Literaturveranstaltungen in Wiesbaden

Sie finden hier im Kalender sowohl Literaturveranstaltungen, die im Literaturhaus Villa Clementine stattfinden, als auch alle weiteren im Stadtgebiet, die uns bekannt werden. Die Veranstaltungen des Fördervereins Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. sind gelb hinterlegt.

Mai

Hans Jürgen Balmes: „Der Rhein. Biographie eines Flusses“

Autorenlesung LIVE & STREAM (Wiesbadener Jahr des Wassers 2022). Moderation: Beate Tröger (u.a. FAZ, Zeit online, DLF)

Von der Schweiz bis an die Nordsee vermisst der Rhein den europäischen Kontinent als eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Über Jahrhunderte gewann er Bedeutung als Grenze, Fluchtweg oder Verkehrsroute. Hans Jürgen Balmes widmet dem Rhein eine umfassende Biografie und setzt ihm ganz im Genre des Nature Writing ein literarisches Denkmal, das seine stürmische Wellenpoetik, aber auch tiefgreifende Ruhe und überwältigende Schönheit erlebbar werden lässt.

HANS JÜRGEN BALMES wurde 1958 in Koblenz geboren und ist als Autor, Herausgeber und Übersetzer tätig. Für das Magazin mare schrieb er über die „Quellen der Meere“, Porträts und Aufsätze erschienen etwa in der Neuen Zürcher Zeitung oder der Süddeutschen Zeitung.

EINTRITT: € 12 / erm. € 9 inkl. VVG. Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses. Es gibt eine Abendkasse.
Streaming-Tickets sind für € 7 inkl. VVG unter www.reservix.de und über die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php 
 erhältlich.

„Die Liebe und immer wieder die Liebe“

Ein Lesungsabend auf der MS "Tamara" mit Andrea Wolf und Hartmut Volle im Wiesbadener Jahr des Wassers 2022

Ein Streifzug durch die Jahreszeiten der Liebe

 

Genießen Sie einen Abend auf dem Wasser und lauschen Sie dem Schauspieler-Ehepaar Hartmut Volle (bekannt unter anderem aus dem „Tatort“) und Andrea Wolf. Sie präsentieren eine facettenreiche Auswahl an Texten, Liedern und Sketchen von Grönemeyer bis Loriot, von Brecht bis Lindenberg, von Kästner bis Lasker-Schüler und anderen zum Thema „Liebe“.

 

Achtung: Das Boarding beginnt um 18:45 Uhr

 

Bitte vorab anmelden unter stadtbibliothek@wiesbaden.de.

 

„No Sex without Jazz“

READ & BEAT

Es muss nicht „Fifty Shades“ sein, es gibt auch sinnliche Texte von Stefanie Sargnagel, Bodo Kirchhoff und Klassiker wie „Stille Tage in Clichy“ von Henry Miller. Das Ganze gewürzt mit einer Prise François Villon sowie dem Charme von Gabriel Garcia Márquez.

Wir sagen mit den Worten Goethes* „Wenn Musik der Liebe Nahrung ist, spielt auf“ und lassen uns treiben mit Cole Porters „Just One of Those Things“ oder John Coltranes „A Love Supreme“. Am Ende darf auch Zeitgenössisches von Gare du Nord mit dem legendären „Somethin‘ In My Mouth“ nicht fehlen, wie vieles andere über alle Maßen Sinnliches auch.

Der Erfolg dieses Abends wird sich neun Monate später zeigen…

Infos unter www.facebook.com/Borderline.Surfers

VERANSTALTER: Uwe Schollar und Leif Tewes (Borderline Surfers) mit Unterstützung durch das Kulturamt und das Literaturhaus Villa Clementine

*Textankündigung des Veranstalters, wir Betreiber*innen der Website sind gespannt auf die Ausgestaltung des Abends, dessen Ankündigungs-Zitat nicht von Goethe, sondern Shakespeare stammt …

Ukrainischer Blues aus Elberfeld – Sprechwerkmonta

Poetry-Song-Performance auf Deutsch und Russisch

Back to Wiesbaden: Yuri Keds aus Wuppertal hat wieder einige Kollegen um sich geschart. Bekannt ist der Exil-Ukrainer und Wahl-Wuppertaler für seine lakonischen Erzählungen und Songs zur Tristesse. Wobei sein Blues immer wieder bizarre Erzählblüten treibt, und hin und wieder ein Elefant oder Väterchen Lenin vorbeifliegen und Grüße an Putin entsenden.

Reservierung unter brentanos-erben@t-online.de

Fenna Williams: Whisky & Worte

Eine hochprozentige Schottland-Lesung von 17.00 bis 20.00 Uhr

»Slàinte«, sagt man in Schottland, wenn man mit einem Whisky anstößt und sich bei einem Ceilidh, einem Treffen in gemütlicher Runde, Geschichten erzählt. Fenna Williams, Autorin und Whiskykennerin, holt diese Tradition nach Schierstein, in dem sie aus ihren hochprozentigen (Krimi-)Geschichten liest und dazu die passenden Single Malt Whiskys nicht nur kredenzt, sondern auch erklärt, wie man diese verkostet und auf der Geschmackslandkarte einordnet.
Lassen Sie sich von Fenna Williams in die Highlands entführen, mit dem Geschmack des flüssigen Goldes auf der Zunge und dem Lebensgefühl des Landes im Ohr. Kommen Sie mit auf eine Genuss-Reise durch Schottland.

 

Eintritt € 38,- inklusive Tasting mit drei Whisky-Sorten.
Anmeldung: info@vhs-schierstein.de oder www.vhs-schierstein.de

Juni

Grit Schade liest aus Fuchsrot und Feldgrau“ von Axel Lawaczek

Grit Schade liest in der Mauritius-Mediathek aus dem prämierten Antikriegsroman

Eine Erzählung nach wahren Begebenheiten: Auf dem Dachboden entdeckte Axel Lawaczeck das Kriegstagebuch einer seiner Vorfahren. Entstanden ist daraus ein akribisch recherchierter, packend erzählter Roman, der ein vergessenes Stück Geschichte einfängt.

August 1944: Das Lazarett im ostrumänischen Galatz, ist über Nacht von Ärzten und Sanitätsstäben aufgegeben worden. In den Baracken liegen mehr als 1.300 verwundete deutsche Soldaten. Die Rote Armee steht vor den Toren der Stadt. Zu den Zurückgelassenen gehört Oberleutnant Franz, der sich mit einer Handvoll Helfern in eine verzweifelte Rettungsaktion stürzt. Per Zug evakuieren sie das Lazarett. Doch vor den Fliehenden liegt eine Reise ins Ungewisse. Währenddessen kämpft jenseits der Kaukasusfront der junge Jude Walodja ums Überleben. Sein Schicksal und das des Oberleutnants sind durch eine Fuchsjagd verbunden.

Grit Schade liest regelmäßig ehrenamtlich aus Büchern von Autor*innen vor, denen sie persönlich begegnet ist.

 

Lyrikpreis ORPHIL der Stadt Wiesbaden

Verleihung und Lesung

Zum sechsten Mal wird zu Ehren des Dichters George Konell, der viele Jahre in Wiesbaden lebte, der Lyrikpreis Orphil der Landeshauptstadt Wiesbaden verliehen. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die Gewinnerin oder der Gewinner des Debütpreises erhält 2.500 Euro.

Der Lyrikpreis Orphil wird alle zwei Jahre an Dichterinnen oder Dichter verliehen, die mit ihrem Werk Stellung beziehen und sich politischen wie stilistischen Moden zu widersetzen wissen.

Die Jury bilden die Lyrikerin und Moderatorin Carolin Callies, der Leiter des Hessischen Literaturforums im Mousonturm, Björn Jager, sowie die freie Kritikerin Beate Tröger. Der Wiesbadener Kulturdezernent Axel Imholz wird die Auszeichnungen überreichen.

EINTRITT FREI. Einlass ist nur mit Karte möglich. Diese ist in der Tourist-Info und online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus erhältlich

Literarisches Schreiben I – Online-Workshop

Von der Figur zum Dialog. Kursleitung: Ulrike Krauth (Autorin, Dramaturgin)

Neben einem spannenden Handlungsverlauf sind interessante Charaktere die entscheidende Grundlage für eine gute Geschichte. Aber wie entwickelt man glaubwürdige fiktionale Figuren? Was ist der Unterschied zwischen Protagonist und Antagonist, zwischen Haupt- und Nebenfiguren und wie wirken diese zusammen? Wie wird aus einer konzipierten Figur ein dreidimensionaler Charakter? Welche Sprache ist den Figuren angemessen und wie gelingt ihre Charakterisierung im lebendigen Monolog und Dialog?

Neben theoretischen Aspekten zur Dramaturgie von Figuren und Dialogen wollen wir in konkreten Schreibübungen interessante Charaktere entwickeln.

Anmeldung erforderlich unter 0611 – 988 90, www.vhs-wiesbaden.de oder kontakt@vhs-wiesbaden.de

 

Slam-Poeten Ahoi!

Texte mit Tiefgang - Wiesbadener Jahr des Wassers 2022

Leinen los und Anker lichten: Die „Tamara“ legt ab und mit ihr drei Slam-Poeten aus dem Rhein-Main-Gebiet. Mit Elan, Witz und Spontanität schlagen sie hohe Wellen und tragen Texte rund um das kühle Nass vor. Bringen Sie Ihre Taucherbrille mit, hier ist Tiefgang vorprogrammiert!

Angeheuert wurde unter anderem der Lyriker und Autor ARTEM ZOLOTAROV, der schon bei über 600 Poetry Slams aufgetreten ist. 2015 wurde er rheinland-pfälzischer Poetry Slam Meister und nahm an den deutschsprachigen internationalen Meisterschaften teil.

Achtung: Das Boarding beginnt um 18:45 Uhr.

Der Tag als Fragment. Oder immer schon da

3Klang - Eine Reihe um Worte und Töne. Mit Lisa Goldschmidt, Katrin Pitz, Robert Stripling

Mit ihren Gedichten aus der Perspektive eines Kindes vor der Geburt beeindruckte LISA GOLDSCHMIDT (Bild von Dirk Skiba) im Jahr 2021 beim „Literarischen März“ der Stadt Darmstadt. Was in ihrem Debüt „Tage Fragmente“ (2018) angelegt ist, führt die Autorin konsequent in ihren neuen Gedichten fort: die Erkundung der Wechselbeziehungen von Sprache und Körper.

KATRIN PITZ, Trägerin des Leonce-und-Lena-Preises 2021, stellt ihren Debütband „auch solche tage waren immer schon da“ vor, der eine Geburt des Gedichts aus dem Material der Kindheit protokolliert.

Der Autor und Performer ROBERT STRIPLING, der seine e -drum mitbringen wird, nähert sich mit „Unter Stunden. Album I“ der Erinnerung auf ganz andere Weise: „eine unendliche Annäherung, sage ich, aus dem Wunsch nach Erlösung; als wollte man die Erinnerung erlösen“.

EINTRITT: € 12 / erm. € 9 inkl. VVG. Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses:
Es gibt eine Abendkasse.

Abschlusslesung der Schreibwerkstatt für Migrantinnen und Migranten

Leitung: Armin Nufer

Die Schreibwerkstatt, die im Februar im Literaturhaus begann, endet am selben Ort mit einer öffentlichen Lesung.

Teilnehmende aus vielen Ländern und mit unterschiedlichen Deutschkenntnissen äußern sich in ihren Texten mit Leidenschaft und Hingabe. Sie experimentieren mit Worten oder bleiben sachlich, sie dialogisieren, assoziieren und phantasieren. Es gehört nicht nur Mut dazu, sich in der fremden deutschen Sprache auszudrücken, sondern auch, die Schreibergebnisse vorzutragen.

Angelika Klüssendorf: „Vierunddreißigster September“

Autor*innenlesung. Moderation: Ulrich Sonnenschein (hr2-kultur) LIVE & STREAM

Wir befinden uns in einem ostdeutschen Dorf umgeben von dunklen Wäldern. Bei Walter wird ein Hirntumor festgestellt. In der Silvesternacht fackelt seine Frau Hilde nicht lange, nimmt eine Axt und erschlägt ihren Mann damit. Danach verschwindet sie spurlos und Walter bleibt allein zurück, als Geist seiner Selbst auf dem Dorffriedhof. Mit illusionsloser Sprache und grotesker Komik legt Angelika Klüssendorf das Tableau eines Dorfes, bei dem die Toten die Lebenden studieren.

ANGELIKA KLÜSSENDORF, geboren 1958, ist Autorin zahlreicher Erzählungen, Romane und Theaterstücke. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Literaturpreis 2014 oder mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für ihr Lebenswerk im Jahr 2019.

EINTRITT: € 12 / erm. € 9 inkl. VVG. Kartenvorverkauf über die T-Info und die Homepage des Literaturhauses. Es gibt eine Abendkasse. Streaming-Tickets sind für € 7 inkl. VVG unter www.reservix.de und über die Homepage des Literaturhauses erhältlich:

Oliver Wronka: „Alles im Fluss“

Szenische Lesung und Seemannsgarn - Wiesbadener Jahr des Wassers 2022

Während die „Tamara“ die Rheinpromenade vermisst, taucht der Schauspieler und Sprecher Oliver Wronka mit dem Publikum in ausgewählte Texte ein. Auf spritzig unterhaltsame Weise lotet er die Thementiefe des Wassers aus und befährt dabei auch Nebenflüsse wie Umwelt und Klimaschutz – immer mit einem Augenzwinkern!

OLIVER WRONKA ist deutschlandweit als Sprecher, Schauspieler und Regisseur tätig. In Wiesbaden ist er vor allem für seine Arbeit am Hessischen Staatstheater bekannt.

Achtung: Das Boarding beginnt um 18:45 Uhr.

Stefanie Höfler & Claudia Weikert: „Die Eroberung der Villa Herbstgold“

Generationenlesung ab 4 Jahren

In der Igel-Gruppe herrscht helle Aufregung: Ein Ausflug wird gemacht! Aber nicht in den Zoo oder in den Wald, sondern in die Villa Herbstgold. Dort riecht es nach Früchtetee und in den Ecken stehen Gehstöcke in Schirmständern. Sie sind in einem Altersheim und die Kinder haben für die Omas und Opas sogar ein Märchen eingeübt. Nach einem wilden Tag voller neugieriger Fragen und spannender Entdeckungen, erobern die Kinder nicht nur die Villa Herbstgold, sondern auch die Herzen der eigensinnigen Bewohnerinnen und Bewohner.

Zur Premierenveranstaltung in Wiesbaden liest die Autorin STEFANIE HÖFLER aus ihrem Buch, die Wiesbadener Illustratorin CLAUDIA WEIKERT schwingt live den Zeichenstift und gemeinsam beantworten sie Fragen aus dem Publikum. Ein großer Spaß von 4 bis 104 Jahren!

Auf dem Foto ist diesmal nicht die Autorin, sondern die Illustratorin, Claudia Weikert, abgebildet.

Textkontor – Die Lesebühne im Literaturhaus

Konzept & Moderation: Sarah Beicht

Ein Tisch, ein Mikrofon und ganz viel gute Literatur! Die neue Lesebühne des Literaturhauses Villa Clementine präsentiert Texte aus dem Rhein-Main-Gebiet und bietet literarische Leckerbissen in Lounge-Atmosphäre. Der Andere Salon wird dabei zum Treffpunkt eures Vertrauens, ein Getränkeausschank lädt zum geselligen Austausch und Vernetzen ein.

Jeden Abend lesen drei verschiedene Autorinnen und Autoren, dazwischen gibt es Live-Musik. Das jeweilige Programm gibt es auf der Website des Literaturhauses unter www.wiesbaden.de/literaturhaus oder auf Facebook und Instagram.

Read & Beat: „Future, Fiction and Flow“

Jazz hatte schon immer mit Freiheit zu tun, der Freiheit, nicht den Erwartungen eines Publikums zu entsprechen, und so geht es moderner Literatur oft auch. Gesellschaftliche Strömungen, verschiedene Kulturen, unterschiedliche Techniken: Immer geht es darum, etwas Neues zu schaffen. Nicht weniger als das, was „Leben“ ausmacht: permanente Entwicklung, ständige Evolution. Ein Abend u.a. mit Texten von Rainald Goetz, Sybille Berg, eingebettet in Klänge von Nils Petter Molvaer, Dhafer Youssef und dem Leo Betzl Trio.

Infos unter www.facebook.com/Borderline.Surfers 

VERANSTALTER: Uwe Schollar und Leif Tewes (Borderline Surfers) mit Unterstützung durch das Kulturamt und das Literaturhaus Villa Clementine

Literaturforum

Zur Diskussion stehen von Edgar Selge "Hast du uns endlich gefunden" & von Volker Widmann "Die Molche". Moderation: Rita Thies

Das „Literaturforum“ ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Titel aus dem Bereich der aktuellen Literatur oder der des 20. Jahrhunderts diskutiert werden.

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, deshalb ist in der momentanen Situation eine verbindliche Anmeldung ab zwei Wochen vor dem Termin per E-Mail an literaturforum.wiesbaden@online.de notwendig.

 

Weitere Informationen zu den aufgerufenen Titeln finden Sie in Kürze unter „Literaturforum“ auf dieser Webseite.

Maren Richter: „Aber ich habe mich nicht entmutigen lassen: Maria Daelen – Ärztin und Gesundheitspolitikerin im 20. Jahrhundert“

Lesung mit Musik. Mit Clemens Weigel (Cello)

Maria Daelen kämpfte von Anfang an selbstbewusst in einer männerdominierten Welt. Nach Kindheitsjahren in Wiesbaden, studierte sie – für Frauen untypisch – Medizin im Berlin der 1920er Jahre. Nach Kriegsende kehrte sie nach Wiesbaden zurück und kehrte sie nach Wiesbaden zurück, trat in den hessischen Staatsdienst ein und baute das Gesundheitswesen in Hessen mit auf. 1953 wechselte Maria Daelen in das Bonner Bundesinnenministerium. Sie übernahm ein eigenes Referat, das „Internationale Gesundheitswesen“ und vertrat die Bundesrepublik Deutschland als Delegierte in der Weltgesundheitsorganisation. Erst im Ruhestand ging Daelen dann den Bund der Ehe ein. 1967 heiratete sie Ludwig Strecker, damaliger Leiter des heutigen Schott-Musikalienverlags und rief die Stiftung „Pro Musica Viva“ zur Förderung jüdischer Komponisten ins Leben.

MAREN RICHTER wurde 1982 geboren und ist freie Autorin, Historikerin und Ausstellungskuratorin bei BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern. Sie arbeitete unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin oder wirkte bei der Produktion von historischen Dokumentarfilmen mit.

EINTRITT: € 12 / erm. € 9 inkl. VVG. Kartenvorverkauf über die T-Info und die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php. Es gibt eine Abendkasse.

Juli

3Klang – Eine Reihe um Worte und Töne

"Letzte Tage und Magie" - Tamara Štajner, Yevgeny Breyger, Paul-Henri Campbell

Die Autorin und Violistin TAMARA ŠTAJNER stellt sich mit ihrem Lyrikdebüt „Schlupflöcher“ (2022) als multimedial agierende Künstlerin vor. Musikalische Vortragsweisen strukturieren ihre Gedichte, die als Lese- und Hörstücke angelegt sind und zum Teil in Videoversionen vorliegen.

„Kryptomagie“ (2022) heißt der dritte Gedichtband des Lyrikers YEVGENIY BREYGER. Er erkundet darin im Blick auf Digitalisierungsprozesse in der Kunst die Beziehungen zwischen Reproduzierbarkeit und Originalität, Flüchtigkeit und Beständigkeit, zwischen Schweigen und (Text-)Körper.

PAUL-HENRI CAMPBELL wendet sich mit „innere organe“ (2022) dem Körper zu. Sein Gedichtband, in dem er auch mit Mehrsprachigkeit experimentiert oder Meistertexte klanglich übermalt, widmet sich unter anderem der Haut und den Blicken entzogenen inneren Organen.

EINTRITT: € 12 / erm. € 9 inkl. VVG. Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses. 
Es gibt eine Abendkasse.
Auf dem Bild ist Tamara Štajner zu sehen.