Literaturveranstaltungen in Wiesbaden

Sie finden hier im Kalender sowohl Literaturveranstaltungen, die im Literaturhaus Villa Clementine stattfinden, als auch alle weiteren im Stadtgebiet, die uns bekannt werden. Die Veranstaltungen des Fördervereins Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. sind gelb hinterlegt.

September

Karine Tuil: „Diese eine Entscheidung“

Autor*innenlesung. Moderation: Annabelle Hirsch (u.a. FAZ, taz,ZEIT online) - Lesung in deutscher Sprache: Bettina Römer

Die taffe Untersuchungsrichterin Alma Revel wird eines Tages in den Hochsicherheitstrakt des Pariser Justizpalastes gerufen. Ein junger Mann sitzt dort ein, gegen den der Verdacht auf terroristische Aktivitäten besteht. Als sie mit dem Anwalt des Verdächtigen eine Affäre beginnt, vermischt sich für sie Berufliches mit Privatem auf (an-)spannendste Weise und sie muss eine Entscheidung treffen, die das ganze Land beeinflussen kann.

Karine Tuil wurde 1972 in Paris geboren und ist Autorin zahlreicher Romane. Zwei Mal war sie für den renommierten Prix Goncourt nominiert, 2019 erhielt sie für „Menschliche Dinge“ den Prix Goncourt des lycéens sowie den Prix Interallié.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses: https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php

Jutta Nymphius: „Oben ohne“

Autor*innenlesung - für Kinder ab 12 Jahren

Nur ein paar Klicks und schon hat Amelie ihr Aussehen verändert. Mit Photoshop bearbeitet die 13-Jährige ihre „Problemzonen“ und sucht so Anschluss bei der coolen Clique ihrer Schule und vor allem bei ihrem Schwarm Elias. Nach einem kurzen Flirt fragt er sie nach einem Oben-ohne-Foto und Amelies Welt steht plötzlich kopf. Bald darauf findet sie ihr Bild im Klassenchat! Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und schafft es durch einen Trick, ein wichtiges Zeichen gegen Bodyshaming zu setzen.
Lesung im Vorfeld des Internationalen Mädchentags am 11. Oktober.

Jutta Nymphius, geboren 1966 in Bremerhaven, arbeitet seit 1997 freiberuflich als Lektorin, Autorin und Übersetzerin von Kinder- und Jugendbüchern. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerks „Elbautoren“ und lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Anmeldung unter 06134 – 18 69 51 oder kujakk.reduit@wiesbaden.de

 

Poetry Slam, Goethe & Schiller vom Sockel gehauen

Das kuenstlerhaus43 präsentiert regionale und überregionale Poet*innen im Theater im Palast

Der Saal tobt. Stampfende Füße. Kreischendes Publikum. Wortfetzen fliegen. Denn die Poeten sind los. Poetry Slam ist wie der Sängerkrieg auf der Wartburg war. Nur besser. Moderner. Slammiger.

Regionale und überregionale Dichter & Poetinnen kämpfen um die Goldene Buchstabensuppe. Jeder Poet hat ein Mikrophon, seinen Text und magische 5 Minuten. Da mutieren sprachlose Hausfrauen zu Eloquenzbestien. Schüchterne Milchbubis werden zu schillernden Goethezombies. Und verpeilte Germanisten zündeln am Dynamitfass für ein furioses Feuerwerk der Worte.

Das Publikum ist der Ringrichter. Hebt den Daumen. Senkt ihn. Oder werft ihn gleich den Poeten zum Fraß vor. Denn Poetry-Slam ist Verbal-Blues, Sprach-Impro und eine Orgie des Wortes mit all seinen Facetten. Wer bekommt die Dichterkrone? Es kann nur eine/r auf den Sockel. Du entscheidest…wer!

Gruppentickets buchen, dann sitzt Du mit Deiner Peergroup zusammen: 5 Karten bezahlen und eine gratis dazu!

Einlass: 18.30 Uhr

Eintritt: 20,-/16,-/9,- Euro

Vorverkauf unter www.kuenstlerhaus43.de

Hotline: 0180/6050400

Read & Beat: „Freiheit“

Reihe

Die Freiheit der Gedanken, des Wortes, der Improvisation. Jazz ist maximal unabhängig darin, nicht den Erwartungen des Publikums zu entsprechen und oftmals selbst nicht zu wissen, wohin der Weg führt. Der Schriftsteller bestimmt selbst, welche Welten er erschafft und welche er zerstört. Und geschrieben sowie gesungen wird über den Begriff „Freiheit“ sowieso fast so viel wie über Liebe.
Wir werden das Publikum nicht mit Ekstasen des „Free-Jazz“ beglücken, aber verschiedene Beispiele der freien Improvisation auf die Ohren geben (z.B. die Köln Concerts von Keith Jarret), passend zu sehr freien Texten des Dadaismus oder den Ausführungen eines Thomas Bernhard. Jonathan Franzens Buch „Freiheit“, der das genaue Gegenteil beschreibt, ist hier ebenso angesiedelt wie Texte des Dalai Lama. (Veranstaltertext)

Infos unter www.facebook.com/Borderline.Surfers

Oktober

Hedi Hummel: „Das Lied des Wassers“

Autor*innenlesung. Moderation: Rita Thies

Richards Jugendfreund Paul verschwindet spurlos. Jahre später verliebt er sich leidenschaftlich in Pauls Mutter. Als die Liebe zerbricht, entwickelt sich Richard zum Börsen-Guru, der aufgerüttelt durch einen von ihm mitausgelösten Umweltskandal, künftig nur mehr auf grüne Aktien setzt. Er konzentriert sich aufs Wasser, will alles über das Element wissen. Da fällt ihm ein geheimnisvolles Buch über dessen Eigenschaften in die Hände, das ihn in seinen Bann zieht. Die Suche nach der Sprache des Wassers führt Richard nicht nur auf die Spur seines verschollenen Freundes…

Hedi Hummel, geboren 1957, war bis 2020 Redakteurin im ZDF und lebt als freie Autorin im Wiesbadener Westend. Bisher erschienene Romane: „Pluto über Berlin. Eine kriminelle Liebesgeschichte“, 2004, sowie die Nordsee-Krimis „Nachsaison in Duhnen“, 2018 und „Kraniche über Otterndorf“2021.

Leif Randt: „Allegro Pastell“

Poetikdozentur: Junge Autor*innen. Moderation: N.N.

Leif Randt ist der Poetikdozent der Hochschule RheinMain und der Landeshauptstadt Wiesbaden im Jahr 2022/2023.

Leif Randt wurde 1983 in Frankfurt am Main geboren und beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit Literatur, Sprache und Performance. Seine bisherigen vier Romane wurden von Kritik und Publikum gelobt, häufig sieht man ihn in der Tradition der Popliteratur von Autorinnen und Autoren wie Christian Kracht oder Rainald Goetz. Bislang erschienen die Romane: „Leuchtspielhaus“ (2010), „Schimmernder Dunst über CobyCounty“ (2011), „Planet Magnon“ (2015) und „Allegro Pastell“ (2020).
Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, zuletzt erhielt er 2021 den Mörike-Preis der Stadt Fellbach. Ijoma Mangold bezeichnete Leif Randt in seiner Laudatio als Begründer eines radikal neuen Konzeptes von Literatur, das vor allem unter jungen Literaturschaffenden viele Nachahmer finde. Erfolgreich ist Randt auch in den Disziplinen Hörspiel, Drehbuch und Videoproduktion, und gründete darüber hinaus die Online-Plattform Tegel Media. Am 6. Oktober stellt er sich und seinen Roman „Allegro Pastell“ in einer Autorenlesung im Literaturhaus Villa Clementine vor.

 

Copyright für das Foto von Leif Randt: Zuzanna Kaluzna

Lesung mit Musik

Lesung: Armin Nufer - Schlagzeug: Jörg Fischer

Wir stellen drei zeitgenössische südkoreanische Romane vor: „Der Sterbehelfer“ von Young-Ha Kim, „Ich, B und Buch“ von Sagwa Kim und „Weiße Nacht“ von Bae Suah.

Die jungen Protagonistinnen und Protagonisten der drei meisterhaften Romane zwischen Surrealität, Morbidität, Traum und Wirklichkeit verbindet die Suche nach Lebensinhalten, ungewöhnlichen Herausforderungen und der Befreiung von tradierten Lebensmustern. Energiegeladene Literatur, angesiedelt zwischen Murakami, Kerouac und Kafka. (Veranstaltertext)

Weitere Infos unter www.weltladen-wiesbaden.de und www.armin-nufer.de.

EINTRITT: € 12 / erm. € 10. Es gibt eine Abendkasse. Reservierung unter 0173 – 95 79 656 oder armin_nufer@yahoo.de

Hildegard Keller: „WACH AUF / CHICAS“ – zu Alfonsina Storni

Biografie über Alfonsina Storni und ihre Werkausgabe

Wer Hildegard Keller bei Ihrer Performancelesung im Frühjahr mit ihrem Roman über Hannah Arendt im Literaturhaus erlebt hat, wird diese Lesung nicht verpassen wollen. Die Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin stellt die aus dem Tessin stammende Künstlerin Alfonsina Storni (1892-1938) vor. In Buenos Aires ging Storni ihren Weg als Journalistin, Lyrikerin, Erzählerin, Theaterfrau und Dozentin, bis zu ihrem Freitod 1938. Sie ist die berühmteste Schweizer Autorin, die nicht in einer Landessprache schrieb. Jetzt kann man die allermeisten Werke erstmals auf Deutsch lesen. Alfonsina Storni ist eine Entdeckung!

Von 2009 bis 2019 war Hildegard Keller Literaturkritikerin im Fernsehen (Bachmannpreis, ORF/3sat; Literaturclubs SRF/3sat), dann konzentriert sie sich auf das eigene literarische Schreiben («Was wir scheinen», 2021), die Werkausgabe von Alfonsina Storni, ihre Biografie über sie und den Podcast.

 

Textkontor. Die Lesebühne im Literaturhaus

Moderation: Sarah Beicht

Ein Tisch, ein Mikrofon und ganz viel gute Literatur! Die Lesebühne des Literaturhauses Villa Clementine präsentiert Texte aus dem Rhein-Main-Gebiet und bietet literarische Leckerbissen in Lounge-Atmosphäre. Der Andere Salon wird dabei zum Treffpunkt eures Vertrauens, ein Getränkeausschank lädt zum geselligen Austausch und Vernetzen ein.

Jeden Abend lesen drei verschiedene Autorinnen und Autoren, dazwischen gibt es Live-Musik. Das jeweilige Programm gibt es auf der Website des Literaturhauses unter www.wiesbaden.de/literaturhaus oder auf Facebook und Instagram.

Literaturforum

Stewart O'Nan: "Stadt der Geheimnisse" / Ulla Lenze: "Der Empfänger" - Moderation: Rita Thies

Das „Literaturforum“ ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Romane, Novellen oder Erzählungen aus dem Bereich der aktuellen Literatur und des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Es findet auf Initiative des Fördervereins seit vielen Jahren im Literaturhaus statt.

Diesmal hat Moderatorin Rita Thies folgende zwei Titel für die Diskussion ausgewählt:

  • Stewart O’Nan: „Stadt der Geheimnisse“, Roman, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 2020, 221 Seiten (Tb, 12,- Euro)

– Ulla Lenze: „Der Empfänger“, Roman, Klett-Cotta, Stuttgart 2020, 302 Seiten (Hardcover, 22,- Euro)

Weitere Information zu diesen Titeln in Kürze auf dieser Webseite unter „Literaturforum“.

Eine Teilnahme am Literaturforum versteht sich von selbst: Die Bücher sollten gelesen sein.

Poetry Slam – Goethe & Schiller vom Sockel gehauen

Das kuenstlerhaus43 präsentiert Poet*innen im Theater im Palast

Der Saal tobt. Stampfende Füße. Kreischendes Publikum. Wortfetzen fliegen. Denn die Poeten sind los. Poetry Slam ist wie der Sängerkrieg auf der Wartburg war. Nur besser. Moderner. Slammiger.

Regionale und überregionale Dichter & Poetinnen kämpfen um die Goldene Buchstabensuppe. Jeder Poet hat ein Mikrophon, seinen Text und magische 5 Minuten. Da mutieren sprachlose Hausfrauen zu Eloquenzbestien. Schüchterne Milchbubis werden zu schillernden Goethezombies. Und verpeilte Germanisten zündeln am Dynamitfass für ein furioses Feuerwerk der Worte.

Das Publikum ist der Ringrichter. Hebt den Daumen. Senkt ihn. Oder werft ihn gleich den Poeten zum Fraß vor. Denn Poetry-Slam ist Verbal-Blues, Sprach-Impro und eine Orgie des Wortes mit all seinen Facetten. Wer bekommt die Dichterkrone? Es kann nur eine/r auf den Sockel. Du entscheidest…wer!

Gruppentickets buchen, dann sitzt Du mit Deiner Peergroup zusammen: 5 Karten bezahlen und eine gratis dazu!

Einlass: 18.30 Uhr

Eintritt: 20,-/16,-/9,- Euro

Vorverkauf unter www.kuenstlerhaus43.de

Hotline: 0180/6050400

Karen Duve: „Sisi“

Autor*innenlesung. Moderation: Claudia Kramatschek (u.a. WDR, SWR, DLF)

Selbstbewusst und starrköpfig prägte ‚Sisi‘ das 19. Jahrhundert und wurde so zum Mythos. Karen Duve begibt sich auf die Spur der legendären Kaiserin von Österreich bis nach Schloss Gödöllö in Ungarn. Hier kann Elisabeth ihrer größten Leidenschaft nachgehen und sich bei Reitjagden verausgaben. Doch als ihre blutjunge Nichte Marie zu Besuch kommt, scheint das Interesse an der Kaiserin bei Hofe abzuflachen. Marie wird plötzlich zur Konkurrentin, die es schnellstens zu beseitigen gilt.

KAREN DUVE wurde 1961 in Hamburg geboren. Seit 1996 ist sie als freie Schriftstellerin tätig und wurde für ihr Schaffen vielfach ausgezeichnet. So erhielt sie für ihren letzten Roman „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ (2018) etwa den Carl-Amery-Preis, den Düsseldorfer Literaturpreis und den Solothurner Literaturpreis.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses.
Copyright Bild Karen Duve: Kerstin Ahlrichs

Stephanie Zibell: „Hessinnen. 50 Lebenswege“

Autor*innenlesung. Moderation: Viola Bolduan

»Freiheit gibt es nur so lange, wie wir uns in jeder Stunde dafür einsetzen.« Toni Sender

Manche von ihnen waren prominent, andere ganz und gar unbekannt. Die einen konnten ohne öffentliche Aufmerksamkeit nicht leben, manche gerieten ohne ihr Zutun und ohne es zu wollen in die Schlagzeilen. Das Leben dieser Frauen war so unterschiedlich und so vielfältig wie die Orte, in denen sie wohnten und wirkten.
Ungemein lebendig und spannungsreich zeichnet Stephanie Zibell die Lebensgeschichten prägender und engagierter Hessinnen. Mit zum Teil unveröffentlichten Fotografien.

Stephanie Zibell ist Privatdozentin für Politikwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Aktuell von ihr im Marix-Verlag ebenfalls: „Um das Feuer in euch zu entfachen. Bedeutende Worte beeindruckender Frauen“.

 

Copyright für das Foto von Stephanie Zibell: Foto Kathrein

 

Robert Menasse: „Die Erweiterung“

Autorenlesung. Moderation: Carsten Otte (SWR)

Nicht viele große Romane bekommen eine Fortsetzung. Für Robert Menasses „Die Hauptstadt“ ist es fünf Jahre nach Erscheinen soweit: Auf einem albanischen Kreuzfahrtschiff treffen sich Außenminister und Vertreter der EU, Regierungschefs der Balkanstaaten und zwei ehemalige „Blutsbrüder“. Der eine betritt als polnischer Ministerpräsident das Schiff, der andere arbeitet in der EU-Kommission. Auf hoher See kommt es schließlich zum politischen Konflikt, der das europäische Gefüge zum Schwanken bringt wie allzu rauer Wellengang.

ROBERT MENASSE wurde 1954 in Wien geboren und zählt zu den kraftvollsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. 2015 wurde er mit dem Prix du livre européen ausgezeichnet, 2019 wurde ihm die Carl-Zuckmayer-Medaille zugesprochen. Für „Die Hauptstadt“ (2017) erhielt er den Deutschen Buchpreis.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses.
Copyright des Fotos von Robert Menasse bei Rafaela Proell

Read & Beat: „Kitsch & Trash“

Was „Julia“-Romane in der Literatur sind, ist „Fahrstuhlmusik“ im Jazz. Künstlerisch nicht immer wertvoll, aber tausendfach geschrieben, gelesen, gehört, gespielt. Wir präsentieren einen Abend mit den kitschigsten Passagen aus den billigsten Romanheften und unterhaltsamer Trash-Literatur, begleitet von phantasieloser Fahrstuhlmusik, schnulzigen Jazz-Balladen und abgedroschensten Dixi-Jazz-Standards, wie man sie vom Sonntag-Morgen-Jazz-Frühschoppen kennt. Nicht nachdenken und tiefsinnen, sondern lachen, entspannt mitschwingen, Spaß haben oder sich aufregen, je nach Geisteshaltung. Egal: Es wird unterhaltsam und lustig. (Veranstaltertext)

Infos unter www.facebook.com/Borderline.Surfers

VERANSTALTER: Uwe Schollar und Leif Tewes (Borderline Surfers) mit Unterstützung durch das Kulturamt und das Literaturhaus Villa Clementine