Literaturveranstaltungen in Wiesbaden

Sie finden hier im Kalender sowohl Literaturveranstaltungen, die im Literaturhaus Villa Clementine stattfinden, als auch alle weiteren im Stadtgebiet, die uns bekannt werden. Die Veranstaltungen des Fördervereins Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. sind gelb hinterlegt.

Mai

„Der Killer und das Meer“ – Ein Hemingway-Abend

mit dem Leipziger Schauspieler Stefan Senf

Weltreisender und Weltkriegssoldat, harter Mann mit dünner Haut, der Autor mit dem wohl rauesten und knappsten Schreibstil des 20. Jahrhunderts – Ernest Hemingway. Oft weiß man nicht, woher seine Figuren kommen und wohin sie gehen. Man erlebt sie im Augenblick, ob es nun ein alter Fischer auf hoher See ist oder zwei Berufsmörder, die mit erschreckender Kälte ihrer Arbeit nachgehen. Der Leipziger Schauspieler Stefan Senf gibt einigen dieser Momentaufnahmen des Lebens in gemütlicher Atmosphäre in der Buchhandlung Schwarte seine Stimme.

Vorverkauf unter post@buchhandlung-schwarte.de oder Tel. 0611-16 85 09 30

Jan Koneffke: „Im Schatten zweier Sommer“

Autorenlesung in der Reihe "Wiesbaden liest im Frühling"

Im Haus von Schuhmacher Fischler in Wien zieht ein neuer Untermieter ein. Der schüchterne, etwas merkwürdige Student aus Galizien heißt Joseph Roth. Während sich mit Fanny, der Tochter des Hauses, zarte Liebesbande entwickeln, bricht der erste Weltkrieg aus. Erst viele Jahre später, nach der Flucht aus Wien, trifft Fanny ihre einstige Liebe, den inzwischen berühmten Schriftsteller, wieder und im Pariser Exil verbringen sie noch einmal einen gemeinsamen Sommer.

Als Jan Koneffke seine neue Wohnung in der Rembrandtstraße in Wien bezog, hatte er keine Ahnung, dass hier Joseph Roth als junger Student gelebt hatte. Erst dieser Zufall setzte Koneffkes Fantasie in Gang. Er tauchte ein in die Werke und hinterlassenen Briefe Roths, und es entstand dieser berührende Roman.

Vorverkauf in den Buchhandlungen spielen&LESEN (info@spielenundlesen.de) und Vaternahm (buchhandlung-vaternahm@t-online.de) sowie in den unabhängigen Wiesbadener Buchhandlungen
Das Copyright des Fotos liegt bei Isolde Ohlbaum.

Sabine Gramenz: „Ja, das mit der Liebe“ – (Un) sachliche Romanzen

Ein Chanson-Abend anlässlich des 125. Geburtstags und 50. Todesjahrs von Erich Kästner

Erich Kästner – etwas verblüffend mag es für manch einen sein, im Rahmen eines Chanson-Abends diesen Namen zu lesen.

Vielen ist nämlich weniger geläufig, dass der für seine Jugendliteratur bekannte Kästner auch ein erfolgreicher Kabarettautor war. Lassen Sie sich vom Ernsten berühren und vom Heiteren entführen.

Erleben Sie einen ungewöhnlichen musikalischen Abend mit der Sängerin Sabine Gramenz, die den Facettenreichtum der Chansons mit Witz und Raffinesse zum Klingen bringt – am Klavier sekundiert von Malte Kühn, der auch durch das Programm führen wird.

Vorverkauf & Reservierung bei Buch VorOrt unter info@buch-vorort.de, Tel. 0611-542 800 und direkt im Laden

 

„Mein Brecht“ – Rezitationsabend

Moderation: Rita Rosen, Michael Forßbohm

Wählen Sie ein Gedicht oder einen Auszug aus einer Erzählung oder eine Szene aus einem Theaterstück von Bertolt Brecht aus und tragen Sie es selbst vor – Ihnen und anderen zur Freude.

Weitere Infos unter

Fatih Çevikkollu: „Kartonwand“

Autorenlesung & Gespräch, Moderation: Ibrahim Kizilgöz

Alle Arbeitsmigranten kennen sie, denn sie steht symbolisch für den Traum vom baldigen Glück in der Heimat: eine ganze Wand aus Kartons, in denen alles verstaut wurde, was schön und wertvoll war – für das spätere Leben in der Türkei. Willkommen war man in Deutschland nicht, doch was hält man nicht alles aus, wenn es nur von kurzer Dauer ist?

Der bekannte Kabarettist Fatih Çevikkollu beschreibt sein Leben und das seiner türkischen Familie, die Träume und Enttäuschungen seiner Eltern und die gravierenden Spätfolgen vom Lebenskonzept „Gastarbeiter“.

Ibrahim Kizilgöz (u.a. Vorstand Wiesbadener Ausländerbeirat)

Reservierung unter

Jahresmitgliederversammlung des Fördervereins Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V.

Diese Veranstaltung ist mitgliederöffentlich

Die Einladung geht allen Mitgliedern zu.

Unda Hörner: „Solange es eine Heimat gibt. Erika Mann“

Autorinnenlesung

Erika, die älteste Tochter von Katia und Thomas Mann, begleitet die Eltern 1949 nach Jahren des Exils in den USA auf ihrer Europareise. Unda Hörner verwebt die Lebenswege der Manns und die historischen Ereignisse zu einer atmosphärisch dichten Erzählung und entfaltet ein faszinierendes zeitgeschichtliches Panorama bis in die späten 1940er Jahre.

Vorverkauf in den Buchhandlungen Büchergilde (Tel. 0611-40 57 67) und Vaternahm (Tel. 0611-30 12 99)

 

Poetry Slam 43 (f)einkunst

Poetry Slam im Theater im Palast

Er wird immer kultiger! Die Slammenden werden immer mehr zur Legende! Aus kleinen Lichtern werden Szenegrößen! 7 Minuten machen zum Sieger! Ein Mikrofon, ein genialer Text machen unsterblich! Das Publikum entscheidet! Es trägt den Siegenden auf Händen und schleift den Verlierenden zur Bushaltestelle! Emotion pur! Greif nach dem Ticket, solange es noch frisch gedruckt ist!

Eintritt: Kulturunterstützer € 20, Otto-Normalverdiener € 16, ermäßigt € 9 inkl. VVG. VVK an allen bekannten Vorverkaufsstellen, Tel. 0611-172 45 96 oder online unter

Juni

„Franziskus“

Eine WanderPredigt

Der heilige Franziskus, der zwischen Amseln und Rotkehlchen, Ausgestoßenen und Aussätzigen, mit seinem Sonnengesang auf den Lippen die fröhlich machende Botschaft Jesu erzählte. Der Wanderprediger, der den Prunk seines Elternhauses zurückließ und mit seiner „Frau Armut“ die Kirche voller Frohlockung aus dem tiefen Mittelalterschlaf aufschreckte.

Der Schauspieler Christian Klischat (Staatstheater Wiesbaden) hat mit Regisseur Roman Schmitz basierend auf Texten von unter anderem Dario Fo ein Stationenstück entwickelt. Zu Fuß begibt man sich auf einen Parcours durch das Bergkirchenviertel geführt von dem revolutionären Gottesmann, der für seine feurigen und anrührenden Predigten bekannt war. Ein Wandererlebnis der weltlichen und himmlischen Art.

Reservierung unter

„Weggehen. Ankommen.“

Gespräch mit der litauischen Autorin und Philosophin Dalia Staponkuté

„Meine litauischen Aufenthalte veränderten allmählich mein zypriotisches Leben und ich ließ mich auf die ständigen Reisen von einem Ufer meines Lebens zum anderen ein. Das eine Land befreite mich für kurze Zeit vom anderen, und ich glaubte, keine Wahl zu haben. Jahr für Jahr erlernte ich das Leben zwischen zwei Heimaten,“ schreibt Dalia Staponkuté in ihrem Buch „Im Kreis gehen“.

Dalia Staponkuté (geb. 1964) ist eine litauische Schriftstellerin, Philosophin und Übersetzerin von griechischer und englischer Literatur. Sie lebt seit mehr als zwanzig Jahren in Nikosia, Zypern. Sie hat Essays über Übersetzungstheorien, Emigration und Zweisprachigkeit geschrieben. Ihr Essay-Band „Regen contra Sonne“ war 2007 als Buch des Jahres in Litauen nominiert. „Das dritte Land“ wurde 2015 mit dem Preis der Literaturkritiker, der höchsten literarischen Auszeichnung in Litauen, und 2016 mit dem Publikumspreis „Buch des Jahres“ ausgezeichnet.

Anmeldung: Büchergilde Wiesbaden, Tel: 0611 40 57 67

Foto: privat

Moritz Stetter „Das Urteil“ – Franz Kafka – Zum 100. Todestag

Graphic Novel-Lesung

Franz Kafkas Novelle über einen Streit zwischen Vater und Sohn ist weltbekannt und wurde vielfach interpretiert und adaptiert. Nun bearbeitet der Comiczeichner Moritz Stetter „Das Urteil“ und verleiht der Novelle ausdrucksstarke Bilder. Expressiv und mit holzschnittartigem Stil widmet er sich dem Text und illustriert die Geschichte mit zarten Pastellfarben bis hin zur bitteren Dunkelheit.

MORITZ STETTER, geboren 1983, ist freiberuflicher Comiczeichner und Illustrator. Darüber hinaus ist er als Porträtzeichner und Workshopleiter tätig. Schwerpunkte seiner Publikationen bilden biografische und historische Stoffe sowie die visuelle Vermittlung komplexer Sachthemen.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim: https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php
Copyright des Bildes: Casa de Chrisso

Lyrikpreis Orphil

Verleihung & Lesung

Zu Ehren des Wiesbadener Dichters George Konell wird 2024 zum bereits siebten Mal der Lyrikpreis Orphil der Landeshauptstadt Wiesbaden verliehen. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, der Debütpreis mit 2.500 Euro. Vergeben wird der „Orphil“ alle zwei Jahre an Lyrikerinnen oder Lyriker, die mit ihrem Werk Stellung beziehen und sich politischen wie stilistischen Moden zu widersetzen wissen.

Die Jury bilden die Lyrikerin und Moderatorin Carolin Callies, der freie Kritiker Christian Metz sowie die freie Kritikerin Beate Tröger. Der Leiter des Wiesbadener Kulturamts, Jörg-Uwe Funk, wird die  Auszeichnungen überreichen.

Genie und Handwerk

Kreativer Autoren-Workshop. Leitung: Susanne Kronenberg

Genie und Handwerk finden in einem gelungenen Text zueinander. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit beiden Facetten. Wir schreiben kurze Geschichten und gehen der Frage nach, was gutes Schreiben ausmacht. Was verbessert einen Text? Worauf kommt es bei der Erzählperspektive an? Was zeichnet den Schriftsteller aus? Mit langjähriger Erfahrung als Autorin von Fachbüchern, Kurzgeschichten und Kriminalromanen gibt Susanne Kronenberg einen Einstieg in das Handwerk des Schreibens. Der Workshop ist für jeden geeignet, der Freude am Schreiben hat und sich Anregungen für das Schreiben mitnehmen möchte.

Anmeldung erforderlich bei der vhs Wiesbaden, www.vhs-wiesbaden.de; anmeldung@vhs-wiesbaden.de oder Tel. 0611-98890

 

„Die Sommerhäuser der Dichter“

Autorenlesung: Thomas Lardon

Wer träumt nicht von diesem besonderen Ort der Ruhe und Inspiration? Dem Haus am Meer, dem Chalet in den Bergen – oder einfach nur dem stillen Holzhaus im eigenen Garten? Wie unterschiedlich die Vorstellungen von einem Sommerhaus sind, zeigen diese facettenreichen Porträts von der Wahl verschiedener Künstler*innen, so sie ihre Sommer hatten verbringen wollen. Lassen Sie sich in der Lesung aus Lesung aus „Die Sommerhäuser der Dichter. Wo die schönste Zeit des Jahres verbracht wurde“ entführen in die Ferienhäuser von u.a. Anton Tschechow, Patti Smith, Dietrich Bonhoeffer, Jean Cocteau, Virginia Woolf und Friedrich Schiller.

Thomas Lardon ist seit vierzig Jahren als Autor, Herausgeber und Unternehmer im Verlags- und Kunstbereich tätig. Sein Sommerschreibtisch steht übrigens an der Ostsee im historischen Künstlerort Ahrenshoop.

Karten über die Buchhandlungen von Wiesbaden liest, https://wiesbaden-liest.com

Foto: Verlagshaus Römerweg

„Crazy Horse“

Autorenlesung: Till Hein

Anmutige Tänzer, Meister der Tarnung und romantische Liebende, doch auch schwerhörige Vielfraße, launische Griesgrame und langsame Faulpelze: All das und mehr sind Seepferdchen. Man findet die kleinen Fische nicht nur in Seegraswiesen und Mangrovenwäldern, sondern ebenso im Schachspiel und in griechischen Sagen – und  in Gedichten von Joachim Ringelnatz.

Was macht sie trotz ihrer Trägheit zu erstklassigen Jägern, warum ist ein Hirnareal nach ihnen benannt, wie können sie uns helfen, besser zu schlafen, und sogar die Robotik inspirieren? Unterhaltsam und informativ erzählt Till Hein von kuriosen Erkenntnissen der aktuellen Forschung, geht Mythen auf den Grund und lüftet so Geheimnisse über die verrückten Pferde der See.

Till Hein, 1969 geboren, studierte in Basel Geschichte, Germanistik und Russisch. Als Wissenschaftsjournalist arbeitet er in Berlin. Und nebenbei: Er ist ein großer Freund der Fische …

Karten über die Buchhandlungen von Wiesbaden liest, https://wiesbaden-liest.com

Foto: Mathias Bothor

 

 

 

 

Dana von Suffrin: „Nochmal von vorne“

Autorinnenlesung & Gespräch. Moderation: Jörg Armbrüster

Rosas Leben ist im Wandel: Der Tod ihres Vaters und die Auflösung seiner Wohnung wirbeln längst festgesetzten Staub auf. Denn die Geschichte der Familie Jeruscher lässt sich nicht geradlinig erzählen, sondern verläuft kreuz und quer zwischen München und Tel Aviv. Auf einmal ist alles wieder da und Rosa muss ihre ganze Kraft daransetzen, die einzelnen Fäden nicht zu verlieren. Kraftvoll und schwarzhumorig erzählt Dana von Suffrin von einer deutsch-jüdischen Familie, in der ein ganzes Jahrhundert voller Gewalt und Vertreibung nachwirkt und von zwei ungleichen Schwestern, die mehr teilen als nur gemeinsame Erinnerungen.

Dana von Suffrin, geboren 1985 in München, ist Schriftstellerin und Historikerin. Ihr Romandebüt „Otto“ wurde unter anderem mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis, dem Ernst Hoferichter-Preis sowie dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises ausgezeichnet.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim: https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php 
Das Copyright des Fotos der Autorin liegt bei Tara Wolff.

Klassiker in der Villa

Buchhändler*innen von "Wiesbaden liest" stellen ihre Literatur-Klassiker vor

Klassiker sind keine historischen Artefakte, sondern können hochaktuell und voll zeitloser, universeller Themen sein, meinen die Wiesbadener Buchhändler*innen und stellen in ihrer Veranstaltung Fragen, wie: Welche Bücher begleiten uns durchs Leben? Zu welchem Buch greifen wir immer mal wieder? Welcher Roman-Figur hat uns beeinflusst?

Sie stellen an diesem Abend ihre Klassiker vor und sprechen darüber, warum sie für sie „Lebensbücher“ geworden sind und fragen das Publikum, welche Bücher es durchs Leben begleitet haben und freuen sich auf regen Austausch.

Karten über die Buchhandlungen von Wiesbaden liest, https://wiesbaden-liest.com

„Blumen und Brandsätze“

Autorenlesung & Gespräch: Klaus Neumann

Klaus Neumann setzt sich in seinem Buch „Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte, 1989-2023“ mit der Thematik von Flucht und Migration in Deutschland seit dem Mauerfall auseinander. Sein Buch bietet nicht nur historische Rückblicke, sondern fordert auch eine fundierte Diskussion über die Aufnahme von Schutzsuchenden in der Gegenwart. Der Autor betont die Notwendigkeit einer umfassenden Debatte über die Aufnahme von Schutzsuchenden.

Klaus Neumann ist Historiker und Kulturwissenschaftler. Er zog 1985 nach Australien, um dort mit einer Arbeit über Geschichte und Geschichten in Papua-Neuguinea zu promovieren, und war bis vor Kurzem Professor für Geschichte in Melbourne. Seit 2018 arbeitet er für die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur.

Anmeldung: Büchergilde Wiesbaden, Tel: 0611 40 57 67

Foto: privat

„Ich wäre gern ein Baum“

Gespräch mit Kinderbuch-Autorin Andrea Hensgen

Ein großer Baum, der fest verwurzelt in der Erde steht, der lebendig ist und so stark, dass er Schutz bietet für viele: für die Nester der Vögel, die Mäusefamilie in der Erde unter ihm, für das Baumhaus des Bruders. Andrea Hensgen spinnt in ihrem Bilderbuch „Ich wäre gern ein Baum“ den Traum eines Kindes aus, das nicht bleiben darf, wo es zu Hause war (Illustrationen: Hannah Brückner). Das mit der Familie aufbrechen muss zu einem Ort, den es nicht kennt. Hannah Brückner setzt die Sehnsucht um in lichte Bilder, die Hoffnung verbinden mit dem Verwurzeln an einem neuen Ort.

Andrea Hensgen wuchs in Nennig an der Mosel auf. Nach dem Schulbesuch studierte sie Sprach- und Literaturwissenschaft, Politologie und Soziologie und arbeitete bis 1994 als Dozentin für Literaturwissenschaft. Seitdem lebt sie als freischaffende Autorin. 2011 erhielt sie das „Vilnius“- Stipendium des Hessischen Literaturrats.

Foto: privat

Textkontor

Die Lesebühne im Literaturhaus. Moderation: Sarah Beicht

Ein Tisch, ein Mikrofon und ganz viel gute Literatur! Die Lesebühne des Literaturhauses Villa Clementine präsentiert Texte aus dem Rhein-Main-Gebiet und bietet literarische Leckerbissen in Lounge-Atmosphäre. Der Andere Salon wird dabei zum Treffpunkt eures Vertrauens, ein Getränkeausschank lädt zum geselligen Austausch und Vernetzen ein.

Jeden Abend lesen drei verschiedene Autorinnen und Autoren, dazwischen gibt es Live-Musik. Das jeweilige Programm gibt es auf der Website des Literaturhauses unter www.wiesbaden.de/ literaturhaus oder auf Facebook und Instagram.

19. bis 23.6.2024 „Ins Offene – Die Fiktion fürchtet nichts“

Wiesbadens großes Open-Air-Literaturfestival im Burggarten der Burg Sonnenberg

Freuen Sie sich mit uns auf das Wiesbadener Literaturfestival mit herausragenden und furchtlosen Open-Air-Lesungen im Burggarten der Burg Sonnenberg, das in diesem Jahr vom 19. bis zum 23. Juni 2024 stattfindet. Unter dem Motto „Ins Offene – Die Fiktion fürchtet nichts!“ organisiert der Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. nun schon zum vierten Mal in Kooperation mit vielen Kulturpartner*innen das fünftägige Literaturspektakel in entspannter Atmosphäre. Dabei sind: Der Wiesbadener Presseclub, die unabhängigen Buchhändler*innen, Litprom e.V., die Büchergilde, das Verlagshaus Römerweg, die Wiesbaden Stiftung, das frauen museum wiesbaden, das exground filmfest, der Partnerschaftsverein Wiesbaden – San Sebastián u.v.a.m.

„Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“ – Wer könnte unser Literaturfestival 2024 im Burggarten der Burg Sonnenberg besser eröffnen als die israelische Autorin Lizzie Doron? Erleben Sie die Autorin, die sich furchtlos mit ihren Büchern Hass und Gewalt entgegenstellt, zum Auftakt selbst.

So haben wir auch diesmal zahlreiche Autor*innen eingeladen, die der Realität furchtlos mit Fiktionen begegnen. Mit dabei sind u.a. Alex Capus, John von Düffel, Viktor Funk, Özge Ínan, Wolf von Lojewski, Veronika Peters, Hans Pleschinski, Dorothee Riese, Alissa Walser, Stefanie Zibell und unser Gast aus der Partnerstadt San Sebastián, Beñat Sarasola. Zumeist leihen Schauspieler*innen und Schauspieler den Texten zur Lesung ihre Stimme – sie sind im Programmheft, das in 8000er Auflage in Wiesbaden und der Region verteilt wird, alle vorgestellt. Auch die Intendantinnen in spe am Staatstheater Wiesbaden Dorothea Hartmann und Beate Heine sind dabei. Und, und, und… – Sie können Verleger*innen und Buchhändlerinnen treffen, an Büchertischen neue Lektürelieblinge finden und zwischendurch bei Kaffee, Kuchen, Wein etc. entspannen. Am Samstagabend können Sie sogar ein Verrophon hören.

Kommen Sie doch einfach einmal vorbei und schauen und hören Sie sich um. Alle Veranstaltungen sind weiterhin eintrittsfrei. Damit dies möglich ist, arbeiten viele Menschen ehrenamtlich, zudem sammeln wir auch auf dem Festival Spenden.

 

Festivaleröffnung mit Lizzie Doron: „Sweet Occupation“ & „Nur nicht zu den Löwen“

Lesung & Autorinnengespräch auf Deutsch & Englisch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Die Fiktion fürchtet nichts: Mit zwei Romanen der israelischen Autorin Lizzie Doron, „Sweet Occupation“ und „Nur nicht zu den Löwen“, wird das Literaturfestival 2024 eröffnet. Lizzie Doron wird als Gast der Eröffnungslesung die beiden Titel aus ihrem umfangreichen Werk in einem zweisprachigen Gespräch und einer deutschsprachigen Lesung mit der Schauspielerin Franziska Geyer vorstellen.

„Sweet Occupation“

„Sieh deinen Feind an, und er hört auf, dein Feind zu sein“ ist ein Zitat aus dem ergreifenden Plädoyer für eine Politik der Umkehr im Nahen Osten. Fünf Männer gründen nach ihrer Gefängnisstrafe eine Friedenskämpfer-Bewegung: Die ehemaligen palästinensischen Terroristen Muhammad, Suleiman und Jamil aus den besetzten Gebieten sowie die israelischen Refuseniks Chen und Amil, die den Dienst an der Waffe verweigert hatten. Lizzie Doron hat diese Männer getroffen und ihren Kindheitserinnerungen ein Jahr lang zugehört. Sie lernte ihre Träume und Ängste kennen, auch den Moment, als sie anderen das Leben nahmen. Entstanden ist ein berührendes Dokument über einst Radikale, die dem sinnlosen Hass eine neue Perspektive entgegensetzen.

Das Buch ist 2017 erschienen; übersetzt von Mirjam Pressler. Ausgezeichnet mit dem Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung.

„Nur nicht zu den Löwen“

Tag für Tag steht die alternde Rivi Greenfeld am Fenster ihrer Wohnung in Tel Aviv und beobachtet das Treiben der Menschen auf der Straße. Doch jetzt will eine junge Unternehmerin das Haus abreißen lassen. Rivi soll den Ort verlassen, der ihr ganzes Leben, alle ihre Erinnerungen birgt. Rivi kämpft, doch als aller Widerstand zwecklos wird, schreibt sie in Mails und WhatApp-Nachrichten den Menschen, die ihr etwas bedeutet haben. Wir erfahren, wie ihr, der früher schönen Frau, mächtige Männer des Landes verfallen waren, viele andere sie benutzten – und sie am Ende ihres Lebens doch allein ist. Es ist eine Geschichte, die nach dem Hamas-Angriff und dem derzeitigen Krieg auch die Verletzbarkeit Israels aufzeigt und nach der Rolle des Landes und Zukunft seiner Werte fragt.

Erschienen im September 2023; übersetzt von Markus Lemke.

Lizzie Doron, 1953 in Tel Aviv geboren, ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Israels. 2019 war sie Gastprofessorin für Weltliteratur an der Universität Bern. Lizzie Doron lebt in Tel Aviv und Berlin.

Es liest: Franziska Geyer / Moderation: Stefan Schröder

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Wiesbadener Presseclub.

 

Eröffnungsfest: 

Im Anschluss an die Lesung laden wir Sie ein, die Eröffnung des fünftägigen Festivals gemeinsam zu feiern und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Büchertische bieten Gelegenheit zum Stöbern, zudem erwartet Sie ein musikalischer Hochgenuss:

Es spielt das Wiesbadener Blechbläserquartett unter der Leitung von Joachim Tobschall mit Ludwig Dilchert (Trompete), Patrick Buchroth (Trompete), Claudia Noppe (Posaune) und Joachim Tobschall (Blechpasaune).

 

Das Copyright des Bildes von Lizzie Doron liegt bei Dirk Skiba.

Literaturforum: „1948“ von Yoram Kaniuk

Einladung zum Leser*innengespräch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Als er in den Krieg zieht, hat er noch nie einen Toten gesehen. Siebzehnjährig nimmt Yoram Kaniuk an einem Kinderkreuzzug teil, der die Gründung eines Staates für die Juden zum Ziel hat. Doch niemand weiß, wie das geht: einen Staat gründen. Die Soldaten sind schlecht ausgebildet, auf beiden Seiten sterben die Kämpfer wie die Fliegen. Jahrzehnte später erst vermag Kaniuk (1930-2013), über seine Erfahrungen von 1948 zu schreiben. Ein großer, bewegender Roman über die Gründung Israels.

Das Literaturforum ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Titel aus dem Bereich der aktuellen Literatur oder des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Normalerweise finden die Treffen im Café des Literaturhauses Villa Clementine statt und es werden zwei Titel werden aufgerufen. Aus Zeitgründen ist das auf dem Festival nicht möglich. – Ein Hinweis versteht sich von selbst: Wer mitreden will, sollte das Buch gelesen haben.

Moderation: Rita Thies

Lesung aus „Schwarzlicht“ von María Gainza

Eine Hochstaplergeschichte aus Argentinien

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Origineller als das Original? Eine Hochstaplergeschichte aus Buenos Aires und in den Hauptrollen eine rätselhafte geniale Künstlerin ohne Werk, eine Bande melancholischer Fälscher und eine Erzählerin auf der Suche nach der Wahrheit. María beginnt als junge Frau für die beste Kunstgutachterin des Landes zu arbeiten. Enriqueta Macedo lehrt sie, wie sich Kunstfälschungen enttarnen lassen und weiht sie in ein Geheimnis ein: Als Teil einer Bande erklärt Enriqueta seit Jahren Fakes zu Originalen. Die Betrüger kreisen um eine mysteriöse Meisterfälscherin, deren Spuren María folgt. Mit Witz entführt die Argentinierin María Gainza in ein Spiegelkabinett voller spleeniger Figuren und unwahrscheinlich schöner Geschichten: Denn was ist origineller als eine echt gute Fälschung?

Marcella Melien stellt den mehrfach ausgezeichneten Roman der argentinischen Schriftstellerin und Kunstkritikerin María Gainza vor.

Es liest: Katalyn Hühnerfeld / Moderation: Marcella Melien

 Eine Veranstaltung in Kooperation mit Litprom e.V.

 

John von Düffel: „Goethe ruft an“

Autorenlesung & -gespräch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Es gibt zwei Sorten von Schriftstellern: die strahlenden Zauberer und die erfolglosen Zweifler. Der Erzähler in John von Düffels Roman von 2011 gehört zweifellos zu den Erfolglosen. Doch er hat einen Förderer: Goethe. Der heißt natürlich nicht wirklich so – ist aber ein Klassiker zu Lebzeiten, der den Freund überredet, ihn bei einer Veranstaltung zu vertreten: Die Assistentin bringe ihm einen Ordner, der alles enthalte, was zum erfolgreichen Schreiben nötig sei. So kommt der Erzähler in den Besitz der Goethe-Formel und lernt Frau Eckermann kennen. Sind Formel und Frau bei ihm in guten Händen? „Goethe ruft an“ erzählt die ebenso rasante wie charmante Jagd nach dem Geheimnis des Erfolgs.

John von Düffel, Jg. 1966, arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Seit 1998 veröffentlicht er Romane, Erzählungsbände sowie essayistische Texte. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem aspekte-Literaturpreis. 2025 wird er Intendant in Bamberg.

Moderation: Dagmar Borrmann

 

Dorothea Hartmann & Beate Heine: „Bühnenreif – Literatur, auch zum Spielen“

Die Intendantinnen in spe des Wiesbadener Staatstheaters

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Die neuen Wiesbadener Intendantinnen haben für diese Lesung Bücher ausgesucht, die Ihnen wichtig sind und vielleicht auch einmal eine theatrale Umsetzung auf der Bühne erfahren könnten. Ihre Auswahl besteht aus jeweils zwei, recht aktuellen Romanen ganz unterschiedlicher Thematik. Beate Heine und Dorothea Hartmann werden im Gespräch ihre Wahl erklären. Aus den vier Büchern werden beispielhafte Passagen von einer Schauspielerin, einem Schauspieler gelesen. Welche Bücher es sein werden, bleibt eine Überraschung.

Beate Heine und Dorothea Hartmann werden von der Spielzeit 2024/2025 an in künstlerischer Doppelspitze die Intendanz des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden übernehmen. Beate Heine war zuvor Chefdramaturgin und Stellvertretende Intendantin am Deutschen Schauspielhaus Hamburg; Dorothea Hartmann gehörte als  Stellvertretende Chefdramaturgin und Künstlerische Leiterin der experimentellen Spielstätte „Tischlerei“ zum Leitungsteam der Deutschen Oper Berlin.

Es lesen: Eva-Maria Damasko und Andreas Mach

Moderation: Viola Bolduan

 

Stephanie Zibell: „Eine Villa in Wiesbaden“

Lesung & Autorinnengespräch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Was verbindet den 1866 geborenen Jugendstilkünstler Hans Christiansen und seine jüdi- sche Ehefrau Claire mit Klaus Lehnert, einem hundert Jahre später gefassten Kindermör- der? Ganz einfach: Sie wohnten in Wiesbaden, Wilhelmstraße 17. Ihre Geschichten – und weitere Schicksale, die hinter der schmucken Fassade dieser Villa ihren Lauf genommen haben (oder haben könnten) – hat die Wiesbadener Historikerin Stephanie Zibell raffiniert mit anderen Ereignissen aus der Stadt- und Zeitgeschichte verwoben. So entsteht aus vielen einzelnen Porträts ein spannender bunter Bogen vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit am Beispiel der Bewohner*innen eines Hauses an der Rue.

Stephanie Zibell, Jg. 1966, ist promovierte und habilitierte Politikwissenschaftlerin und Publizistin. Sie arbeitete als Lehrbeauftragte am Institut für Politikwissenschaft sowie am Historischen Seminar an der Mainzer Universität. In vielen Beiträgen setzt sie sich mit regionaler Zeitgeschichte auseinander. 2019 erschien das Buch „Hessinnen. 50 Lebenswege“, 2022 „Um das Feuer in Euch zu entfachen. Bedeutende Worte beeindruckender Frauen“.

Es liest: Ulrich Cyran / Moderation: Viola Bolduan

 

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Foto Kathrein.

Özge Ínan: „Natürlich kann man hier nicht leben“

Lesung & Autorinnengespräch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Am liebsten will Nilay Berlin sofort verlassen und nach Istanbul. Seit Wochen verfolgt sie mit ihren Eltern die Nachrichten vom Taksim-Platz: die Bilder der Proteste, die Rufe nach Freiheit. Selim und Hülya sind verzweifelt. Sie waren Kinder in den Straßen Izmirs, bis es im September 1980 zum Putsch kam. Es folgten Jahre der Willkür, doch sie glaubten an eine gemeinsame Zukunft in ihrer Heimat schließlich und fanden Wege des Widerstands. Dreißig Jahre später zieht es ihre Tochter in das Land, das sie verlassen haben, in der Hoffnung, anderswo frei zu sein.

Mit großer Dringlichkeit erzählt die Autorin die Geschichte einer Familie, die nicht aufgibt. Eine Geschichte, die teilnehmen lässt an Kämpfen und Debatten, an Hoffnungen und Ängsten.

Özge İnan, geboren 1997 in Berlin. Während ihres Jurastudiums postete sie politische Kleinstbotschaften auf Twitter. Es folgten eine Kolumne für Mission Lifeline und die Mitarbeit beim ZDF Magazin Royale. Inzwischen arbeitet sie als Redakteurin für den ‚Freitag‘ in Berlin. »Natürlich kann man hier nicht leben« ist ihr erster Roman.

Es liest: Ipek Bayraktar / Moderation: Ann-Christin Hornberger

Viktor Funk: „Wir verstehen nicht, was geschieht“

Lesung & Autorengespräch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Lew und Swetlana haben ein Leben gelebt, das im Nachhinein unmöglich erscheint. Eine Revolution, zwei Terrorregime – danach eine lange, erfüllte Beziehung. Ein junger Historiker aus Deutschland, Alexander List, sucht den betagten Lew in Moskau auf. Er will ihn interviewen und mehr über Menschen erfahren, die den Gulag überlebt haben. „Wir verstehen nicht, was geschieht“ folgt den Spuren realer Personen. Im Zentrum steht dabei der Physiker Lew Mischenko. Dieser möchte Alexander einen Koffer voller Briefe aus der Zeit seiner Gefangenschaft im Gulag überlassen. Unter einer Bedingung: Der Historiker soll ihm helfen, nach Petschora zu reisen – zum Ort seiner Haft, wo ein alter Freund auf ihn wartet.

 Viktor Funk, geboren 1978 in der Sowjetunion (Kasachstan), kam als Kind 1990 nach Deutschland. Er studierte Geschichte, Politik und Soziologie und war als Politikredakteur mit dem Schwerpunkt Russland bei der Frankfurter Rundschau tätig. Seit November 2022 arbeitet er für das digitale Medienhaus Table.Media.Funk lebt in Frankfurt am Main.

Es liest: Andreas Mach / Moderation: Armin Conrad

 

Das Copyright des Autorenfotos liegt bei Peter Jülich.

Wolf von Lojewski: „Die Treppe“

Lesung & Autorengespräch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Ein paar Schritte von seinem Wohnhaus entfernt, steht eine Treppe, die nirgendwo hinführt. Da muss doch einmal etwas gewesen sein?, fragt sich das Autoren-Ich in Wolf von Lojewskis  Roman „Die Treppe“, dessen Untertitel „Ein Sommernachtstraum“ auf das fantastische Abenteuer einer Nacht hinweist, wie der Erzähler plötzlich in die Fänge eines Computerspiels gerät, das versucht, die Vergangenheit zu verbessern. Ein Schloss mit der Geschichte seiner früheren Besitzer taucht wieder auf mit der Frage, wer verantwortlich ist, dass diese Geschichten kein gutes Ende fanden. Das Buch entzückt, indem der Autor die Stufen seiner Treppe mit durchgehend einnehmender Selbstironie heraufsteigt.

Wolf von Lojewski ist vielfach ausgezeichneter Journalist als Moderator der „Tagesthemen“ (ARD) und des „heute-journals“ (ZDF), Dokumentarfilmer und Sachbuchautor. Er lebt in der Nähe von Wiesbaden.

Es liest: Uwe Kraus / Moderation: Viola Bolduan

Veronika Peters: „Nackt war ich am schönsten“

Lesung & Autorinnengespräch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Antonia Bachmann, genannt Toni, kehrt nach vielen Jahren in ihr oberhessisches Heimatdorf Lindbach zurück. Sie hat das alte Haus ihrer Mutter geerbt, das sie so schnell wie möglich loswerden will. Bis diese mysteriöse Greisin auftaucht, die sich im Gartenatelier eingerichtet und offensichtlich auf Toni gewartet hat. Sie stellt sich als Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven vor: Dada-Künstlerin, 1874 in Swinemünde geboren, 1927 in Paris verstorben, spurlos verschwunden und vergessen. Welche Bedeutung hat die ‚Rückkehr‘ der einstigen „Baroness of Madness“, deren Kunst schon vor mehr als hundert Jahren heftige Debatten über weibliche Sexualität und männliche Kontrolle auslöste?

Veronika Peters, Jg. 1966, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und Afrika. Mit Anfang zwanzig trat sie in eine Benediktinerinnen-Abtei ein. Seit 2000 lebt sie als freie Autorin in Berlin. Veronika Peters ist verheiratet mit dem Schriftsteller Christoph Peters.

Es liest: Lina Habicht / Moderation: Corinna Freudig

 

Alex Capus: „Das kleine Haus am Sonnenhang“

Autorenlesung & -gespräch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Alex Capus erzählt eine persönliche Geschichte über die Liebe zur Literatur und ein Leben im Einklang mit sich selbst. Es sind die neunziger Jahre in Italien. In den Kneipen wird geraucht, an den Tankstellen wird man bedient. Alex Capus bezieht ein einsam stehendes Steinhaus am Sonnenhang eines Weinbergs. Er sucht die Einsamkeit, um an seinem ersten Roman zu schreiben und fragt: Wie findet man Zufriedenheit im Leben? Warum stets eine neue Pizza ausprobieren, wenn doch die gewohnte Pizza Fiorentina völlig in Ordnung ist?

Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten (Schweiz). Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Reportagen. Für sein literarisches Schaffen wurde er vielfach ausgezeichnet.

Moderation: Jutta Leimbert

 Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung Vaternahm.

Hans Pleschinski: „Der Flakon“

Lesung & Autorengespräch

Literaturfestival: „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Im August 1756 überfällt Friedrich der Große ohne Kriegserklärung Sachsen. Vor der hoch gerüsteten preußischen Armee setzt sich Friedrich August, Herrscher über Sachsen und Polen, zusammen mit seinem Premierminister Heinrich von Brühl nach Warschau ab. Aber Reichsgräfin von Brühl, die in Dresden geblieben ist, kapituliert nicht, während das Land geplündert wird. Sie schmiedet einen Plan … In seinem neuen, ebenso unterhaltsamen wie kenntnisreichen Roman erzählt Hans Pleschinski von einem wenig bekannten Ereignis in der deutschen Geschichte und von heimlichen Heldinnen.

Hans Pleschinski lebt als freier Autor in München. Er veröffentlichte u. a. die Romane „Ludwigshöhe“ (2008), „Königsallee“ (2013), der ein Bestseller wurde, „Wiesenstein” (2018) und „Am Götterbaum” (2021). Für seine Bücher ist der Autor vielfach ausgezeichnet worden.

Es liest: Hanns Jörg Krumpholz / Moderation: Marita Hübinger

Alissa Walser: „Am Anfang war die Nacht Musik“

Lesung & Autorinnengespräch mit musikalischer Begleitung auf dem Verrophon

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Wien, 1777. Franz Anton Mesmer, der wohl berühmteste Arzt seiner Zeit, soll das Wunderkind Maria Theresia Paradis heilen, eine blinde Pianistin und Sängerin. In ihrer musikalischen Sprache nimmt Alissa Walser uns mit auf eine literarische Reise. Ein Roman über Krankheit und Gesundheit, über Musik und Wissenschaft, über die fünf Sinne, über Männer und Frauen oder ganz einfach über das Menschsein. Zwei Menschen begegnen sich. Arzt und Patientin. Neben vielen Unterschieden gibt es auch Verbindendes: Die Musik ist ihnen das Höchste. Die beiden Protagonisten fühlen einer Romantik entgegen, in der Sprache auch irrational sein darf und leiden doch am Unvermögen, Gedanken und Empfindungen auszudrücken. Die Autorin reizte der Blick auf das, was der Welt genommen wurde: Das Stumme, das Blinde und alles, was nicht zu erklären ist.

Alissa Walser arbeitet als Schriftstellerin, Übersetzerin und bildende Künstlerin. Sie lebt bei Frankfurt a.M. Seit 1984 zeigt sie ihre Werke in Ausstellungen; seit 1990 publiziert sie Theaterstücke und Prosa; der Roman „Am Anfang war die Nacht Musik“ erschien 2010 und wurde unter dem Titel „Licht“ verfilmt.

Musikalische Begleitung zum Roman

 Im Roman über Franz Messmer will der berühmte Arzt im Wien des späten 18.Jahrhunderts das Wunderkind Maria Theresia von Paradis, die blinde Pianistin und Sängerin, mit Hilfe des Magnetismus heilen. Zur musikalischen Balance soll die moderierte Lesung mit einer ganz besonderen Musik begleitet werden. Und dafür erscheint das Verrophon genau das richtige Instrument zu sein. Denn das Verrophon – eine moderne Form der Glasharfe – ist ein außergewöhnliches Instrument mit einem einzigartigen, märchenhaften Klangcharakter.

Andrés Bertomeu ist einer von ganz wenigen Musikern weltweit, die dieses seltene Instrument professionell spielen. Der Vollblutmusiker mit spanisch-ungarischen Wurzeln hat als Schlagzeuger mit vielen namhaften Orchestern gespielt und mit seiner Band „The Flames“ mit „Everytime“ einen Top-Ten-Hit gelandet, bevor er seine Leidenschaft für die gläsernen Klänge entdeckt hat. Die renommiertesten Opernhäuser greifen ebenso auf seine Dienste zurück wie die Macher des britischen Percussion-Events STOMP.

Es liest: Eva-Maria Damasko / Moderation: Christoph Nielbock

Lesefreuden beim Sonntagsfrühstück

Die besten Buchempfehlungen Wiesbadener Buchhändler*innen

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Buchhändler*innen in der Stadt lesen viel, um ihrer Kundschaft Empfehlungen geben zu können. Wir fragen nun nicht, wann sie es tun, sondern freuen uns, wenn sie ihre eigenen Lieblingsbücher auf dem Festival vorstellen. Und damit der sonntägliche Auftakt dieses  Abschlusstages ein entspannter und kräftigender werden möge, ruft seine Frühstückszeit gerade danach, eigene Körbe, gefüllt mit tageszeitpassendem Inhalt an Nahrung und Getränk für Geist und Körper mitzubringen. An der Festivaltheke wird es begleitend genügend Kaffee und – wer mag – auch Kuchen geben. Und wem hören wir zu?

Buchempfehlungen von: Christopher Deyer (Buch-Café Nero 39), Jutta Leimbert (Buchhandlung Vaternahm), Vera Anna (Buch VorOrt), Gudrun Olbert (Büchergilde Wiesbaden), Elke Deichmann (Buchhandlung spielen & LESEN) und Vanessa Engeln (Schwarte Buch & Café).

Es liest: Patrick Twinem / Moderation: Armin Conrad

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit inhabergeführten Wiesbadener Buchhandlungen.

 

Das Copyright des Beitragbilds liegt bei Patrick Bäuml.

Suppenlesung: Kurt Tucholsky

"Schloss Gripsholm" & "Rheinsberg"

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Wie nähern Schriftsteller sich dem Ereignis der Liebe? Kurt Tucholsky tut es in verspielt melancholischer Leichtigkeit in den Erzählungen „Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte“ und „Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte“. „Rheinsberg“ ist Tucholskys Debüt und wurde als literarische Idylle, in der sich sein verliebtes Pärchen befindet, ein großer Publikumserfolg. In „Schloss Gripsholm“ kommt Tucholsky der Aufforderung seines Verlegers Rowohlt nach, eine „leichte Liebesgeschichte“ zu schreiben. Der Ich-Erzähler verbringt daraufhin Urlaub mit seiner „Prinzessin“ Lydia in Schweden, mietet sich im Schloss Gripsholm ein und verbringt mit Lydia und deren Freundin eine Nacht zu dritt …

Kurt Tucholsky, geb. 1890 in Berlin, arbeitete als Lyriker, Prosaist, Kunstkritiker und Journalist. 1930 emigrierte er nach Schweden. 1933 verbrannten die Nationalsozialisten seine Bücher. Er starb 1935.

Hinweis: Für alle, die mögen, sind eine leckere Suppe, Brot & Buch zusammen zu einem Sonderpreis von 12 Euro zu erstehen. Der Eintritt ist selbstverständlich wie bei allen Festivalveranstaltungen frei.

Es liest: Mario Krichbaum / Moderation: Arno Goßmann

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verlagshaus Römerweg (Wiesbaden).

„Gestrandet“ – Lesung aus Youssouf Amine Elalamys Roman mit 5 Schauspieler*innen

Im Gespräch mit der Verlegerin Donata Kinzelbach

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Zwölf Männer und eine Frau machen sich auf den Weg, illegal in einem Boot von Marokko nach Spanien zu gelangen. Sie alle tragen ihre je eigenen Hoffnungen mit sich ins Land der Verheißung. Ein Schiffsbruch macht sie alle zunichte. Wie in einem antiken Chor lässt der Autor die einzelnen Stimmen auftreten und ihr Schicksal, ihre Illusionen und Niederlagen in oft atemloser Heftigkeit vortragen. Der Autor will dem Drama „durch die Literatur eine menschliche Dimension geben“. Das Buch ist ausgezeichnet mit dem Prix Grand Atlas Maroc. Auf dem Literaturfestival wird es vorgestellt in Vorausschau auf den Themenschwerpunkt „Flucht und Vertreibung“ des exground filmfest (15.-24.11.24).

Youssouf Amine Elalamy (*1961) gilt als neuer Star der marokkanischen Literatur. Studienaufenthalte in Frankreich und den USA verarbeitet er in preisgekrönten Werken. Heute lehrt er Stilkunst und Medienkunde an der Universität von Kenitra.

Donata Kinzelbach: Der Kinzelbach Verlag in Mainz (gegründet 1987) ist spezialisiert auf die Literatur der Maghrebstaaten in deutscher Erstübersetzung. 2008 wurde der Verlegerin für ihr Engagement des Brückenbauens zwischen Kulturen das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Es lesen: Pascal Fey, Mario Krichbaum, Hanns Jörg Krumpholz, Grit Schade, Patrick Twinem / Moderation: Jutta Szostak

Veranstaltung in Kooperation mit dem exground filmfest.

Dorothee Riese: „Wir sind hier für die Stille“

Lesung & Autorinnengespräch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Die Geschichte einer Kindheit als soziales Experiment: Anfang der 1990er Jahre wandert die fast sechsjährige Judith mit ihren Eltern von Deutschland nach Rumänien aus. Ihr Ziel ist ein abgelegenes Dorf in Transsilvanien am Rande der Karpaten. Mit wachem Blick erkundet sie den Ort, seine Menschen, Geschichte und Sprache. Bald wird sie zur Wahlenkelin der alten Siebenbürger Sächsin Lizitanti. Und sie lernt Irina kennen, die mit ihrer Ziege im Milchauto mitfährt. Irina ist eine Romni. Judith möchte das auch sein, Irina aber lehnt das kategorisch ab. Bald stellt der Widerspruch zwischen mitgebrachter Utopie und vorgefundener Realität die Familie vor immer größere Probleme.

Dorothee Riese, geboren 1989 bei Göttingen und in Rumänien aufgewachsen, studierte Literatur, Slawistik und Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas an internationalen Universitäten. Zum Studium des literarischen Schreibens kam sie nach Leipzig. Sie arbeitete an der Gedenkstätte Buchenwald in Weimar und ist für das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Leipzig.

Lesung: Katja Straub / Moderation: Marita Hübinger

 

Das Copyright des Bildes von Dorothee Riese liegt bei Christiane Gundlach.

Manfred Beilharz & Viola Pobitschka lesen aus „Lichtungen“ von Iris Wolff

Lesefassung: Manfred Beilharz

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Iris Wolff ist in Siebenbürgen im Vielvölkerstaat Rumänien geboren und lebt in Freiburg im Breisgau. – „Lichtungen“: Lev und Kato kennen sich seit frühen Kindertagen:  auf Geheiß der Klassenlehrerin bringt die elfjährige Kato dem damals bettlägerigen Lev seine Schulaufgaben nach Hause. Auch lange danach reißt ihre besondere innige Beziehung nicht ab. Doch direkt nach der politischen Wende in Europa will die künstlerisch begabte Kato die große Welt erkunden und folgt einem Globetrotter aus Hamburg. Während Lev, wie sie Teil der deutschsprachigen Minderheit, weiterhin im vertrauten Rumänien bleibt. Bis er eine Postkarte aus Zürich erhält: „Wann kommst Du?“ Die meisterhafte Erzählung einer berührenden Freundschaft handelt auch davon, was es braucht, sich von den Prägungen der eigenen Herkunft zu lösen.

Lesung mit Viola Pobitschka und Manfred Beilharz (Lesefassung)

Mit freundlicher Genehmigung des Klett-Cotta-Verlags

Zu Gast aus San Sebastian: Beñat Sarasola

Lesung auf Deutsch und Autorengespräch Spanisch/Deutsch

Literaturfestival „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Im letzten Jahr haben mit Luisa Etxenike und ihrem Roman „Cruzar el agua“ („Das Wasser überqueren“) erstmalig eine Autorin aus unserer Wiesbadener Partnerstadt San Sebastián/dem Baskenland eingeladen, deren Werk noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Wir haben die deutsche Textübersetzung eines Romanauszugs bei Eva Srna in Auftrag gegeben und diese auf dem Festival vorgestellt.

Auch in diesem Jahr haben wir wieder eine Einladung ausgesprochen: Beñat Sarasola wird Fragmente seines Romans, den er dieses Jahr veröffentlichen wird, vorab auf dem Festival vorstellen. Und wir veranlassen dazu die deutsche Übersetzung eines Textauszugs.

 Beñat Sarasola, geb. 1984 in San Sebastián, studierte Philosophie, Literaturtheorie und vergleichende Literaturwissenschaft. Zurzeit unterrichtet und forscht der Doktor der Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität des Baskenlands. Er ist Autor von zwei Gedichtbänden, Essays und einem Roman. Er hat eine baskische Gedichtsammlung herausgegeben und den Roman „Nemesis“ von Philip Roth ins Baskische übersetzt. Sarasola war Moderator und Regisseur der Literatursendung „Sautrela“ im baskischen Fernsehen. Im Herbst wird er seinen zweiten Roman veröffentlichen.

Auf Deutsch liest: Hanns Jörg Krumpholz / Moderation: Rita Thies & Kirsten Brandt (Dolmetscherin: Kirsten Brandt)

 

Veranstaltung in Kooperation mit dem Partnerschaftsverein San Sebastián, der an diesem Tag auch dafür sorgt, dass  bester baskischen Wein genossen werden kann.

Abschlussfest „Ins Offene: Die Fiktion fürchtet nichts“

ca. 20.50 Uhr, direkt im Anschluss an die Lesung mit Beñat Sarasola

Literaturfestival: „Die Fiktion fürchtet nichts“

 

Im Anschluss laden wir Sie nach fünf Tagen rund um die Literatur gern zu unserem Abschlussfest ein. Die Gerontos Nuevos (Michael Linemann & Hartmut Boger) begleiten uns musikalisch und präsentieren spanische Klassiker. Dank dem Partnerschaftsverein gibt es dazu auch dieses Jahr wieder besten Wein aus dem Baskenland.

 

Veranstaltungen in Kooperation mit dem Partnerschaftsverein Wiesbaden – San Sebastián e.V.

 

 

Jasmin Schreiber „Endling“

Autorinnenlesung und Gespräch. Moderation: Marita Hübinger

 

Abtreibungs- und Verhütungsverbote, Klimakatastrophe und Artensterben. Die Welt im Jahr 2041 ist eine bedrückende und vor allem für Frauen mit großen Repressalien verbunden. Mittendrin Biologin Zoe, die sich um ihre Teenie -Schwester und die kauzige Tante Auguste kümmern muss. Als eine Freundin der Tante verschwindet, machen sich die drei Frauen auf die Suche und entdecken dabei mystische Wälder und abgeschiedene Siedlungen, in denen allein Frauen das Sagen haben.

Jasmin Schreiber wurde 1988 in Frankfurt geboren und ist Biologin, Schriftstellerin und Wissenschaftsjournalistin. Ihre Romane landen regelmäßig auf der Bestsellerliste, die Verfilmung ihres Debüts „Marianengraben“ ist in Arbeit.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php

„Krähentage“

Autorenlesung: Benjamin Cors

Bereits am ersten Arbeitstag steht das Ermittlerduo Jakob Krogh und Mila Weiss vor einem Rätsel. Am Rande einer Ermittlung stoßen sie auf die Leiche einer älteren Frau, die nachweislich nach ihrem Tod noch lebend gesehen wurde. Wie ist das möglich? Kurz darauf wird ein junger Student in seiner Wohnung gefunden, auch er war nach seinem Tod offenbar noch an der Uni. Aber damit nicht genug: An beiden Tatorten werden Krähen gefunden, ausgehungert und versehen mit einer unheilvollen Botschaft. Benjamin Cors begibt sich in seinem Krimi „Krähentage“ auf neues Terrain und schreibt einen harten, blutigen, spannenden Thriller.

Benjamin Cors ist politischer Fernsehjournalist und arbeitet heute für den SWR. Er ist Deutsch-Franzose und hat die Sommer seiner Kindheit in der Normandie verbracht. Seine Krimireihe um den charismatischen Personenschützer Nicolas Guerlain hat eine große Fangemeinde. Benjamin Cors wurde 2016 für Strandgut mit dem Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie Debüt-Kriminalroman ausgezeichnet.

Karten über den Verein Norschter Kultur https://norschter-kultur.de/

Foto: Bogenberger Autorenfotos

Otto Winzer: „Der Zahnarzt des Kaisers“

Autorenlesung

Um 1900 waren amerikanische Zahnärzte an den europäischen Höfen gern gesehen. Sie standen für wissenschaftliche Kompetenz. Also hatte Wilhelm II. auch einen, zu dem er ein recht vertrautes Verhältnis pflegte. Er saß oft bei ihm auf dem Behandlungsstuhl. In Otto Winzens Erzählung wacht der Zahnarzt auf einem Auge, während er auf dem anderen schläft…

Weitere Infos unter www.caliban-literaturwerkstatt.de

Eintritt frei – Spenden erbeten

Kulturlandschaft Mittelrhein

100 Jahre Mittelrheinische Gesellschaft zur Pflege der Kunst

In dem anlässlich des 100-jährigen Bestehens der „Mittelrheinischen Gesellschaft zur Pflege der Kunst“ herausgegebenen Sammelband stellen 17 Autorinnen und Autoren die Kulturlandschaft Mittelrhein umfassend vor. Der erste Teil versammelt Aufsätze zur Geschichte und Entwicklung der Kulturlandschaft, ihrer Gärten und ihrer Rezeption. Im zweiten Teil werden neue Forschungsergebnisse zu den herausragenden Denkmälern des Rheingaus präsentiert. Den Abschluss bildet eine Darstellung der Geschichte des 1924 in Wiesbaden gegründeten Vereins, der unter anderem die Restaurierung zahlreicher Denkmäler des Mittelrheins unterstützte.