Literaturveranstaltungen in Wiesbaden

Sie finden hier im Kalender sowohl Literaturveranstaltungen, die im Literaturhaus Villa Clementine stattfinden, als auch alle weiteren im Stadtgebiet, die uns bekannt werden. Die Veranstaltungen des Fördervereins Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine e.V. sind gelb hinterlegt.

März

Benjamin Cors: „Aschesommer“

Wiesbadener KrimiMärz; Autorenlesung

In der brütenden Hochsommerhitze markiert der Fund zweier Leichen in einem Kühlhaus den Beginn einer beispiellosen Mordserie. Das Ermittlerteam um Jakob Krogh und Mila Weiss ahnt schon in den ersten Stunden, dass sie es mit einem äußerst intelligenten Täter zu tun haben müssen. Dass der Hauptverdächtige in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt sitzt, macht die Jagd auf den gnadenlosen Mörder nicht einfacher.
Ein besonderer Fall, ein erstklassiger Autor und eine Location, welche nicht besser für eine Krimilesung passen könnte: ein Polizeipräsidium. Dort, wo Ermittlerinnen und Ermittler tagtäglich Kriminalfälle lösen und sich in Vernehmungsräumen Abgründe auftun. Genau hier liest der Bestseller-Autor Benjamin Cors aus seinem aktuellen Thriller „Aschesommer“.

Benjamin Cors ist politischer Fernsehjournalist und hat viele Jahre für die Tagesschau, die Tagesthemen und den Weltspiegel berichtet. Heute arbeitet er für den SWR. Seine Bücher landen regelmäßig auf der Bestsellerliste.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Bogenberger Autorenfotos 2022.

Anmeldung unter www.buerger-polizei.de

Andreas Izquierdo: „Über die Toten nur Gutes“

Wiesbadener KrimiMärz; Autorenlesung & Gespräch; Moderation: Alexander Pfeiffer

Mads Madsen ist Trauerredner. Aber irgendwie auch Detektiv. Die Geschichten der Verstorbenen zu recherchieren, über die er sprechen soll, ist nicht immer einfach. Was ist wahr, was gelogen? Was darf gesagt werden, was besser nicht? Als Mads den Auftrag bekommt, eine Trauerrede für seinen alten Freund Patrick zu halten, stößt er bei seinen Nachforschungen auf gefährliche Geheimnisse. Seit Jahren hatte er keinen Kontakt mehr, jetzt muss er feststellen, dass der Freund alles andere als der nette Junge von nebenan war. Seine Recherche wird für Mads zu einem bedrohlichen Unterfangen.
Mit ausgeprägtem Sinn für skurrile Figuren und Situationskomik serviert Andreas Izquierdo seinem ermittelnden Trauerredner in „Über die Toten nur Gutes“ seinen ersten Fall. Zur Seite stehen ihm dabei der verschrobene Vater Fridtjof, der Beerdigungsunternehmer Fiete, seine treue Malteserhündin Bobby und die ewig schlecht gelaunte Hauptkommissarin Luisa Mills.

Andreas Izquierdo, geboren 1968, lebt in Köln. Nach dem Abitur sammelte er erste Erfahrungen bei Zeitungen und Rundfunk. 1995 veröffentlichte er mit „Der Saumord“ seinen ersten Kriminalroman. Neben seinen Eifelkrimis schrieb er verschiedene Sitcom- und Seriendrehbücher für das Fernsehen (RTL, SAT1, WDR). „Über die Toten nur Gutes“ ist der Auftakt einer neuen Serie, deren zweiter Teil „Niemals geht man so ganz“ bereits für den Herbst angekündigt ist.

Das Copyright des Autorenfotos liegt bei Niklas Berg.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

Nelio Biedermann: „Lázár“

Autorenlesung & Gespräch; Moderation: Christoph Schröder (SZ und Die ZEIT)

Verfall und Verlust, Tod und Begehren: Die Geschichte der ungarischen Adelsfamilie Lázár ist eine Geschichte des Schreckens, des Übernatürlichen und Historischen. Lajos von Lázár erblickt um 1900 das Licht der Welt und es zeichnen sich große Umwälzungen in seinem Leben ab. Kriege kündigen sich an, bis hin zum Volksaufstand in Ungarn muss der Adel um den Status bangen. Über drei Generationen erzählt Biedermann die Geschichte der Familie Lázár vor dem Hintergrund des Untergangs der Habsburgermonarchie und webt neben Weltliteratur auch allerlei Wunderliches mit ein. Der Roman gehört zu den großen internationalen Literaturerfolgen des Jahres 2025: Bereits vor Erscheinen wurden die Verlagsrechte für dieses Buch in mehr als 20 Länder verkauft.

Nelio Biedermann wurde 2003 geboren und wuchs am Zürichsee auf. Er studiert Germanistik und Filmwissenschaft an der Universität Zürich. 2023 erschien sein Debüt „Anton will bleiben“. 2025 folgte „Lázár“, das zum Lieblingsbuch der Unabhängigen gewählt wurde.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Ruben Hollinger.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

„Ich bin als Emigrantenkind geboren“ – Mascha Kaléko als politische Dichterin

Eine literarisch-musikalische Hommage (15.00 - 17.00 Uhr)

Eine literarisch-musikalische Hommage

mit Elke Weber-Boger  (Lesung) und dem “Duo Contraverso” (Cornelia Thorspecken, Flöte, Hartmut Boger, Kontrabass).

Es gibt einen Büchertisch der Buchhandlung erLesen – der Buchhandlung im Dichterviertel.

Fenna Williams & Regina Schleheck: „R(h)einfälle“

Wiesbadener KrimiMärz ; Autorinnenlesung

Vater Rhein? Sollte er das tatsächlich sein, dann zeigen die Autorinnen Regina Schleheck aus Leverkusen und Fenna Williams aus Wiesbaden, dass er nicht gut auf seine Kinder aufpasst – denn nach dieser Lesung fehlen zwischen Mainz, Wiesbaden und Eltville ein paar seiner Kinder… für immer. Ganz gleich, ob in einer Straußwirtschaft oder einer Stadtbibliothek, in idyllischen Orten diesseits und jenseits des Stroms – Schleheck und Williams morden intelligent, mit Verve, Augenzwinkern und viel Gespür für Tatorte entlang des Flusses.
Anlässlich des Weltfrauentags hat die Volkshochschule Wiesbaden zwei „Mörderische Schwestern“ zu Gast. Die Autorinnen sind nicht nur im gleichnamigen Verein aktiv, sondern auch als Herausgeberin und künstlerische Leitung Teil des Projektes „Eltviller Weinschreibereien”, aus dem insgesamt drei Anthologien hervorgehen. Die Erste, betitelt „Stadt – Wein – Fluss”, wird an diesem Abend bei Wein und Kerzenschein vorgestellt. Wein und Wasser sind im Eintrittspreis enthalten.

 

Anmeldung über www.vhs-wiesbaden.de, villa@vhs-wiesbaden.de

Wiesbadener KrimiMärz: „Mord in Aussicht“

Krimi mit Tatort Wiesbaden; Improkrimi

Das Ensemble théâtre à la minute schreibt an diesem Abend wieder einen neuen Fall. Wie er heißt, ist noch nicht bekannt, denn keiner weiß, wer der Täter ist. Noch ist niemand ermordet. Der Kriminalhauptkommissar Fritz Maschke freut sich auf den verdienten Feierabend. Das Publikum bestimmt das Milieu, die Charaktere der Hauptdarstellerinnen und -darsteller und rät fleißig mit, wenn plötzlich das Telefon klingelt und eine Stimme am anderen Ende haucht: „Hier liegt eine Leiche auf dem Trottoir“.
Dann wird improvisiert. Alles entsteht aus dem Augenblick oder aus den Vorgaben der Zuschauer. Impro pur! Und natürlich jede Menge spannende improvisierte Filmmusik von Michael Bibo, einem der bekanntesten Musiker der deutschen Improszene.

VVK an allen bekannten VVK-Stellen, Tel. 0611/1724596 oder online unter www.kuenstlerhaus43.de

Dostojewskis Erben

Wiesbadener Autorentreff

„Dostojewskis Erben“ nennen sich – augenzwinkernd – Autorinnen und Autoren aus Wiesbaden und Rhein-Main, die sich regelmäßig im Literaturhaus Villa Clementine zusammenfinden, um über das Schreiben zu diskutieren, gemeinsame Projekte zu planen und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Herzlich dazu eingeladen ist, wer selbst schreibt, Bücher verlegt oder sich auf andere Weise mit Literatur verbunden fühlt.

Anfragen bitte an Susanne Kronenberg unter mail@susanne-kronenberg.de.

Anna Schneider: „Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten“

Wiesbadener KrimiMärz; Autorinnenlesung & Gespräch; Moderation: Maria Wiesner (FAZ)

Karwendel ist nicht nur der Name eines Käseherstellers, sondern vor allem einer Gebirgsgruppe in den nördlichen Alpen, die sich von Bayern nach Österreich erstreckt. In dieser Grenzregion ermitteln die Oberkommissarin Alexa Jahn und der Chefinspektor Bernhard Krammer. Als in Folge heftiger Unwetter die Flüsse über die Ufer treten und etliche Personen mit sich reißen, wird das zunächst als Umweltkatastrophe verbucht. Aber dann wird in einer Bergschlucht ein Toter gefunden, der sehr eindeutig ermordet wurde. Alexa Jahn muss herausfinden, wer das vorherrschende Chaos ausgenutzt hat, um den Mann zu töten. Auf österreichischer Seite hat Bernhard Krammer indessen nicht nur mit dem tobenden Sturm, sondern auch mit der Tatsache zu kämpfen, dass er nach einer Verletzung im Dienst noch nicht wieder voll einsatzfähig ist.
In ihrem sechsten Roman der Grenzfall-Serie beweist Anna Schneider erneut, dass das Böse umso mehr Grusel erzeugt, wenn es in zauberhafter Idylle stattfindet.

Anna Schneider, geboren 1966 in Bergneustadt, lebt heute in der Nähe von München und Nordholland. Die promovierte Betriebswirtin arbeitete viele Jahre in einer Frankfurter Großbank und als Dozentin und Coach. Unter dem Pseudonym Anna Simons veröffentlichte sie zwei Romane unter ihrem eigenen Namen, außerdem drei Jugendthriller. Für ihre Arbeiten wurde Anna Schneider mehrfach ausgezeichnet.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Gaby Gerster.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

Judith Hermann: „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“

Autorinnenlesung & Gespräch; Moderation: Helmut Böttiger (DLF und taz)

Judith Hermann begibt sich mit „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ auf die Spuren ihres Großvaters. Dieser war während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert, lange wurde seine Geschichte in der Familie geleugnet. Hermann reist nach Polen, von dort nach Italien und verhandelt schreibend das Erinnern und Vergessen nachfolgender Generationen. Dabei sind es vor allem die Zwischen- und Untertöne, die Verdrängtes und Leerstellen erst spürbar machen und zeigen, wie fragil das Konstrukt des Lebens eigentlich ist.

Judith Hermann wurde 1970 geboren und ist eine der bedeutendsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter der Kleist-Preis und der Wilhelm Raabe-Literaturpreis.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Andreas Reiberg.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

„Leichenschmaus & schwarze Katzen“

Wiesbadener KrimiMärz; Grusel-Krimi-Dinner

Mitten in Wiesbaden am Kranzplatz: Ein Grandhotel von 1905, in dem sich Edgar Allan Poe wie daheim gefühlt hätte. An diesem Abend der Schauplatz für ein Dinner-Theater mit Gänsehaut-Feeling!
Sir Wilsons Frau ist auf tragische Weise ums Leben gekommen. Deshalb wird zum Leichenschmaus in die ehemaligen Frühstücksräume des Palasthotels geladen. Allerdings scheinen Sir Wilson (Patrik Twinem) und sein Hausdiener Wellington (Wolfgang Vielsack) Lady Wilson nicht zu vermissen. Sie treiben ihre Späße mit der stummen Eleonore (Susanne Müller), erscheinen als Mumien oder träumen vom  lebendigen Begräbnis.
In zweieinhalb Stunden erleben die Gäste einen schräg-skurrilen Theaterabend mit kleinem Leichenschmaus. Das Spektakel beginnt bereits ein paar Augenblicke vor dem Einlass, in unmittelbarer Nähe des Theaters beim Kochbrunnen-Tempel, wo es zum Empfang ein Gläschen Sekt oder Selters gibt. Begrüßungsgetränk und thematisch auf den Abend abgestimmtes Menü sind im Eintrittspreis enthalten (vegetarische Option möglich). Zum Abschluss gibt es das Dessert „Maus am Spieß“.

VVK an allen bekannten VVK-Stellen, Tel. 0611/1724596 oder online unter www.kuenstlerhaus43.de

Andreas Pflüger: „Kälter“

Wiesbadener KrimiMärz; Autorenlesung

Die Nordsee-Insel Amrum ist ein beliebtes Ziel für Touristen aus aller Welt. Für Luzy Morgenroth ist sie seit acht Jahren ihr Zuhause, die kleinste Polizeidienststelle Deutschlands ihr Arbeitsplatz. Dass die kettenrauchende und übergewichtige Provinzpolizistin vor langer Zeit eine Andere war, das ahnt hier niemand. Als im Herbst 1989 ein Inselbewohner spurlos von einer Fähre verschwindet und ein Gast mit falschen Papieren im Hotel Deichgraf absteigt, wird Luzy unvermittelt mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert. Das vermeintliche Bagatelldelikt entpuppt sich als Killerkommando, und Luzy muss den Kampf gegen eine Schar von scheinbar überlegenen Gegnern aufnehmen.
Der langjährige Tatort-Drehbuchschreiber Andreas Pflüger zeigt mit „Kälter“, was ein Inselkrimi auch sein kann: ein eiskalter Thriller mit trockenem Humor. In einem akribisch recherchierten Stück Zeitgeschichte schickt er seine Heldin am Ende des Kalten Krieges als Racheengel durch die halbe Welt. Ihr Weg führt sie von der Polizeiwache Amrum durch Europa und Israel und auch zur BKA-Zentrale in Wiesbaden.

Andreas Pflüger , 1957 in der DDR geboren, aufgewachsen im Saarland, lebt seit vielen Jahren in Berlin. Sein Werk umfasst Dokumentarfilme, Theaterstücke, Hörspiele, Drehbücher sowie Romane. Immer wieder setzt er sich mit der Welt der Geheimdienste auseinander und schöpft dabei aus einem verblüffenden Insiderwissen. Nach seiner preisgekrönten Bestseller-Trilogie um die blinde Elitepolizistin Jenny Aaron erschien 2023 der Agententhriller „Wie sterben geht“. Für „Kälter“ hat er 2025 zum dritten Mal den Deutschen Krimipreis erhalten.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei SusanneSchleyer.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

Ivar Leon Menger: „Der Tower“

Wiesbadener KrimiMärz; Autorenlesung & Gespräch; Moderation: Thomas Koch

Ein KI-gesteuertes Zuhause? Ist das ein Traum oder Alptraum? Für die junge Galeristin Nova, die ein ganzes Jahr lang kostenlos im hochmodernen Pramtower mitten in Berlin wohnen darf, klingt es jedenfalls nach einem verlockenden Angebot. Sie schlägt sich als Babysitterin durch, Job und Lebensgefährte sind Geschichte. Da kommt der Einzug per Losgewinn in die 32. Etage des angesagten Luxusdomizils am Alexanderplatz gerade recht. „Der Tower“ bietet jede Menge Komfort und erfüllt seinen Bewohnern fast jeden Wunsch. Doch warum verhalten sich Novas Nachbarn so seltsam? Und woran ist ihre Vormieterin gestorben? Schon bald wird aus dem hochtechnisierten Paradies ein goldener Kerker ohne Ausweg! Mit seinem neuen Thriller hat der SPIEGEL-Bestsellerautor Ivar Leon Menger eine Geschichte am Puls der Zeit ersonnen, die das Unbehagen gegenüber einer fortschreitenden Technik thematisiert, welche sich irgendwann gegen ihre eigenen Schöpfer, die Menschen, richtet.

Ivar Leon Menger wurde 1973 in Darmstadt geboren, wo er auch lebt. Der Schriftsteller, Diplom-Designer, Werbetexter, Hörspielautor und Regisseur wurde durch die Hörspielserien „Ghostbox“ und „Monster 1983“ bekannt, für die er 2023 die Goldene Schallplatte erhielt. 2022 erschien sein Thrillerdebüt „Als das Böse kam“, das in mehrere Sprachen übersetzt und für den französischen Krimipreis 2025 nominiert wurde. 2024 erhielt Menger das Tiroler Literatur-Stipendium.

Das Copyright des Autorenfotos liegt bei Nadine Menger.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

Jan Costin Wagner: „Eden”

Wiesbadener KrimiMärz; Autorenlesung

Es sollte ein wunderbares Konzert werden für die zwölfjährige Sofie und all die anderen Fans. Aber ein tödlicher Anschlag reißt das junge Mädchen jäh aus dem Leben. Nun gibt es Trauer, Wut, Ohnmacht, Schuldfragen und Hass. Die Familie von Sofie und ihr Freund müssen sich ihren Emotionen stellen und versuchen weiterzuleben. Jan Costin Wagner lässt in seinem neuen Roman „Eden“ viele Stimmen zu Wort kommen. Er begleitet Betroffene, zeigt was Politik und Medien aus Schicksalsschlägen machen. Nach „Einer von den Guten“ mit dem erschütternden Thema Pädophilie widmet sich Wagner Trauer und Schuld, was sie mit einem machen und wie man wieder herausfinden kann.

Jan Costin Wagner, Jahrgang 1972, lebt als Schriftsteller und Musiker bei Frankfurt am Main. Seine Romane um den finnischen Ermittler Kimmo Joentaa wurden von der Presse gefeiert, vielfach ausgezeichnet und in 14 Sprachen übersetzt. Die mit Henry Hübchen, Bjarne Mädel und Kim Riedle besetzte Filmtrilogie („Tage des letzten Schnees“, „Das Licht in einem dunklen Haus“ und „Die Stille am Ende der Nacht“) erreichte im ZDF mehr als sieben Millionen Zuschauer. Die preisgekrönte Reihe um den Ermittler Ben Neven stand ebenfalls vielfach an der Spitze von Bestenlisten, die Verfilmung von „Einer von den Guten“ ist in Vorbereitung.

Kartenreservierung unter brentanoserbenmonta@t-online.de

Susanne Kronenberg, Belinda Vogt & Rita Rosen: „Hoch gestapelt – tief gefallen“

Lesung kurzweiliger Krimis

Angeregt durch Thomas Manns Schelmenroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, verfassten 28 Autorinnen und Autoren 35 kurzweilige Geschichten, die in der Anthologie „Hoch gestapelt – tief gefallen“ nachzulesen sind. Den Anfang jedes Krimis bildet ein zufällig ausgewählter Satz des Romans. Was ihm folgt, blieb der Fantasie der Schreibenden überlassen.
Eine Auswahl der Texte präsentieren die Herausgeberinnen Belinda Vogt und Susanne Kronenberg gemeinsam mit der Autorin Rita Rosen.

Weitere Infos gibt es unter www.caliban-literaturwerkstatt.de.

„Buchhändler auf heisser Spur“

Wiesbadener KrimiMärz; Lesung

Es gibt sie, hoch spannende Kriminalromane, die intelligent geschrieben sind, ein abgründiges Bild der Gesellschaft und menschlicher Beziehungen aufzeigen. Die unabhängigen Wiesbadener Buchhändler stellen unter dem Motto „Buchhändler auf heißer Spur“ ihre Krimientdeckungen vor.
Wer sich einen unterhaltsamen Abend machen und „schauriges“ Lesefutter sammeln möchte, für das locker die eine oder andere Nacht draufgehen kann, der ist hier richtig.
Die unabhängigen Wiesbadener Buchhandlungen sind: Angermann, Buch VorOrt, Buchecke Schierstein, Büchergilde, erLesen, Buch-Café Nero39, Buchhandlung spielen & lesen und Vaternahm.

Kartenreservierung in den beteiligten Buchhandlungen.

Susanne Kronenberg:„Tatwerkzeug Schreibstift“

Wiesbadener KrimiMärz; Workshop

Mit dem Schreibstift als „Tatwerkzeug“ können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Workshops ihre „kriminelle“ Kreativität wecken und den Grundlagen des Krimischreibens nachspüren. Wie entwickelt man einen Plot? Was kommt zuerst: Mord oder Motiv? Was muss ich über den Täter wissen? Mit Methoden des Kreativen Schreibens wird hier die Fantasie zum Sprudeln gebracht, um Themen zu entdecken, aus denen kurze Geschichten entstehen. Der Workshop ist für jeden geeignet, der Spaß an spannenden Geschichten hat, in das Krimischreiben hineinschnuppern und sich inspirieren lassen möchte.
Die Kursleiterin Susanne Kronenberg schreibt seit vielen Jahren Kriminalromane und ist Seminarleiterin für Kreatives Schreiben.

Anmeldung unter www.vhs-wiesbaden.de, villa@vhs-wiesbaden.de

Welttag der Poesie: Daniela Daub, Dirk Hülstrunk, N.N.

Lyrik-Lesung mit Musik; Musikalische Umrahmung: herzbluth

Zum Welttag der Poesie lädt die Kulturwerkstatt Godot drei bekannte Lyrikerschaffende aus dem Rhein-Main-Gebiet ein. Die dritte mitwirkende Person stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest.
Dirk Hülstrunk aus Frankfurt a. M. ist als Sound Poet international unterwegs und regional als Kulturaktivist und Kurator vielfältiger Literaturprojekte tätig.
Daniela Daub aus Wiesbaden, vielen bekannt durch ihre Auftritte bei „Poesie im Park“, ist Lyrikerin und Jongleurin und performt ihre Texte gerne als Zusammenspiel aus Worten und Bewegung.
Dagmar Jungbluth und Katja Loepke bereichern das poetische Get-together mit virtuosen Klangspielen und meditativen Rhythmen.
Weitere Informationen: www.godot-westend.com

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Thomas Heuchemer.

Elise Schmit: „Allgemeine Zweifel am weiteren Verlauf“ – Neun Stories

Autorinnenlesung in der Kulturstätte Monta

Ein Wal an der Küste eines mondänen Badeortes und zwei Freundinnen, die unerwartet der eigenen Vergangenheit begegnen. Ein Video auf Social Media und was es erzählt über eine Liebe, die es nicht mehr gibt. Ein Freibad kurz vor Saisonende und das Schwimmen gegen das unerbittliche Voranschreiten der Zeit. Der große Traum eines Jungen von der Reise zum Mars. Ein blauer Vogel, der aus einer Mandarine schlüpft und zur einzigen Ansprache wird in einer von Katastrophen erschütterten Welt…

Die Luxemburgerin Elise Schmit umkreist in ihren Stories jene schillernden Augenblicke des Umbruchs, in denen das Alte sich auflöst, das Neue aber noch nicht ganz da ist. Die Menschen, von denen sie erzählt, sehnen sich nach Veränderung, nach einer Möglichkeit, aus dem eigenen Leben auszubrechen, zugleich fürchten sie sich davor. Nach und nach ergeben ihre Geschichten das Porträt einer Gesellschaft auf der Suche nach Wegen aus der Vereinzelung – hellsichtig, eindringlich und klar.

Elise Schmit schreibt in drei Sprachen: Deutsch, Französisch, Lezelburgisch. Im Genre amerikanische Short-Story wird ihr literarisches Anliegen unser Leben in Sprache zu fassen besonders spürbar. Sie ist als Publizistin, Literaturwissenschaftlerin, Lyrikerin und Theaterautorin tätig. Für ihr Schreiben wurde sie mehrfach beim Concours littéraire national ausgezeichnet. Ihr Erzählband „Stürze aus unterschiedlichen Fallhöhen“ erhielt 2019 mit dem Prix Servais die wichtigste Auszeichnung des Landes und wurde in Luxemburg zum Bestseller. Elise Schmit lebt in Luxemburg-Stadt.

Kooperationspartner: https://www.kulturlx.lu/

Literaturforum

Zeitgenössische Literatur im Diskurs - Leitung Rita Thies

Das „Literaturforum“ ist eine für alle Interessierten offene Veranstaltung, in der von den Teilnehmenden Titel aus dem Bereich der aktuellen Literatur und des 20. Jahrhunderts diskutiert werden (je Werk ca. 40 Minuten). Eine Voraussetzung versteht sich von selbst: Die Bücher sollten gelesen sein.

Diesmal stehen folgende Titel auf dem Programm:

Gaea Schoeters: „Das Geschenk“ & Christine Wunnicke: „Wachs“

Weitere Informationen finden Sie unter „Literaturforum“ auf dieser Webseite. A

Anmeldung bitte unter literaturforum.wiesbaden@online.de

 

Maja Nielsen: „Das falsche Leben“

Wiesbadener KrimiMärz; Autorinnenlesung & Gespräch

Von einem Tag auf den anderen muss der sechzehnjährige Thomas 1979 seine Koffer packen, das heimatliche Hannover verlassen und in die DDR übersiedeln. Sein Vater, so muss er erfahren, ist ein „Kundschafter des Friedens“, genauer gesagt: ein Spion der DDR, der enttarnt wurde und sich nun mitsamt Familie in den Osten absetzen muss. Für Thomas beginnt unvermittelt ein ganz neues Leben, das sich falsch anfühlt: in Ost-Berlin, zwischen „Stasi-Hochhaus“, Schule mit Fahnenappell und Wehrkunde, einer Lehre im volkseigenen Betrieb und schließlich der Haft in Bautzen. Alle Versuche der Familie, in den Westen zurückzukehren, misslingen. Die Vorstellung des Vaters von der DDR als dem „besseren Deutschland“ entlarvt sich als ein Trugbild.
Mit „Das falsche Leben“ hat Maja Nielsen die wahre Lebensgeschichte von Thomas Raufeisen zu einem packenden Roman für Jugendliche ab 14 Jahren verarbeitet. Ebenso atemberaubend wie erschütternd porträtiert sie Verblendung, Mut und große Widerstandsfähigkeit und zeichnet ein differenziertes Bild deutsch-deutscher Geschichte. Thomas Raufeisen ist als Zeitzeuge bei der Lesung dabei.

Maja Nielsen absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. 1998 begann sie als Autorin für den Hörfunk zu arbeiten und veröffentlichte ihre ersten Kinderbücher. Seit 2006 konzentriert sie sich auf die mehrfach preisgekrönte Sach- und Hörbuchreihe „Abenteuer! Maja Nielsen erzählt“, die inzwischen 27 Bände umfasst. 2009 wurde sie mit dem Deutschen Kinderhörspielpreis ausgezeichnet, für ihr Jugendbuch „Der Tunnelbauer“ erhielt sie 2025 den Buxtehuder Bullen.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Kay Maeritz.

Anmeldung per E-Mail an literaturhaus@wiesbaden.de / Geschlossene Veranstaltung für Schulklassen.

Poetry Slam 43

Goethe und Schiller vom Sockel gehauen! Poetisches Entertainment – das ist Poetry Slam. Jeden letzten Donnerstag im Monat treten Poeten aus ganz Deutschland und regionale Wortkünstler in  Zimmertheater-Atmosphäre an. Mal lyrisch, mal skurril, stets packend: ein Feuerwerk aus Text, Humor und Gefühl. Das Publikum kürt den Sieger mit dem Goldenen Bleistift.

Das Copyright des Fotos liegt bei kuenstlerhaus43.

VVK unter Tel. 0611-172 45 96 oder online unter www.kuenstlerhaus43.de. Gruppentickets sind möglich

Susanne Kaiser: „Riot Girl”

Wiesbadener KrimiMärz; Autorinnenlesung & Gespräch; Moderation: Ariane Binder (3sat)

Mit der Münchner LKA-Ermittlerin Obalski hat im letzten Jahr eine neue Figur die deutsche Krimiszenerie betreten, die reichlich Staub aufwirbelt. In ihrem ersten Fall wird Obalski ins Münchner Jugendamt eingeschleust, um dort zu den „Influenzas“ zu ermitteln, einer Gruppe radikaler Aktivistinnen, die mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln gegen Frauenhass vorgehen. Mit einem mysteriösen Countdown kündigen sie ihre Rache an den Männern an. Obalski kann als Forensikerin zwar Menschen und ihre Verhaltensweisen lesen, doch auch sie weiß schon bald nicht mehr, wer hier eigentlich Opfer und wer Täter ist.
Susanne Kaiser, bisher als Journalistin und Sachbuchautorin tätig, hat mit „Riot Girl“ ihr Debüt als Romanautorin vorgelegt. Neben ihrem Gespür für Jugend-Milieus von der Reichsbürgerszene bis zu TikTok beweist sie, dass Spannung und politische Relevanz sehr wohl unter einen Hut und zwischen zwei Buchdeckel passen.

Susanne Kaiser, geboren 1980 in Berlin, lebt heute in München. Sie schreibt und spricht unter anderem für DIE ZEIT und Deutschlandfunk Kultur und ist als Expertin beim WDR oder ZDF zu sehen. 2023 widmete sie sich mit dem Sachbuch „Backlash. Die neue Gewalt gegen Frauen“ bereits den Machtverhältnissen zwischen Männern und Frauen in muslimischen und in westlichen Gesellschaften. Mit „Witch Hunt“ steht der zweite Kriminalroman um die LKA-Ermittlerin Obalski bereits in den Startlöchern.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Jonas Ruhs Fotografie.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

Sarah Beicht: „Mainz Makaber“ – Wiesbaden auch?

Autorinnenlesung und -gespräch. Moderation: Armin Conrad / Veranstaltung im Rahmen des Wiesbadener Krimimärzes

Wussten Sie, dass der Mainzer Hauptfriedhof als Vorbild für den weltberühmten Pariser Friedhof Père-Lachaise gehandelt wird? Oder warum die rheinland-pfälzische Guillotine nie zum Einsatz kam? Selbst Mary Shelley erkannte das gruselige Potential von Mainz und erwähnte die Stadt gleich zwei Mal in Frankenstein. Autorin Sarah Beicht nimmt sich in Mainz Makaber den Schattenseiten dieser sonst so vierfarbbunten Fastnachtsstadt an. Sie führt uns an Spukorte, erzählt von gruseligen Legenden mit historischem Bezug und lässt den Schinderhannes durch die Altstadt wandeln.

Die Mainzer Autorin wird ihr Buch erstmalig im Wiesbadener Literaturhaus präsentieren und im Gespräch mit Moderator Armin Conrad – ebenfalls ein Mainzer Gewächs – auch ausloten, wie es denn mit dem Makaberen hier bei uns auf der anderen Rheinseite bestellt ist…

Sarah Beicht ist freie Autorin und Moderatorin. 2021 erschien mit Ein Kreis aus Salz ihr erster Erzählband, 2023 folgte die Novelle Weiße Kreidekreuze. 2023 erhielt sie den Martha-Saalfeld-Förderpreis, 2024 wurde ihr das Landeskind-Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben zugesprochen.

Armin Conrad ist Vorstandsmitglied des Fördervereins des Wiesbadener Literaturhauses. Er hat bis 2015 das 3sat-Magazin Kulturzeit geleitet. Davor war er Filmemacher für „Aspekte“ und für ARD-Sender als Reporter und Autor tätig.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Friedhelm Mayer.

Detektei Adler: „Junior Detektive”

Wiesbadener KrimiMärz; Workshop

Wie wird man Detektiv oder Detektivin? Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, so ein richtig guter Ermittler oder eine tolle Ermittlerin zu sein? Wer fände es nicht spannend, Nachforschungen anzustellen, Untersuchungen durchzuführen, Spuren professionell zu sichern und damit Lösungen für komplizierte Fälle zu finden? Krimis lesen kann jeder. Aber was man benötigt, um ein richtiger Detektiv zu sein, das können bis zu 20 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren in diesem kostenfreien Workshop lernen! Der Leiter Alex Schrumpf ist ein „echter“ Detektiv, der jeden Tag richtige Fälle bearbeitet und löst. Er führt seine Detektei Adler in Wiesbaden seit fast 25 Jahren. Er gibt an diesem Tag einen exklusiven und hautnahen Einblick in seine Arbeit und vermittelt die Fähigkeiten, die zukünftige Detektive benötigen.

Anmeldeschluss ist der 28. Februar 2026. Bei der Anmeldung sind Name, Geburtsdatum, eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer anzugeben. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.

Anmeldung unter stadtbibliothek-kinderbibliothek@wiesbaden.de

Dostojewskis Erben: „Hoch gestapelt – tief gefallen“

Wiesbadener KrimiMärz; AutorInnenlesung

Ein liebenswürdiger Dieb und Schwindler aus dem Rheingau erweist sich als inspirierend für verhängnisvoll-kriminelle Verwicklungen. Angeregt durch Thomas Manns Schelmenroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ verfassten schreibbegeisterte Mitstreiter von Dostojewskis Erben eine Sammlung spannender, humoriger und skurriler Kurzkrimis, die ganz aktuell in der Anthologie „Hoch gestapelt – tief gefallen“ nachzulesen sind.

Die Idee zu diesem Buch entstand aus besonderem Anlass: 2025 wurde mit zwei Gedenktagen an den 150. Geburtstag und den 70. Todestag Thomas Manns erinnert. Eine Auswahl der Texte ist an diesem Abend zu hören. Zum Ende des Jubiläumsjahres beweisen acht Autorinnen und Autoren, zu welch verbrecherischen Geschichten die Fantasie der Krimispezialisten führen kann.
Erleben Sie eine kurzweilige Lesung mit Leila Emami, Jürgen Heimbach, Bernd Köstering, Susanne Kronenberg, Alexander Pfeiffer, Ute Schusterreiter, Belinda Vogt und Thorsten Weiß.

Das Copyright des Fotos liegt bei Dostojewskis Erben e.V.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

April

Miku Sophie Kühmel: „Hannah“

Autorinnenlesung & Gespräch; Moderation: Ariane Binder (3sat)

Die eine ist Künstlerin, die andere Autorin. Hannah Höch und Til Brugman lernen sich in den 1920er Jahren bei einer Vernissage kennen und lieben. Gemeinsam ziehen sie in Tils Wohnung nach Den Haag, dann nach Berlin, wo die letzten Partyklänge der Weimarer Zeit langsam verstummen. Das politische Klima wird rauer und das Zusammenleben für die beiden Frauen immer schwieriger, was sich nicht nur im Privaten bemerkbar macht, sondern tiefe Spuren in ihrem Schaffen als Künstlerinnen hinterlässt.

Miku Sophie Kühmel wurde 1992 geboren und arbeitet als freie Schriftstellerin und Produzentin verschiedener Podcast-Formate. Für ihren 2019 erschienenen Debütroman „Kintsugi“ erhielt sie den Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung sowie den aspekte-Literaturpreis. „Hannah“ ist ihr dritter Roman.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Olga Blackbird.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

Dostojewskis Erben

Wiesbadener Autorentreff

„Dostojewskis Erben“ nennen sich – augenzwinkernd – Autorinnen und Autoren aus Wiesbaden und Rhein-Main, die sich regelmäßig im Literaturhaus Villa Clementine zusammenfinden, um über das Schreiben zu diskutieren, gemeinsame Projekte zu planen und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Herzlich dazu eingeladen ist, wer selbst schreibt, Bücher verlegt oder sich auf andere Weise mit Literatur verbunden fühlt.

Anfragen bitte an Susanne Kronenberg unter mail@susanne-kronenberg.de.

Iain Galbraith: „Zufällig hier auf Grund“

Lesung und Gespräch mit dem Autor und Übersetzer. Moderation: Hartmut Boger

Als Wanderer zwischen den Sprachen schreibt Iain Galbraith Gedichte, Essays und Prosa (Aus dem kleinen Zimmer, 2024) und ist Übersetzer von Gedichtbänden, Romanen, Erzählungen und Theaterstücken. So spielten seine Übersetzungen irischer und britischer Dramatiker auf mehr als hundert Bühnen im deutschsprachigen Raum, ins Englische übersetzte er zuletzt Erzählungen von Thomas Mann. Seine Arbeit stellt er auch in anderen Ländern vor, doch von Reisen kehrt er gern nach Wiesbaden zurück, wo er seit 1982 lebt. Warum Wiesbaden? Angeblich wollte es der Zufall – und ein obszöner Hering. Was dahinter steht, wird im Gespräch erläutert. Dazu liest er neue Prosa.

Iain Galbraith, in Schottland geboren, lebt seit 1978 in Deutschland. Er studierte in Cambridge, Freiburg und Mainz, schreibt Prosa und Lyrik und ist Übersetzer zahlreicher deutsch- und englischsprachiger Autorinnen und Autoren, darunter John Burnside, Esther Kinsky, Jan Wagner, Ulrike Draesner und W.G. Sebald. Seine Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Stephen Spender Prize, dem Schlegel-Tieck Preis und dem Popescu Prize for European Poetry Translation.

Hartmut Boger: Diplompädagoge, Kulturwissenschaftler und Musiker, ehemaliger Direktor und Fachbereichsleiter der vhs Wiesbaden, seit 2018 Lehrbeauftragter für Literatur und Philosophie bei Studieren 50 plus der Uni Mainz.

Iain Galbraith und Hartmut Boger sind beide Vereinsmitglieder und verzichten auf ein Honorar, dafür danken wir sehr herzlich. Die Einnahmen (Spenden) kommen dem Förderverein  zugute.

Copyright des Autorenfotos: privat

Leseparty

„Lesen statt Tanzen“ lautet das Motto der Party der besonderen Art, zu der das Literaturhaus einlädt. Hier treffen sich Lesefreudige, um fernab von To Do-Listen und Handyläuten in ein gutes Buch einzutauchen und gemeinsam in stiller und dennoch geselliger Runde zu lesen. Die Idee stammt aus Amerika. Dort werden seit Jahren in zahlreichen Städten „Silent Reading Partys“ gefeiert. Für die richtigen Getränke und Snacks ist dabei natürlich auch gesorgt durch das Team von GLYG. Im Anschluss kann sich, wer möchte, mit anderen Besucherinnen und Besuchern über die Leseeindrücke austauschen und Büchertipps abstauben.
Die perfekte Leseparty eben – for introverts and book nerds! Einfach die aktuelle Lektüre einpacken und vorbeikommen.

Lena Gorelik: „Alle meine Mütter“

Preis der Literaturhäuser 2026; Autorinnenlesung & Gespräch; Moderation: Shirin Sojitrawalla (DLF und taz)

Einen Einblick in ihr vielseitiges Werk und die Themen, die sie beschäftigen, gibt die Autorin und Essayistin Lena Gorelik, die im März mit dem Preis der Literaturhäuser 2026 ausgezeichnet worden ist. Ihren neuen Roman „Alle meine Mütter“ bringt sie auch zur Lesung mit: Darin erzählt Lena Gorelik von werdenden Müttern, von Töchtern unter strengem Mutterblick, und von Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen. Sie beleuchtet diese komplexen Verbindungen in all ihren Facetten, spürt den Ängsten nach, den Zweifeln und Sorgen und gibt so einer Vielzahl an Stimmen Raum, die in den Alltagsgeräuschen meist untergehen.

Lena Gorelik wurde 1981 in St. Petersburg geboren und kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, Theaterstücke und Hörspiele.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Thomas Dashuber.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

Kinga Tóth liest „Mariamachina“; Yevgeniy Breyger liest „hallo niemand“

Welttag des Buches; Neue Poesie: Lesungen, Performance, Gespräche; Moderation: Maren Jäger

Zu einem Abend mit „Neuer Poesie“ lädt das Literaturhaus zum Welttag des Buches ein. In ihrem Gebetsbuch „Mariamachina“ gibt die Lyrikerin und Sound-Poetin Kinga Tóth Nonnen, Liebenden, Kämpferinnen und Cyborgs eine Stimme, lässt sie miteinander ins Gespräch kommen, und entwickelt daraus neue Sprachbilder für die gegenwärtige Zeit. Der Lyriker Yevgeniy Breyger begibt sich mit seinem Helden „Niemand“ in einem roten Audi A6 auf einen Roadtrip in Versen. Er trifft auf Pfarrer, Rabbis und Gott ebenso wie auf Gregor Gysi, Olaf Scholz und Alice Weidel. Eine aberwitzige Odyssee: rasant und vor allem hochpolitisch.

Kinga Tóth ist Sprachwissenschaftlerin, Klang-Poetin, Illustratorin und Kulturmanagerin. Sie schreibt auf Deutsch, Ungarisch und Englisch und präsentiert ihre Texte in Installationen und Performances. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet.

Yevgeniy Breyger ist Dichter, Schriftsteller und Dozent. Er ist Mitgründer des Dichterinnen- und Dichterkollektivs „Salon Fluchtentier“ und des PEN Berlin. Zuletzt war er Stadtschreiber in Helsinki und wurde u.a. mit dem Klopstock-Preis, dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft und dem Reinhard-Priessnitz-Preis ausgezeichnet.
Zwischen den beiden Lesungen gibt es eine Pause.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Peter Fischer.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.

Joseph Croitoru: „Das System Netanjahu“

Multimediale Buchvorstellung durch den Autor. Moderation: Stefan Schröder

Niemand hat die Politik Israels und des Nahen Ostens in den letzten Jahrzehnten so geprägt wie Benjamin Netanjahu. Wie früh er seine nationalistische Agenda konzipiert hat, dürfte wenigen bekannt sein. Benjamin Netanjahu wird von den einen glühend verehrt und unverbrüchlich unterstützt, von den anderen zutiefst gehasst oder gefürchtet. Spätestens seit der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt hat, ist seine kontroverse Position auf der Weltbühne unübersehbar.

Aber wer ist dieser Mann, wo kommt er her, was treibt ihn an, und wie hat er sein Netzwerk aus Verbündeten aufgebaut? Diesen Fragen geht das Buch entlang wichtiger Stationen von Netanjahus politischem Aufstieg nach, der sich von Anfang an engen Beziehungen zu einflussreichen pro-israelischen Kreisen in den USA verdankte. Gemeinsam mit seinem ultrarechten Vater Benzion trat Netanjahu schon in seiner Studienzeit in Boston als begabter Netzwerker auf.

Joseph Croitoru hat in Archiven bislang unentdeckte Unterlagen und Briefe gefunden, die Schlüssel zu Ideologie und Strategien des langjährigen israelischen Ministerpräsidenten sind. Er zeigt, wie sich Netanjahu trotz aller Proteste und Korruptionsvorwürfe seit mehr als 15 Jahren an der Macht halten kann.

Ein präzises und aufschlussreiches Buch über einen der umstrittensten Politiker der heutigen Zeit: seine Herkunft, sein Werdegang, sein Netzwerk.

Joseph Croitoru, geboren 1960 in Haifa, studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Judaistik in Jerusalem und Freiburg im Breisgau. Zunächst in Israel als Journalist tätig, schreibt er seit 1992 für die deutschsprachige Presse und den Rundfunk. Seine Bücher beschäftigen sich neben dem Nahostkonflikt mit jüdischer und islamischer Geschichte sowie religiösem Fundamentalismus. 2021 wurde er mit dem Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung ausgezeichnet. Er ist unter @jo_croitoru in den Sozialen Medien aktiv.

Stefan Schröder, Journalist, ist gelernter Historiker, der bis zu seinem Ruhestand 2022 für die Mediengruppe VRM tätig war, u.a. als Chefredakteur des Wiesbadener Kurier. Er ist Vorsitzender des Wiesbadener Presseclubs und  lebt heute wieder in Krefeld.

Inga Marie Ramcke: „Die Astronautin von nebenan“

Junges Literaturhaus; Schullesung für die 3. Klasse

So ein Pech aber auch: Die Ferien stehen vor der Tür und ausgerechnet jetzt ist Maya krank! Alle ihre Freunde fahren weg, Papa ist auf einer Dienstreise und Mama muss arbeiten. Doch zum Glück hat Josi ein paar Tage frei und kann auf Maya aufpassen. Und das ist super aufregend, denn Josi macht gerade eine Astronautinnenausbildung und da kommt Mayas Hilfe gerade recht. Aus dem Kinderzimmer machen sie eine Raumstation und flugs wird aus Maya fast eine richtige Astronautin. Inga Marie Ramcke führt mit ihrem Kinderbuch in die Weiten des Alls und liefert nebenbei ganz viel MINT-Wissen für den Astronautennachwuchs.

Inga Marie Ramcke wurde 1980 geboren und ist die Autorin zahlreicher erzählender Kindersachbücher. Daneben arbeitet sie an Wissenschaftskommunikationsprojekten und der Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen an Groß und Klein.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Annette Schrader.

Anmeldung an literaturhaus@wiesbaden.de

Dorothee Elmiger: „Die Holländerinnen”

Autorinnenlesung & Gespräch; Moderation: Wiebke Porombka (DLF und Deutschlandradio Kultur)

Gleich mit drei großen Literaturpreisen wurde der neue Roman der Schweizer Autorin Dorothee Elmiger im vergangenen Herbst ausgezeichnet: Mit dem Deutschen Buchpreis, dem Schweizer Buchpreis sowie dem Bayerischen Buchpreis. „Die Holländerinnen“ führt mitten ins Herz der Finsternis, als eine namenlose Schriftstellerin einen Anruf von einem Theatermacher erhält. Er möchte mit ihr literarisch den Fall zweier Touristinnen rekonstruieren, die spurlos in den Tropen verschwunden sind. Doch der Roman streift diesen mysteriösen Vermisstenfall nur kurz und begibt sich stattdessen auf eine ganz eigene Expedition in die Kolonialgeschichte und den entlegenen Dschungel Panamas, hin zu der Frage, wie man etwas erzählen kann und darf im Angesicht der Abgründe der menschlichen Existenz.

Dorothee Elmiger wurde 1985 in der Schweiz geboren und lebt als freie Autorin und Übersetzerin in New York. Ihre Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, für die Bühne adaptiert und ausgezeichnet.

Das Copyright des Autorinnenfotos liegt bei Georg Gatsas.

Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim.