Literaturveranstaltungen in Wiesbaden

Sie finden hier im Kalender sowohl Literaturveranstaltungen, die im Literaturhaus Villa Clementine stattfinden, als auch alle weiteren im Stadtgebiet, die uns bekannt werden. Die Veranstaltungen des Fördervereins Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. sind gelb hinterlegt.

April

Katja Riemann: „Zeit der Zäune“

Autorinnenlesung & Gespräch. Moderation: N.N.

Flucht ist ein stets aktuelles Thema und begegnet uns über die Jahrtausende rund um den Globus. Wie sehen sie aus, diese Fluchtorte, und wie leben Menschen auf der Flucht? Katja Riemann, eine der bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands, erzählt von genau diesen Orten und Menschen, zu denen sie im Rahmen ihres humanitären Engagements reiste. Herausgekommen ist dabei ein einfühlsames, wirkmächtiges Buch, bei dem Menschlichkeit im Mittelpunkt steht.

KATJA RIEMANN ist seit 2000 UNICEF-Botschafterin und setzt sich für eine offene Gesellschaft und Menschenrechte ein, besonders für die von Mädchen und Frauen. Für ihr Engagement erhielt sie 2010 das Bundesverdienstkreuz am Band und 2016 den Bad IburgerCourage-Preis.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim: https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php
Das Copyright des Fotos von Katja Riemann liegt bei Sabine Wiedenhofer.

Arnold Jacobshagen: „Maria Callas. Kunst und Mythos“

Autorenlesung. Moderation: Jutta Eckes

Jahrhundertdiva Maria Callas – die größte Sopranistin ihrer Zeit 

Maria Callas war die bedeutendste Opernsängerin des 20. Jahrhunderts. Sie revolutionierte die Opernbühnen der Welt und war ihrer Zeit künstlerisch weit voraus. Bis heute inspiriert, berührt und verzaubert sie ihre Fans. Und bis heute halten sich Gerüchte und Legenden über die Jahrhundertsängerin.

Arnold Jacobshagen erzählt die einzigartige Karriere der Operndiva, erkundet ihre Kunst und hinterfragt zahlreiche Mythen, die ihr Bild bis in die Gegenwart hinein verzerren. Er beschreibt den Einfluss der privaten Schicksalsschläge auf ihre Entwicklung als Künstlerin und entwirft so ein neues Bild der schillernden Ikone Maria Callas.

Eine fundierte Biografie für Fans der großen Künstlerin Maria Callas. Ein tolles Geschenk für Liebhaberinnen und Liebhaber von Oper und klassischer Musik. Eine wunderbare Lektüre für Menschen, die gerne spannende Lebensgeschichten lesen.

 

Arnold Jacobshagen ist Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und Autor zahlreicher Bücher zu den Themen Musik, Oper und Kultur.

Jutta Eckes ist Übersetzerin und Dolmetscherin für Italienisch, Dozentin, Sprachcoach und Autorin.

Markus Berges: „Irre Wolken“

Lesung & Lieder

Zäh wie Honig ziehen sich die Wochen für einen Zivildienstleistenden in der Psychiatrie: Psychosen und Elektroschocks reihen sich endlos aneinander. Wie ein Blitz schlägt da Anne ein. Er verliebt sich in die junge Patientin, dann läuft sie davon, er fängt sie ein und lässt sie gehen, um sie am gleichen Abend wiederzusehen. Eine verbotene Romanze beginnt.

Markus Berges greift an diesem Abend selbst zur Gitarre und spielt zu seinem Text passende Stücke aus seinem umfangreichen Repertoire.

MARKUS BERGES wurde 1966 geboren und ist Autor sowie Sänger und Songschreiber der Kölner Band „Erdmöbel“. Sein erster Roman „Ein langer Brief an September Nowak“ erschien 2010.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim: https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartens 
Das Copyright des Autorenfotos liegt bei Matthias  Sandmann.

Mai

Denis Scheck & Anne-Dore Krohn: „Ich bin sogar als großer Lacher bekannt“

Kafka-Revue anlässlich des 100. Todestag von Franz Kafka

Ein T-Shirt, gesehen in New York, zeigt ein Kafka-Portrait mit der Aufschrift: „Kafka didn’t have a lot of fun, either.“ Aber stimmt das denn? Wussten Sie, dass es Franz Kafka war, der den Anrufbeantworter erfunden hat? Und zusammen mit seinem Freund Max Brod eine Buchreihe konzipierte, die so etwas wie der „Lonely Planet“-Reiseführer seiner Zeit war? Kafkas größte Stärke: der verblüffende Perspektivwechsel, das heißt seine Fähigkeit, die Welt erst aus der Sicht einer Katze und im nächsten Moment aus den Augen einer Maus zu betrachten. Die Literaturkritikerin Anne-Dore Krohn und der Literaturkritiker Denis Scheck zeigen in ihrer „Kafka-Revue“ einige weniger bekannte Facetten des Prager Jahrhundertgenies und machen sich auf zur Vermessung des Kontinents Kafka.

ANNE-DORE KROHN wurde 1977 in Berlin geboren und arbeitet als Literatur-Redakteurin im Kulturradio des rbb. Sie ist Teil verschiedener Literatur-Jurys und als Moderatorin für Lesungen und Festivals tätig.

DENIS SCHECK, geboren 1964, ist einer der bekanntesten deutschen Literaturkritiker. Er ist für verschiedene Medien in Rundfunk, Print und Fernsehen tätig und moderiert unter anderem die Fernsehsendungen „lesenswert“ im SWR und „Druckfrisch“ in der ARD.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses:

https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php

Das Copyright des Fotos von Denis Scheck & Anne-Dore Krohn liegt bei Nikola Richter.

Devid Striesow & Stefan Weinzierl: „Die Blechtrommel“

Konzert-Lesung nach dem Roman von Günter Grass im Rahmen der Internationalen Maifestspiele 2024

Die »Blechtrommel« landete in der deutschen Nachkriegsliteratur wie ein Raumschiff aus einer anderen Galaxie. Mit unendlicher Fabulierlust, barocker Sprachmacht, ätzendem Witz und beispielloser Beschreibungswut sezierte Günter Grass fünf Jahrzehnte deutscher Geschichte, rekonstruierte eine verlorene Welt und zeigte zugleich ihren Weg in den Abgrund auf. Völlig zu Recht erhielt Grass – vier Jahrzehnte nach Erscheinen des Buches – 1999 den Literaturnobelpreis.

Seitdem ist die »Blechtrommel« in den verschiedensten Formaten adaptiert worden: als Film natürlich (1979 unter der preisgekrönten Regie von Volker Schlöndorff) oder in zahlreichen Bühnenfassungen. Auf die (vielleicht einfach zu naheliegende) Idee, die »Blechtrommel« zu vertrommeln, ist aber noch keiner gekommen. Bis jetzt! Denn nun hat sich der Hamburger Musiker Stefan Weinzierl der Sache angenommen und aus dem Roman ein Spektakel für Stimme und Schlagzeug gemacht. Im Zusammenspiel von Text und den reich schillernden Klangfarben von Vibraphon, Marimba, Percussion und Live-Elektronik ist Grass’ Roman noch einmal völlig neu zu entdecken – zumal mit dem Schauspieler Devid Striesow (der nach seinen Gastspielen mit »Unendlicher Spaß« und »Verrückt nach Trost« schon zu den Stammgästen der Maifestspiele gehört) ein höchst kompetenter und facettenreicher Vorleser zur Verfügung steht.

Foto: Tobias Schult Photography

Deniz Utlu: „Vaters Meer“

Autorenlesung & Gespräch, Moderation: Shirin Sojitrawalla

Als Yunus dreizehn ist, verliert sein Vater die Sprache. Nach zwei Schlaganfällen ist er gelähmt, sein einziger Kommunikationsweg sind die Augen. Dabei waren es gerade dessen märchenhafte Erzählungen, die den Jungen so mitreißen konnten. Viele Jahre später möchte Yunus der Geschichte seines Vaters auf den Grund gehen und nutzt dazu seine eigenen Erinnerungen und die Kraft der Fantasie.

DENIZ UTLU wurde 1983 in Hannover geboren und veröffentlichte 2014 seinen Debütroman „Die Ungehaltenen“. Er ist Autor zahlreicher Theaterstücke, Essays und Gedichte. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Bayerischen Buchpreis für seinen dritten Roman „Vaters Meer“.

Shirin Sojitrawalla ist Journalistin und arbeitet u.a. für DFL und taz.

Kartenvorverkauf  über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses:

https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php

Das Copyright des Fotos liegt bei Heike Steinweg.

Dostojewskis Erben

Wiesbadener Autorentreff im Konferenzraum des Literaturhauses

„Dostojewskis Erben“ nennen sich – augenzwinkernd – Autorinnen und Autoren aus Wiesbaden und Rhein-Main, die sich regelmäßig im Literaturhaus Villa Clementine zusammenfinden, um über das Schreiben zu diskutieren, gemeinsame Projekte zu planen und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Herzlich dazu eingeladen ist, wer selbst schreibt, Bücher verlegt oder sich auf andere Weise mit Literatur verbunden fühlt.

Anfragen bitte an Susanne Kronenberg unter mail@susanne-kronenberg.de.

Sprechwerk Monta: Mixed Poetry

Host: Daniela Daub. Guest: Martin Piekar

Die Gastgeberin von MixedPoetry im Monta, Daniela Daub, trifft diesmal auf den Frankfurter Power-Poeten Martin Piekar. Daub performt als Sprachjongleurin mit Sinn für Romantik und Witz Texte aus ihrem Portfolio, während Piekar, zuletzt mit dem KELAG-Preis und BKSBank-Publikumspreis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur ausgezeichnet, in seine Text-Wundertüte greift.

Vor allem bei seinen Live-Auftritten auf verschiedenen Poetry-Bühnen überzeugt der Hüne Martin Piekar durch seine Präsenz, musikantischen Sound und emotionale, lyrische Ansprache. Es geht um große Gefühle, vehemente Bissigkeit, romantisches Lispeln. Piekar ist Dichtung in allseitiger Bewegung.

Reservierung unter brentanoserbenmonta@t-online.de

Uwe Kraus: „Zwischen gestern und morgen“

Konzert-Lesung im Rahmen der Internationalen Maifestspiele 2024

»Dieser Abend soll mein ganz persönlicher Abschied an das Theater und vom Theater sein. Ich lese Texte, die ich schon immer mal lesen wollte, sie handeln von dem, was zwischen gestern und morgen immer wieder geschieht: Geburt, Kindheit, Liebe, Sinnsuche, Vergänglichkeit, Krankheit, Tod. Begleitet werde ich von Menschen, mit denen ich in den letzten 20 Jahren bei Lesungen und Vorstellungen auf der Bühne gestanden habe.« So beschreibt Uwe Kraus seine Lesung »Zwischen gestern und morgen«. Unter anderen werden Texte von Mascha Kaléko, Mark Twain, Shakespeare oder Ágnes Nemes Nagy gelesen, begleitet und unterbrochen von einem bunten musikalischen Programm mit Werken und Songs von Elgar, Werner Richard Heymann oder den Comedian Harmonists, um ein paar wenige zu nennen.

Sopran: Angela Denoke

Klavier & Arrangements: Tal Balshai

Mit Tim Hawken, Christine Seiler, Eduard Locher, Timo Willecke, Sylvia Willecke

Literaturforum – Die Diskussionsrunde für Leser*innen

Lily King "Euphoria" / Peter Høeg: "Die Frau und der Affe"

Das Literaturforum ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Titel aus dem Bereich der aktuellen Literatur oder des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Die Leitung der Veranstaltung liegt bei Rita Thies.

Zur Diskussion stehen diesmal:

  • „Euphoria“ von Lily King
  • „Die Frau und der Affe“ von Peter Høeg

Informationen zu den aufgerufenen Titeln finden Sie kurz vor der Veranstaltung zudem unter „Literaturforum“ auf dieser Webseite.

Ein Hinweis versteht sich von selbst: Wer mitreden will, sollte die Romane gelesen haben.

Veranstalter: Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V.

ARTE-Filmpreview: Die Wahrheit über Franz Kafka

Regie: Pavel Šimák, 52 Minuten - Anlässlich des 100. Todestag von Franz Kafka

Wir alle haben ein Bild von Kafka, stereotyp und stilisiert. Bisweilen tragisch, aber dennoch fest verankert in der Popkultur. Pavel Šimák begibt sich in seiner Dokumentation auf die Suche nach dem „wahren“ Kafka hinter der Kunstfigur. Ausgehend von dessen Roman „Das Schloss“ liest der Regisseur zwischen den Zeilen und lässt renommierte Kafka-Kenner wie Reiner Stach und weitere Literaturwissenschaftler, Ärzte und Übersetzerinnen zu Wort kommen, diesen überlebensgroßen Mythos zu entschlüsseln. Immer wieder geht es dabei auch um Max Brod, der Franz Kafkas Werke trotz gegenteiliger Verfügung nach dessen Tod herausgab und so zum Retter, aber auch Manipulator wurde.

Reiner Stach – Der Kafka-Experte im Gespräch mit Sandra Kegel

Im Anschluss an die ARTE-Preview um 19.30 Uhr

Im Anschluss an die ARTE-Preview ist der Kafka-Experte und einer der Protagonisten des Films, Reiner Stach, zu Gast und kommt mit Sandra Kegel ins Gespräch. Dabei streifen sie „Die Wahrheit über Franz Kafka“ und schauen auf die Bedeutung Kafkas heute: sein Leben, sein Werk und die neuesten Erkenntnisse der Kafka-Forschung. Warum scheint sein Schreiben heute noch so modern? Wie wurde er zum weltweit bekanntesten deutschsprachigen Autor? Aus all diesen Steinen baut Reiner Stach dem großen Franz Kafka ein Denkmal im Festjahr zum 100. Todestag.

Reiner Stach wurde 1951 geboren und ist Literaturwissenschaftler, Autor und Publizist. Für seine dreibändige Kafka-Biografie erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Sonderpreis zum Heimito von Doderer-Literaturpreis, den Bayerischen Buchpreis und den Joseph-Breitbach-Preis.

Sandra Kegel ist Ressortleiterin des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Helmut Krausser & Alyona Rostovskaya: „Die kleinen Gärten des Maestro Puccini“

Konzert-Lesung im Rahmen der Internationalen Maifestspiele 2024.

Oft sind es leidende Heldinnen, die im Mittelpunkt der Opern von Giacomo Puccini stehen: die verlassene japanische Geisha Cio-Cio San, die todkranke femme fragile Mimì, die idealistische Opernsängerin Floria Tosca, die sich aufopfernde Sklavin Liù. Schicksale von Frauen, die unter Männern litten, rührten Puccini offenbar besonders. Dass er als obsessiver Erotomane auch im wirklichen Leben mit seinen zahlreichen Affären viel Leid verursacht hat, scheint ihm schuldhaft bewusst gewesen zu sein. Legendär ist der Prozess, den Puccinis Gattin Elvira gegen das Dienstmädchen Doria führte, das sie verdächtigte, ein Verhältnis mit ihrem Mann zu haben. In der Verzweiflung beging Doria Selbstmord. Dabei hatte Puccini doch nur ein Verhältnis mit deren Kusine gehabt …

Helmut Krausser gehört zu den renommiertesten deutschen Schriftstellern seiner Generation. In »Die kleinen Gärten des Maestro Puccini« legte er einen ungewöhnlichen Roman über den großen Opernkomponisten vor, in dem sich ein spannendes Panorama der Belle Époque entfaltet. Bei den Internationalen Maifestspielen liest er aus seinem Buch.

Die Sopranistin Alyona Rostovskaya porträtiert in Arien und Szenen aus Puccinis Werken dessen große Opernheldinnen. Sie treten in Dialog mit den Frauen, die Puccini im wirklichen Leben geliebt hat, die unter ihm gelitten haben.

Ein vielschichtiger Abend zwischen Fiktion und Operngeschichte.

Foto: Berlin Verlag

Stefanie Gerhold: „Das Lächeln der Königin“

Autorinnenlesung in der Reihe "Wiesbaden liest im Frühjahr"

Ihre Entdeckung war eine Sensation und sie bezaubert die Welt bis heute: die Büste der Nofretete. Stefanie Gerhold erzählt in ihrem Roman von den flirrenden 20er-Jahren in Berlin, wo James Simon ein erfolgreiches Textilunternehmen führt, mit dessen Erlösen er nicht nur soziale Institutionen unterstützt, sondern dem Museum viele Kunstschätze stiftet. Seine Geschichte ist eng verwoben mit dem kolonialen Grabungsrausch in Ägypten und den aufkommenden nationalen und antisemitischen Strömungen. Als durch ihn 1924 die Nofretete erstmals öffentlich im Museum den Berlinern und der Welt präsentiert wird, ziehen am politischen Horizont bereits dunkle Wolken auf.

Vorverkauf und Reservierung unter info@spielenundlesen.de

Tel.: 0611/520851, bei spielen&Lesen sowie in den unabhängigen Wiesbadener Buchhandlungen.

Das Copyright des Fotos von Stefanie Gerhold liegt bei Susanne Schleyer.

„Der Killer und das Meer“ – Ein Hemingway-Abend

mit dem Leipziger Schauspieler Stefan Senf

Weltreisender und Weltkriegssoldat, harter Mann mit dünner Haut, der Autor mit dem wohl rauesten und knappsten Schreibstil des 20. Jahrhunderts – Ernest Hemingway. Oft weiß man nicht, woher seine Figuren kommen und wohin sie gehen. Man erlebt sie im Augenblick, ob es nun ein alter Fischer auf hoher See ist oder zwei Berufsmörder, die mit erschreckender Kälte ihrer Arbeit nachgehen. Der Leipziger Schauspieler Stefan Senf gibt einigen dieser Momentaufnahmen des Lebens in gemütlicher Atmosphäre in der Buchhandlung Schwarte seine Stimme.

Vorverkauf unter post@buchhandlung-schwarte.de oder Tel. 0611-16 85 09 30

Jan Koneffke: „Im Schatten zweier Sommer“

Autorenlesung in der Reihe "Wiesbaden liest im Frühling"

Im Haus von Schuhmacher Fischler in Wien zieht ein neuer Untermieter ein. Der schüchterne, etwas merkwürdige Student aus Galizien heißt Joseph Roth. Während sich mit Fanny, der Tochter des Hauses, zarte Liebesbande entwickeln, bricht der erste Weltkrieg aus. Erst viele Jahre später, nach der Flucht aus Wien, trifft Fanny ihre einstige Liebe, den inzwischen berühmten Schriftsteller, wieder und im Pariser Exil verbringen sie noch einmal einen gemeinsamen Sommer.

Als Jan Koneffke seine neue Wohnung in der Rembrandtstraße in Wien bezog, hatte er keine Ahnung, dass hier Joseph Roth als junger Student gelebt hatte. Erst dieser Zufall setzte Koneffkes Fantasie in Gang. Er tauchte ein in die Werke und hinterlassenen Briefe Roths, und es entstand dieser berührende Roman.

Vorverkauf in den Buchhandlungen spielen&LESEN (info@spielenundlesen.de) und Vaternahm (buchhandlung-vaternahm@t-online.de) sowie in den unabhängigen Wiesbadener Buchhandlungen
Das Copyright des Fotos liegt bei Isolde Ohlbaum.

Sabine Gramenz: „Ja, das mit der Liebe“ – (Un) sachliche Romanzen

Ein Chanson-Abend anlässlich des 125. Geburtstags und 50. Todesjahrs von Erich Kästner

Erich Kästner – etwas verblüffend mag es für manch einen sein, im Rahmen eines Chanson-Abends diesen Namen zu lesen.

Vielen ist nämlich weniger geläufig, dass der für seine Jugendliteratur bekannte Kästner auch ein erfolgreicher Kabarettautor war. Lassen Sie sich vom Ernsten berühren und vom Heiteren entführen.

Erleben Sie einen ungewöhnlichen musikalischen Abend mit der Sängerin Sabine Gramenz, die den Facettenreichtum der Chansons mit Witz und Raffinesse zum Klingen bringt – am Klavier sekundiert von Malte Kühn, der auch durch das Programm führen wird.

Vorverkauf & Reservierung bei Buch VorOrt unter info@buch-vorort.de, Tel. 0611-542 800 und direkt im Laden

 

„Mein Brecht“ – Rezitationsabend

Moderation: Rita Rosen, Michael Forßbohm

Wählen Sie ein Gedicht oder einen Auszug aus einer Erzählung oder eine Szene aus einem Theaterstück von Bertolt Brecht aus und tragen Sie es selbst vor – Ihnen und anderen zur Freude.

Weitere Infos unter

Fatih Çevikkollu: „Kartonwand“

Autorenlesung & Gespräch, Moderation: Ibrahim Kizilgöz

Alle Arbeitsmigranten kennen sie, denn sie steht symbolisch für den Traum vom baldigen Glück in der Heimat: eine ganze Wand aus Kartons, in denen alles verstaut wurde, was schön und wertvoll war – für das spätere Leben in der Türkei. Willkommen war man in Deutschland nicht, doch was hält man nicht alles aus, wenn es nur von kurzer Dauer ist?

Der bekannte Kabarettist Fatih Çevikkollu beschreibt sein Leben und das seiner türkischen Familie, die Träume und Enttäuschungen seiner Eltern und die gravierenden Spätfolgen vom Lebenskonzept „Gastarbeiter“.

Ibrahim Kizilgöz (u.a. Vorstand Wiesbadener Ausländerbeirat)

Reservierung unter

Jahresmitgliederversammlung des Fördervereins Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V.

Diese Veranstaltung ist mitgliederöffentlich

Die Einladung geht allen Mitgliedern zu.

Unda Hörner: „Solange es eine Heimat gibt. Erika Mann“

Autorinnenlesung

Erika, die älteste Tochter von Katia und Thomas Mann, begleitet die Eltern 1949 nach Jahren des Exils in den USA auf ihrer Europareise. Unda Hörner verwebt die Lebenswege der Manns und die historischen Ereignisse zu einer atmosphärisch dichten Erzählung und entfaltet ein faszinierendes zeitgeschichtliches Panorama bis in die späten 1940er Jahre.

Vorverkauf in den Buchhandlungen Büchergilde (Tel. 0611-40 57 67) und Vaternahm (Tel. 0611-30 12 99)

Poetry Slam 43 (f)einkunst

Poetry Slam im Theater im Palast

Er wird immer kultiger! Die Slammenden werden immer mehr zur Legende! Aus kleinen Lichtern werden Szenegrößen! 7 Minuten machen zum Sieger! Ein Mikrofon, ein genialer Text machen unsterblich! Das Publikum entscheidet! Es trägt den Siegenden auf Händen und schleift den Verlierenden zur Bushaltestelle! Emotion pur! Greif nach dem Ticket, solange es noch frisch gedruckt ist!

Eintritt: Kulturunterstützer € 20, Otto-Normalverdiener € 16, ermäßigt € 9 inkl. VVG. VVK an allen bekannten Vorverkaufsstellen, Tel. 0611-172 45 96 oder online unter

Juni

VORSCHAU: 19. bis 23.6.2024 „Ins Offene – Die Fiktion fürchtet nichts“

Unser großes Wiesbadener Literaturfestival im Burggarten der Burg Sonnenberg. Eintritt frei!

Freuen Sie sich mit uns auf das Wiesbadener Literaturfestival mit herausragenden und furchtlosen Open-Air-Lesungen im Burggarten der Burg Sonnenberg, das in diesem Jahr vom 19. bis zum 23. Juni 2024 stattfindet. Unter dem Motto „Ins Offene – Die Fiktion fürchtet nichts!“ organisiert der Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. nun schon zum vierten Mal in Kooperation mit vielen Kulturpartner*innen das fünftägige Literaturspektakel in entspannter Atmosphäre. Dabei sind: Der Wiesbadener Presseclub, die unabhängigen Buchhändler*innen, Litprom e.V., die Büchergilde, das Verlagshaus Römerweg, die Wiesbaden Stiftung, das frauen museum wiesbaden, das exground filmfest, der Partnerschaftsverein Wiesbaden – San Sebastián u.v.a.m.

„Ins Offene“ ist ein Publikumsfestival, für alle begeisterten Leser*innen, aber auch für alle die, die einfach einmal neugierig vorbeischauen möchten. Deshalb ist der Eintritt frei, wir freuen uns über Spenden.

Die Autor*innen werden – wenn sie es nicht anders wünschen – von Schauspieler*innen begleitet, die deren ausgewählte Textpassagen vorlesen.

Details demnächst hier auf dieser Webseite.

Eröffnung: Mittwoch, 19.6.2024, um 18.00 Uhr