vom Autor gewohnt ist.

NORBERT GSTREIN, geboren 1961 in Tirol, gehört zu den bekanntesten Autoren Österreichs. Sein Werk umfasst zahlreiche Essays, Erzählungen und Romane, für die er vielfach ausgezeichnet wurde. Unter anderem erhielt er 1999 den Alfred-Döblin-Preis und 2021 den Thomas-Mann-Preis. Für seinen Roman „Als ich jung war“ wurde er 2019 mit dem Österreichischen Buchpreis geehrt.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php.
Es gibt eine Abendkasse.
Copyright Foto Norbert Gstrein: Oliver Wolf

Abschlusslesung – Schreibwerkstatt für Migrantinnen und Migranten

Leitung: Armin Nufer

Die Schreibwerkstatt, deren zweite Ausgabe im September im Literaturhaus begann, endet am selben Ort mit einer öffentlichen Lesung. Teilnehmende aus anderen Ländern und mit unterschiedlichen Deutschkenntnissen äußern sich in ihren Texten mit Leidenschaft und Hingabe. Sie experimentieren mit Worten oder bleiben sachlich, sie dialogisieren, assoziieren und phantasieren. Es gehört nicht nur Mut dazu, sich in der fremden deutschen Sprache auszudrücken, sondern auch, die Schreibergebnisse vorzutragen.

Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord

Südafrika - Krimi und Kulinarik mit Carola Friedrich und Keike Barth

Ein amüsanter Krimi von Sally Andrew, in dem die Hobby-Detektivin Tannie Maria hauptsächlich durch kalorienreiche und schmackhafte Bestechung ermittelt. Mit Einfühlungsvermögen, Witz und Herz gelingt es der Autorin, auf sehr unterhaltsame Weise über den südafrikanischen Alltag zu plaudern, der oft genug schwierig, von Gewalt, Korruption, Armut und vielen anderen Problemen geprägt ist. Und doch begegnen die Menschen, eben solche wie Tannie Maria, diesen Widrigkeiten mit Witz, Humor und einem großen Herzen. Freuen Sie sich auf einen leckeren, unterhaltsamen und spannenden Abend!

 Anmeldung erforderlich unter 0611-988 90, www.vhs-wiesbaden.de oder
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Dolce Vita trifft auf deutsche Weihnacht

Eine kriminelle Veranstaltung mit drei "Mörderischen Schwestern" - Lesung

Wer träumt in kalten, dunklen Winternächten vom fernen Italien und lauen Sommerbrisen? Wer sitzt zuhause einsam am Kamin und wünscht sich mörderisch gute Unterhaltung in erlauchter Gesellschaft? Wer möchte dolce vita mit deutscher Weihnacht vergleichen? Alle, die sich nicht vor den kriminellen Machenschaften der drei Krimiautorinnen Ella Theiss, Brigitte Pons und Fenna Williams in Sicherheit bringen wollen, sondern stattdessen den wohligen Schauer feiner und gemeiner Krimikurzgeschichten erleben möchten, sind bei dieser Veranstaltung richtig. Genießen Sie bei Wein und Kerzenschein das süße Nichtstun in Italien und Wiesbaden.

Anmeldung erforderlich unter 0611-988 90, www.vhs-wiesbaden.de oder
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Literaturforum

Leitung: Rita Thies

Das „Literaturforum“ ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Romane, Novellen oder Erzählungen aus dem Bereich der aktuellen Literatur und des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Es findet auf Initiative des Fördervereins seit vielen Jahren im Literaturhaus statt.

Zur Diskussion steht diesmal „Underground Railroad“ von Colson Whitehead. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Webseite unter „Literaturforum“.

Eine Teilnahme am Literaturforum versteht sich von selbst: Die Bücher sollten gelesen sein.

Stefan Piasecki: „Himmelsleiter – Nardebane Aseman“

Lesung mit Autor. Lesestimme: Mario Krichbaum. Moderation: Armin Conrad

„Himmelsleiter – Nardebane Aseman“ führt in das historische Persien kurz nach der Machtergreifung Reza Schahs im Jahr 1929: Das Land erlebt einen rasanten Umbruch und wird binnen weniger Jahre aus dem Mittelalter in die Neuzeit gehoben, maßgeblich unterstützt von deutscher Diplomatie und bekannten Firmen wie Siemens oder Junkers. In verdeckter Mission wird der Ingenieur Wilhelm Darburg nach Teheran geschickt, um für das Luftschiff LZ127 ›Graf Zeppelin‹ auf dessen historischer Weltumrundung eine werbewirksame Stippvisite zu ermöglichen. Trotz eines riesigen Staubsturmes, der sich der Stadt bedrohlich nähert…

Stefan Piasecki forscht und lehrt als Hochschullehrer international über die gesellschaftlichen Auswirkungen technologischer Innovationen und Entwicklungen. Seine Recherchen fließen ein in spannende und präzise recherchierte Romane („Kleine Frau im Mond“ u.a.).  –

Mario Krichbaum lebt in Wiesbaden und arbeitet als freischaffender Schauspieler.

Armin Conrad ist Journalist und Vorstandsmitglied des Fördervereins. Er hat bis 2015 das 3sat-Magazin Kulturzeit geleitet.

Poetry Slam – Goethe & Schiller vom Sockel gehauen

Das kuenstlerhaus43 präsentiert Poet*innen im Theater im Palast

Der Saal tobt. Stampfende Füße. Kreischendes Publikum. Wortfetzen fliegen. Denn die Poeten sind los. Poetry Slam ist wie der Sängerkrieg auf der Wartburg war. Nur besser. Moderner. Slammiger.

Regionale und überregionale Dichter & Poetinnen kämpfen um die Goldene Buchstabensuppe. Jeder Poet hat ein Mikrophon, seinen Text und magische 5 Minuten. Da mutieren sprachlose Hausfrauen zu Eloquenzbestien. Schüchterne Milchbubis werden zu schillernden Goethezombies. Und verpeilte Germanisten zündeln am Dynamitfass für ein furioses Feuerwerk der Worte.

Das Publikum ist der Ringrichter. Hebt den Daumen. Senkt ihn. Oder werft ihn gleich den Poeten zum Fraß vor. Denn Poetry-Slam ist Verbal-Blues, Sprach-Impro und eine Orgie des Wortes mit all seinen Facetten. Wer bekommt die Dichterkrone? Es kann nur eine/r auf den Sockel. Du entscheidest…wer!

Gruppentickets buchen, dann sitzt Du mit Deiner Peergroup zusammen: 5 Karten bezahlen und eine gratis dazu!

Einlass: 18.30 Uhr

Eintritt: 20,-/16,-/9,- Euro

Vorverkauf unter www.kuenstlerhaus43.de

Hotline: 0180/6050400

Januar

Literaturforum

Leitung: Rita Thies

Das „Literaturforum“ ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Romane, Novellen oder Erzählungen aus dem Bereich der aktuellen Literatur und des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Es findet auf Initiative des Fördervereins seit vielen Jahren im Literaturhaus statt.

Weitere Informationen zu den Titeln, die diskutiert werden, erfahren Sie ab Mitte Dezember 22 auf dieser Webseite unter „Literaturforum“.

Eine Teilnahme am Literaturforum versteht sich von selbst: Die Bücher sollten gelesen sein.

Februar

Susanne Schröter: „Global gescheitert? Der Westen zwischen Anmaßung und Selbsthass“

Autor*innenlesung in der Reihe "Gespräche in der Villa". Moderation: Stefan Schröder

Selten schien der Westen so geschlossen wie zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Doch hinter der Geschlossenheit zeigen sich erste Bruchstellen. Wie kann man politische Ziele mit wirtschaftlichen Zwängen vereinbaren? Wie viel sind dem Westen die eignen Ideale wert?

Die Ethnologin und Islamexpertin Susanne Schröter entlarvt die westliche Doppelmoral und benennt die Gründe dafür. Anstatt den letzten Funken an Glaubwürdigkeit zu verspielen, sollte der Westen endlich aus seinen Fehlern lernen und dadurch die eigenen Werte bewahren.

PROF. DR. SUSANNE SCHRÖTER leitet an der Goethe-Universität Frankfurt das „Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam“.

STEFAN SCHRÖDER ist Journalist, war bis 2022 in der Mediengruppe VRM tätig. Er ist Vorsitzender des Presseclub Wiesbaden.

Die Veranstaltung wird in Kooperation vom Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V., dem Presseclub und dem Literaturhaus Villa Clementine in der Reihe „Gespräche in der Villa“ angeboten. In dieser Reihe werden Sachbücher vorgestellt, die sich aktuellen gesellschaftlichen Fragen widmen.

Literaturforum

Leitung: Rita Thies

Das „Literaturforum“ ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Romane, Novellen oder Erzählungen aus dem Bereich der aktuellen Literatur und des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Es findet auf Initiative des Fördervereins seit vielen Jahren im Literaturhaus statt.

Weitere Informationen zu den  Titeln, die diskutiert werden, finden Sie spätestens Ende Januar 2023 auf dieser Webseite unter „Literaturforum“.

Eine Teilnahme am Literaturforum versteht sich von selbst: Die Bücher sollten gelesen sein.