Literaturveranstaltungen in Wiesbaden

Sie finden hier im Kalender sowohl Literaturveranstaltungen, die im Literaturhaus Villa Clementine stattfinden, als auch alle weiteren im Stadtgebiet, die uns bekannt werden. Die Veranstaltungen des Fördervereins Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. sind gelb hinterlegt.

Januar

Kein Schweiß aufs Buch (2)

Leseabend in der Kaiser-Friedrich-Therme

Lauschen Sie schweißtreibenden Texten der Weltliteratur an einem wärmenden 
Ort. An zwei Abenden öffnet das Kaiser-Friedrich-Bad exklusiv seine Tore für 
die Literatur. Sie hören: über das Baden, den Vulkanausbruch, das Nacktsein, die 
Großwäscherei, den abkühlenden Regen, das Saunieren …

Wem nicht schon vom Zuhören warm wird, den wird die kostenlose Thermalheizung erfreuen. Schließlich haben wir Quellen im Untergrund. Die Becken sind zwar leer, aber 
das Programm ist inhaltsvoll und abwechslungsreich: es erwarten Sie jeweils 
drei 25-minütige Lesungen aus unterschiedlichen Genres vom Krimi, über 
Erzählungen bis hin zum FKK-Roman. Passend zu den diversen Leseorten 
ausgewählt. Spannend, poetisch, witzig. Kurze Aufguss-Lesungen runden den 
Abend ab.

Es lesen: Franziska Geyer, Mario Krichbaum, Armin Nufer, Grit Schade und Oliver Wronka.
Erleben Sie das Bad mit seiner großartigen Jugendstilarchitektur einmal ohne 
Sauna und Wasser. Genießen sie einen entspannenden Saunaabend der anderen Art.

Einlass ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
Kommen Sie bitte bekleidet! (Aber bereiten sie sich auf Temperaturen vor, die an Sommer erinnern)
Wenn Sie dabei sein möchten, erscheinen Sie gerne frühzeitig.
Eine Reservierung von Karten ist nicht möglich, die Plätze sind aufgrund der Leseorte begrenzt.

Veranstaltende: Schade/Wronka in Zusammenarbeit mit Mattiaqua und unter Mitwirkung des Atelier Römerberg e.V.

Förderung: Kulturamt Wiesbaden und die Ortsbeiräte Mitte, Südost und Hollerborn.

Literaturforum

Leitung: Rita Thies

Das „Literaturforum“ ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Romane, Novellen oder Erzählungen aus dem Bereich der aktuellen Literatur und des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Es findet auf Initiative des Fördervereins seit vielen Jahren im Literaturhaus statt.

An diesem Abend stehen folgende Romane auf dem Programm:

  • Colson Whitehead: Underground Railroad
  • Harper Lee: Wer die Nachtigall stört

Weitere Informationen zu den Titeln finden Sie auf dieser Webseite unter „Literaturforum“.

Eine Voraussetzung für die Teilnahme am Literaturforum versteht sich von selbst: Die Bücher sollten gelesen sein.

Februar

Eckhart Nickel: „Spitzweg“

Autorenlesung. Moderation: Sandra Kegel (FAZ)

Nach einer folgenschweren Kunststunde wollen Carl und der namenlose Protagonist ihre Mitschülerin Kirsten rächen. Mit den Worten „Mut zur Hässlichkeit“ lobte die Lehrerin Kirstens Selbstporträt und stellte sie damit vor der ganzen Klasse bloß. Fortan verfolgen die drei einen rasanten Plan um Vergeltung und Verschwinden, Kunst und Künstlichkeit, der zynisch wie frech die Besessenheit der Digitalgesellschaft mit dem eigenen Abbild widerspiegelt.

ECKHART NICKEL, geboren 1966 in Frankfurt, begann seine schriftstellerische Karriere als gefeierter Popliterat. Mit seinen Romanen „Hysteria“ (2017) sowie „Spitzweg“ (2022) war er jeweils für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php. Es gibt eine Abendkasse.

Copyright des Fotos von Eckhart Nickel: Jana Mai

HR2-Hörfest vom 5. bis 12.02.2023

Veranstaltungen rund um den auditiven Sinn - Ein Veranstaltungsüberblick

Veranstaltungen rund um den auditiven Sinn

Wenn es schwingt und klingt in der hessischen Landeshauptstadt, kann das nur eines bedeuten: Das hr2-Hörfest ist wieder in Wiesbaden und lädt eine Woche lang zu spannenden, unterhaltsamen und überraschenden Veranstaltungen rund um den auditiven Sinn ein. Den Auftakt am 5. Februar macht die Verleihung der mit 10.000 Euro dotierten Auszeichnung „KIWI – Kinder- und Jugendhörbuchpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden“. In einer Radiosendung geehrt wird das Hörbuch „Vor uns das Meer“ von Autor Alan Gratz, bei dem drei Fluchtgeschichten aus verschiedenen Zeiten miteinander verschränkt werden. Am 7. Februar liest Katharina Hagena im Literaturhaus Villa Clementine aus „Herzkraft. Ein Buch über das Singen“ und wird von dem Hamburger Jazz-Duo „MEER&RAUSCH“ musikalisch begleitet. Weitere Highlights des Programms sind Traditionsveranstaltungen wie das Labyrinth des Hörens am 9. Februar im Kulturforum Wiesbaden sowie die feierliche hr2-Hörgala im Hessischen Staatstheater Wiesbaden am 11. Februar.

Weitere Informationen sowie das komplette Programm sind unter www.wiesbaden.de/hoerfest zu finden, die Broschüre liegt aus. Der Vorverkauf startet im Dezember.

Verbrannte Texte

Lesung mit Gottfried Herbe

„Es ist ein merkwürdiges Gefühl, ein verbotener Schriftsteller zu sein und seine Bücher nie mehr in den Regalen und Schaufenstern der Buchläden zu sehen. In keiner Stadt des Vaterlands. Nicht einmal in der Heimatstadt“, schrieb Erich Kästner, nachdem er gesehen hatte, wie seine Bücher 1933 verbrannt worden waren. Die Verbrennung der Bücher war der Höhepunkt der NS-Propaganda nach der sogenannten Machtübernahme. „Schwarze Listen“ verbotener Werke wurden erstellt, um die Bücher aus den Bibliotheken und Buchläden zu tilgen.

Vor 90 Jahren verbrannten die Nationalsozialisten Werke, die sie als „Undeutsches Schrifttum“ diffamierten. Im Rahmen der Lesung werden Auszüge aus einigen dieser Werke von bekannten und unbekannten Schriftstellern, von denen einige in Wiesbaden verlegt wurden, vorgetragen.

Die Lesung wird von einem Gebärdendolmetscher begleitet. Infos in Gebärdensprache unter www.wiesbaden.de/nolimits

ANMELDUNG: Lehrhaus@jg-wi.de

Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden in Kooperation mit: Evangelisches Dekanat Wiesbaden, Amt für katholische Religionspädagogik, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, No Limits und Stadtarchiv Wiesbaden

Katharina Hagena: „Herzkraft. Ein Buch über das Singen“

Lesung mit Musik - hr2-Hörfest

Von der wundersamen Wirkung des Gesangs und dessen Zusammenhängen mit der Literatur erzählt Katharina Hagena in ihrem neuen Buch. Als Autorin und begeistertes Chormitglied erkundet sie anhand literarischer Impulse die Bedeutung des Singens. Dabei teilt sie persönliche Perspektiven und betrachtet darüber hinaus Zusammenhänge zwischen Gesang und Physiologie, Soziologie oder Kulturgeschichte.

Die Lesung wird musikalisch begleitet von dem Hamburger Jazz-Duo „MEER&RAUSCH“ mit Karin Klose (Gesang) und Nis Kötting (Piano).

KATHARINA HAGENA wurde 1967 in Karlsruhe geboren. Sie studierte Anglistik und Germanistik in Marburg, London und Freiburg. Heute lebt die Schriftstellerin mit ihrer Familie in Hamburg. Ihr Roman „Der Geschmack von Apfelkernen“ (2008) war ein internationaler Erfolg.

Eintritt: € 12 / erm. € 9 inkl. VVG. Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php . Es gibt eine Abendkasse.

Copyright Foto Katharina Hagena: Henrik Spohler

Labyrinth des Hörens

Veranstaltung im Rahmen des hr2-Hörfests

Erfahren Sie in drei Vorträgen mehr über Sonderformen des Hörens, den Klang der Rhein-Landschaft und das Handwerk des Geräuschemachens. Die Vorträge werden alle hintereinander im Kulturforum gehalten mit einer kleinen Pause dazwischen.

 

Kathrin Schlemmer „Absolutes Gehör, Synästhesie & Co“

Wer die Fähigkeit besitzt, einzelne gehörte Töne ohne Stimmgabel zu benennen, fasziniert nicht nur seine Mitmenschen, sondern auch die Musikwelt. Für die Forschung bieten solche Sonderleistungen der Musikwahrnehmung nach wie vor Herausforderungen, aber auch die Chance, das menschliche Hören besser zu verstehen. Anhand von Beispielen wie dem absoluten Gehör oder der Synästhesie gibt Prof. Kathrin Schlemmer Einblicke in die menschliche Musikverarbeitung. Dabei stellt sie auch Erkenntnisse über das Gedächtnis vor, sind doch in der Musik Wahrnehmungs- und Gedächtnisprozesse eng verwoben. Mit Hörbeispielen veranschaulicht sie, wie die Forschung dem Gedächtnis durch Hörillusionen auf die Spur zu kommen versucht.

KATHRIN SCHLEMMER ist Professorin für Musikwissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Sie studierte Musikwissenschaft und Psychologie in Berlin, wurde mit einer Arbeit über das Tonhöhengedächtnis promoviert und forscht zu verschiedenen Themen der Musikpsychologie.

 

Lasse-Marc Riek „rhein_strom – Klanglandschaften des Rheins“

Wie können wir heute zu einem Fluss wie dem Rhein in Beziehung treten, ohne in Romantizismus zu verfallen oder uns frustriert abzuwenden? Welche Zugänge eröffnen sich, wenn wir den Fokus vom dominanten Sehen weg und hin zum Hören verlagern? Lasse-Marc Riek und Thomas M. Siefert haben sich dem Rhein im Laufe von 7 Jahren an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Jahreszeiten akustisch angenähert und sich so mit dem Raumklang, der Klanglandschaft und dem „Klangwesen Rhein“ auseinandergesetzt. Dabei haben sie mit dem Mikrofon dem Fließen und Gurgeln des Wassers ebenso nachgespürt wie den Tieren und Menschen, welche am Fluss leben, sich bewegen und ruhen.

LASSE-MARC RIEK ist mehrfach ausgezeichneter Klangkünstler und arbeitet vielseitig mit den Geräuschen unserer Welt. Seit 1997 ist er mit Ausstellungen, Konzerten, Lehraufträgen und Workshop-Projekten international tätig und hat in Galerien, Künstlerhäusern, Kirchen und Museen gastiert. Daneben umfassen seine Arbeiten auch Radiokompositionen.

 

Max Bauer „Die Kunst des Geräuschemachens“

Seit den Anfängen des Tonfilms sitzen Geräuschemacherinnen und –macher in Tonstudios und vertonen laufende Bilder in „Echtzeit“. Sie synchronisieren komplette Szenen und liefern Klangeffekte für das Sound Design. Die Geschichte ihres Berufes ist aber viel älter. Und das dazugehörige Handwerk erlernen sie bis heute vor allem durch Überlieferung. Dabei werden kleine Geheimnisse der Klangerzeugung gehütet wie Zaubertricks. In seiner performative Lecture gibt der Geräuschemacher Max Bauer Einblicke in die Geschichte und das Handwerk einer geheimnisvollen Kunst.

Nach den Ausbildungen als Schlagzeuger und Tontechniker war MAX BAUER als Theater- und Bandmusiker in Europa und Südamerika aktiv. 1992 begann er eine Assistenz im Meloton Studio München bei dem Geräuschemacher Mel Kutbay. Seit 1995 ist er als selbständiger Musiker und Geräuschemacher für Film, Rundfunk und Theater tätig.

 

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php. Es gibt eine Abendkasse.

Das Beitragsfoto zeigt Kathrin Schlemmer; Copyright: Hubert Klotzek

Von der Wandlungsfähigkeit – Österreichische Literatur on Tour: meaoiswiamia

Autor*innen: Wolfgang Hermann, Verena Roßbach, Daniel Wisser. Musik: Christian Bakanic. Moderation: Daniela Strigl

„Meaoiswiamia – mehr als wir“ verspricht der Leitspruch des Gastlands der Leipziger Buchmesse 2023. Die Österreichische Literatur der Gegenwart ist laut und kraftvoll und damit fest in der deutschsprachigen Literaturwelt verankert. Im Vorfeld der Buchmesse gehen renommierte österreichische Autorinnen und Autoren auf große Tour, um die Wandlungsfähigkeit und Vielfalt der Literaturen Österreichs jenseits der Alpen zu präsentieren. In einer in einer musikalischen Literaturnacht stellen Wolfgang Hermann, Verena Roßbacher und Daniel Wisser ihre aktuellen Werke vor, während Christian Bakanic am Akkordeon für die passende Umrahmung sorgt. Daniela Strigl ist nicht nur renommierte Literaturkritikerin, sondern eine der besten Kennerinnen der österreichischen Literaturszene und führt durch den Abend.

WOLFGANG HERMANN wurde 1961 in Bregenz geboren und verfasst Prosa, Lyrik, Theaterstücke und Hörspiele. Bekannt ist er vor allem für seine Figur des „Herr Faustini“, der im Zentrum mehrerer seiner Romane steht. Hermann liest aus seinem Roman „Bildnis meiner Mutter“.

VERENA ROSSBACHER, geboren 1979 in Bludenz, wurde für ihre Romane vielfach ausgezeichnet. An dem Abend hat sie den Roman „Mon Chéri und unsere demolierten Seelen“ dabei, für den sie 2022 den Österreichischen Buchpreis erhielt.

DANIEL WISSER wurde 1971 in Klagenfurt geboren und ist Autor zahlreicher Romane, Theater- und Hörstücke. Für seinen Roman „Königin der Berge“ erhielt er 2018 den Österreichischen Buchpreis. Im Literaturhaus liest er aus seinem Erzählband „Die erfundene Frau“.

CHRISTIAN BAKANIC, Jahrgang 1980, ist Akkordeonist und Komponist. Er studierte Volksmusik am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium sowie klassisches Akkordeon auf der Musikuniversität Graz.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Gastland-Auftritts Österreichs auf der Leipziger Buchmesse 2023 statt. Weitere Informationen unter http://www.gastland-leipzig23.at.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php. Es gibt eine Abendkasse.

 

Foto: Wolfgang Hermann. Copyright: Volker Derlath

hr2-Hörgala – Große Kleinkunstrevue

Moderation: Klaus Krückemeyer (hr2)

Melodische Satire, bissige Musik, Komik und Kabarett vom Feinsten – die hr2-Hörgala sorgt auch diesmal wieder für einen Abend voller Witz und sprühendem Charme. Freuen Sie sich auf LaLeLu mit begeisternder A cappella-Comedy, den wortgewaltigen Kabarettisten René Sydow und das unbeschreiblich musikalische Duo Mackefisch.

René Sydow

Bildung oder Wahlrecht? Leben oder Tod? René Sydow spricht in seinen Programmen von den großen Fragen und den letzten Dingen. „Intelligenten Hochgenuss“ konstatieren die Zeugen, „Herz, Leidenschaft und Verstand“. Das politische und philosophische Kabarett lebt, und das neue Programm des Satirikers ist nach eigener Einschätzung das heiterste: denn da geht es auch um den Tod. Wir werden es erleben.

Mackefisch

„Liederpoetrykabarettwahnsinn“ nennen Lucie Mackert und Peter Fischer das, was sie als Duo Mackefisch auf die Bühne bringen. Es wird also vieles gleichzeitig passieren, wenn der virtuose Klavierkabarettist und die Banjo-Ukulele-Drumsticks-Singer-Songwriterin ihre poetisch-politischen Lieder präsentieren. Dafür gab ́s bisher nicht nur Kabarettpreise, sondern auch musikalische Auszeichnungen. Zu Recht, wie wir sehen und hören werden.

LaLeLu

LaLeLu kennen natürlich alle, die in ihrem Leben mal ein Kind in den Schlaf gesungen haben. Wir dürfen aber davon ausgehen, dass der Auftritt der Hamburger A-cappella-Gruppe nicht ganz so rührend-besinnlich verlaufen wird. Musikalischer und textlicher Witz überbieten sich bei Sanna Nyman, Tobias Hanf, Jan Melzer und Frank Valet. Hier geht es um das „Prinzip des gewaltfreien Singens, genderneutralen Tanzens und nachhaltigen Blödsinns“, und darum, „unumstößlich und für immer unwiederbringlich mit allem Drum und Dran und letztendlich endgültig die fiese Spaltung der Gesellschaft“ zu überwinden. Und das wollen wir doch alle.

Beitragsbild: René Sydow (Copyright: Dr. Reichenbach)

Susanne Schröter: „Global gescheitert? Der Westen zwischen Anmaßung und Selbsthass“

Autor*innenlesung in der Reihe "Gespräche in der Villa". Moderation: Stefan Schröder

Selten schien der Westen so geschlossen wie zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Doch hinter der Geschlossenheit zeigen sich erste Bruchstellen. Wie kann man politische Ziele mit wirtschaftlichen Zwängen vereinbaren? Wie viel sind dem Westen die eignen Ideale wert?

Die Ethnologin und Islamexpertin Susanne Schröter entlarvt die westliche Doppelmoral und benennt die Gründe dafür. Anstatt den letzten Funken an Glaubwürdigkeit zu verspielen, sollte der Westen endlich aus seinen Fehlern lernen und dadurch die eigenen Werte bewahren.

PROF. DR. SUSANNE SCHRÖTER leitet an der Goethe-Universität Frankfurt das „Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam“.

STEFAN SCHRÖDER ist Journalist, war bis 2022 in der Mediengruppe VRM tätig. Er ist Vorsitzender des Presseclub Wiesbaden.

Die Veranstaltung wird in Kooperation vom Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V., dem Presseclub und dem Literaturhaus Villa Clementine in der Reihe „Gespräche in der Villa“ angeboten. In dieser Reihe werden Sachbücher vorgestellt, die sich aktuellen gesellschaftlichen Fragen widmen.

Leif Randt: „Endlich Karneval“ – Poetikdozentur Junge Autor*innen

Autorenlesung. Moderation: Christoph Schröder (SZ und Die ZEIT)

In seiner zweiten Lesung im Literaturhaus Villa Clementine gibt Poetikdozent Leif Randt Einblicke in eine Textform, die er seit 2011 entwickelt, aber nur für ein kleines Publikum geöffnet hat – mit einer Kolumne in der mittlerweile eingestellten Zürcher Literaturzeitschrift „Entwürfe“ sowie mit Beiträgen auf der Webseite tegelmedia.net. Unter dem Arbeitstitel „Endlich Karneval“ sind vorwiegend autobiographische Erlebnisberichte und Reisetagebücher entstanden. Über eine Collage dieser Erzählungen mit den wahrscheinlichen Schwerpunkten Russland (2014) und Brasilien (2022) wird Leif Randt mit dem Moderator Christoph Schröder ins Gespräch kommen.

 

Copyright Foto (Leif Randt): Zuzanna Kaluzna

Dostojewskis Erben

Wiesbadener Autorentreff im Konferenzraum des Villa Clementine

„Dostojewskis Erben“ nennen sich – augenzwinkernd – Autorinnen und Autoren aus Wiesbaden und Rhein-Main, die sich regelmäßig im Literaturhaus Villa Clementine zusammenfinden, um über das Schreiben zu diskutieren, gemeinsame Projekte zu planen und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Herzlich dazu eingeladen ist, wer selbst schreibt, Bücher verlegt oder sich auf andere Weise mit Literatur verbunden fühlt.

Anmeldung und Anfragen bitte an Susanne Kronenberg unter mail@susanne-kronenberg.de.

Foto Dostojewskis Erben, Copyright Caroline Schnabel

Christoph Peters: „Der Sandkasten“

Autorenlesung. Moderation: Andreas Platthaus (FAZ)

Kurt Siebenstädter ist Radiomoderator und verzweifelt. Seit mehr als 20 Jahren dringt sein Morgenmagazin aus den Lautsprechern, aber erreichen kann er seine Hörer und Hörerinnen schon lange nicht mehr. Auf Gehör stößt er schließlich in Politikerkreisen und schon liegt ein unmoralisches Angebot auf seinem Tisch. Es folgt eine schonungslose Bestandsaufnahme der politischen Kultur, die nicht zufällig an Wolfgang Koeppens „Das Treibhaus“ erinnert.

CHRISTOPH PETERS wurde 1966 in Kalkar geboren und ist vielfach ausgezeichneter Autor zahlreicher Romane, Essays und Erzählungen. Für „Dorfroman“ erhielt er 2022 den Niederrheinischen Literaturpreis.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php. Es gibt eine Abendkasse.

Felicitas Hoppe – Solo

Felicitas Hoppe zu Gast in der Kulturstätte Monta

(Veranstaltungsdauer: 18.00 bis 19.00 Uhr)

Die ehrliche Erfinderin

Felicitas Hoppe wird Storm-Schreiberin 2023
09.12.2022 / Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe, geb. 1960, erhält das Storm-Schreiber-Stipendium. Sie ist nach Christiane Neudecker und Marion Poschmann dritter Inhaber des 2019 zum ersten Mal vergebenen Stipendiums. Im September 2023 wird Hoppe auf dem denkmalgeschützten Dreiseithof von Dr. Annemarie Hansen in Husum-Rödemis einziehen.
Felicitas Hoppe gehört zu den renommiertesten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. 2012 wurde sie von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. »In einer Zeit, in der das Reden in eigener Sache die Literatur immer mehr dominiert, umkreist Felicitas Hoppes sensible und bei allem Sinn für Komik melancholische Erzählkunst das Geheimnis der Identität«, begründete die Jury die Entscheidung
Felicitas Hoppe, geboren 1960 in Hameln, lebt als Schriftstellerin in Berlin und Leuk. Seit 1996 veröffentlicht sie Erzählungen, Romane, Kinderbücher und Feuilletons; sie ist auch als Übersetzerin tätig. 2012 erschien der Roman Hoppe. Im Frühjahr 2018 erschien ihr Roman Prawda. Eine amerikanische Reise.
Hoppe ist reisend und vortragend rund um die Welt unterwegs. Sie ist Trägerin des Georg-Büchner-Preises und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zuletzt erhielt sie ein Ehrendoktorat der Leuphana Universität Lüneburg.

Weitere Informationen: http://www.kulturstaette-monta.de

Tobias Friedrich & Francesco Wilking: „Der Flussregenpfeifer“

Lesung mit Musik

Als der Ingenieur und Nichtschwimmer Oskar Speck in der Weltwirtschaftskrise seinen Betrieb aufgeben muss, setzt er sich kurzerhand in ein Faltboot und macht sich auf den Weg von Ulm nach Zypern, wo er sich Arbeit in einer Kupfermine erhofft. Es beginnt ein großes Abenteuer, bei dem Speck nicht nur Zypern erreicht, sondern in sieben Jahren über 50.000 Kilometer bis nach Australien paddelt.

TOBIAS FRIEDRICH, geboren 1969 in Göttingen, ist Musiker, Songschreiber und Autor. „Der Flussregenpfeifer“ ist sein erster Roman.

FRANCESCO WILKING ist Sänger, Komponist und Liedtexter.

 

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php. Es gibt eine Abendkasse.

 

Poetry Slam

Dichterwettstreit im Theater im Palast

Goethe & Schiller vom Sockel gehauen!

Poetisches Entertainment… das ist Poetry Slam. Schlamm-Catchen der Worte. Jeweils am letzten Donnerstag im Monat tragen Slammer Geschichten, Gedanken und Gefühle auf die Bühne. In Zimmertheater-Atmosphäre. Poeten aus ganz Deutschland oder regionale Verbal-Urgesteine! Lyrische Hausfrauen, hysterische Germanisten oder ungereimte Neulinge… Alle kämpfen um den Goldenen Bleistift.

Spektakuläres Feuerwerk der Worte! Das Publikum keucht vor Spannung. Gemeinschaftliches Lachen. Inspiration zum Mitnehmen. All dies ist Poetry Slam. Textgestalter, talentierte Vortragskünstler oder originelle Originale… im Kampf um die Dichterkrone. Und das Publikum entscheidet über Niederlage oder Sieg. Poetry Slam… Tagesschau, Satire-Show, Hörbuch und Poesiealbum… Poetry Slam vereint sie alle. Seien Sie dabei!

5 Poeten haben 5 Minuten, ein Moderator, eine Jury und viele begeisterte klatschenden Hände. Am Ende kann es nun einen Champion geben. Wer das wird, das entscheidest DU!

Tickets hier: https://kuenstlerhaus43.reservix.de/events?q=Poetry

Gruppentickets buchen!, Dann sitzt Du in Deiner Peergroup zusammen: 5 Karten bezahlen und eine gibt es gratis dazu!

Nina Kunz: „Das Essayistische Ich“ – Workshop

In der Reihe "Treibstoffe"

Essays, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind, haben oft einen einzigartigen Sog. Sie wirken unmittelbar und berührend. Doch: Was steckt hinter solchen Texten? Wie schafft man eine Erzähl-Persona aus der eigenen Person? Und: Worauf gilt es zu achten, wenn man persönlich schreibt? Um diese und weitere Fragen wird es im Workshop gehen. Gemeinsam werden wir an diesem Tag die Chancen, Tücken und Funktionsweisen des „Essayistischen Ichs“ erarbeiten – und erkunden, warum es für diese Form (zum Glück) kein striktes Regelwerk gibt.

NINA KUNZ arbeitet seit 2017 als Kolumnistin und Journalistin. Texte von ihr erschienen in namhaften Zeitungen und wurden im Band „Ich denk, ich denk zu viel“ veröffentlicht.

Der Workshop dauert bis etwa 17 Uhr.

 
Kartenvorverkauf über die Tourist-Info oder die Homepage des Literaturhauses https://www.wiesbaden.de/microsite/literaturhaus/service/content/kartenservice.php. Es gibt eine Tageskasse.

Literaturforum – muss leider entfallen

Leitung: Rita Thies

Der hier ursprünglich angesetzte Termin muss leider entfallen. Das nächste Literaturforum findet am Dienstag, den 28. März 2023 statt.

März

VORSCHAU: Literaturforum

Leitung: Rita Thies

Das „Literaturforum“ ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Romane, Novellen oder Erzählungen aus dem Bereich der aktuellen Literatur und des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Es findet auf Initiative des Fördervereins seit vielen Jahren im Literaturhaus statt.

Die aufgerufenen Titel finden Sie in Kürze hier. Näheres auf dieser Webseite unter „Literaturforum“.

  • Eine Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Diskussionsforum versteht sich von selbst: Die Bücher sollten gelesen sein! – Wir sind ein Leser*innenforum.

April

VORSCHAU: Karolina Kuszyk: „In den Häusern der anderen“

Autorinnenlesung, Moderation: Stefan Schröder - Reihe: Gespräche in der Villa

Poniemieckie heißt in Polen das ehemals Deutsche: Orte, Gebäude, Gegenstände, die von Millionen Deutschen zurückgelassen wurden, als sie am Ende des Zweiten Weltkriegs gen Westen flüchteten. Die neuen Besitzer waren Polen, oft selbst Vertriebene oder Umgesiedelte. Was den einen Verlust der Heimat, war den anderen Neubeginn im Fremden. Zwei Enden einer Geschichte, die zeigt, wie Biografien und Dinge über Zeiträume, Landesgrenzen und Generationen hinweg bis heute miteinander verwoben sind. Wer das Verhältnis von Polen und Deutschen in der jüngeren Geschichte verstehen will, dem hilft das Buch „in den Häusern der Anderen“ von Karolina Kuszyk: tiefgründig recherchiert, sensibel und klug.

Gestützt auf Archivfunde, Forschungsarbeiten, Literatur und eine Vielzahl persönlicher Begegnungen erzählt Karolina Kuszyk davon, wie die Biografien von Menschen und Dingen miteinander verwoben sind. Sie wurde 1977 in Legnica geboren, sie lebt in Berlin und Niederschlesien. Ihr Buch erschien Ende 2021 im Aufbauverlag und wurde in der Berliner Dokumentationsstelle Flucht, Vertreibung Versöhnung dem deutschen Publikum vorgestellt. 

Moderation: Stefan Schröder (Vorsitzender Presseclub Wiesbaden)

Die Veranstaltung findet in der Reihe „Gespräche in der Villa statt“, die vom Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V., dem Presseclub und dem Literaturhaus veranstaltet wird. Unterstützt wird sie zudem vom Deutsch-Polnischen Verein Wiesbaden – Wroclaw, dem wir für die Kooperation danken.

VORSCHAU: Literarisches Café zum Welttag des Buches – Bücher, die verbrannt wurden

Geöffnet von 15.00 bis 18.00

In Deutschland vor 90 Jahren wurden öffentlich Bücher auf den Scheiterhaufen geworfen. Im Mai 1933 brannten in der sogenannten „Aktion wider den undeutschen Geist“ Schriften, u.a. von Heinrich und Thomas Mann, Irmgard Keun, Kurt Tucholsky, Erich Maria Remarque, Sigmund Freud, Anna Seghers, Karl Marx, Heinrich Heine, Carl Zuckmayer und von vielen anderen Autorinnen und Autoren mehr. Daran will der Förderverein Literaturhaus Wiesbaden am Welttag des Buches mit einem „Literarischen Café“ erinnern. Es lesen bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler; zwischendurch gibt es Gelegenheit zu Gesprächen bei Kaffee und Kuchen. Zudem gibt es u.a. ein großes Angebot gebrauchter aktueller Belletristik, die Sie gegen eine kleine Spende (die Sie bestimmen) von unserem Büchertisch mitnehmen können.

 

Das Beitragsfoto zeigte Erich Kästner, der die Verbrennung seiner Bücher auf der Straße erlebte.

Mai

VORSCHAU: Literaturforum

Leitung: Rita Thies

Das „Literaturforum“ ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Romane, Novellen oder Erzählungen aus dem Bereich der aktuellen Literatur und des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Es findet auf Initiative des Fördervereins seit vielen Jahren im Literaturhaus statt.

Die aufgerufenen Titel finden Sie Ende März hier. Näheres auf dieser Webseite unter „Literaturforum“.

  • Eine Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Diskussionsforum versteht sich von selbst: Die Bücher sollten gelesen sein! – Wir sind ein Leser*innenforum.

VORSCHAU: Mitgliederversammlung des Fördervereins

Mitglieder des Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine erhalten Einladung und Tagesordnung rechtzeitig.

Juni

VORSCHAU: Ignaz Lozo: „Gorbatschow – Der Weltveränderer“

Autor*innenlesung. Moderation: Prof. Dr. Dr. Alexander Moutchnik - Reihe: Gespräche in der Villa

Ignaz Lozo stellt seine Gorbatschow-Biografie vor.

 

NÄHERES ZU DIESER VERANSTALTUNG IN KÜRZE

 

Diese Veranstaltung findet in der Reihe „Gespräche in der Villa“ statt, die gemeinsam vom Förderverein Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V., dem Presseclub Wiesbaden und dem Literaturhaus veranstaltet wird.

VORSCHAU: Literaturforum

Leitung: Rita Thies

Das „Literaturforum“ ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der Romane, Novellen oder Erzählungen aus dem Bereich der aktuellen Literatur und des 20. Jahrhunderts diskutiert werden. Es findet auf Initiative des Fördervereins seit vielen Jahren im Literaturhaus statt.

Die aufgerufenen Titel finden Sie Anfang Mai hier. Näheres auf dieser Webseite unter „Literaturforum“.

  • Eine Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Diskussionsforum versteht sich von selbst: Die Bücher sollten gelesen sein! – Wir sind ein Leser*innenforum.

VORSCHAU: Literaturfestival „Ins Offene“ vom 28.06. bis 2.07.2023

Großes Literatur- und Lesefestival im Burggarten Sonnenberg

TEXT FOLGT IN KÜRZE