Auf dem Programm dieses Literaturforums stehen die Träger*innen des Deutschen Buchpreises 2021 und des Prix Goncourt 2020.

Antje Rávik Strubel: Blaue Frau, S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt a.M. 2021, 429 Seiten, 24,- Euro

Hervé Le Tellier: Die Anomalie, Rowohlt Verlag, Hamburg 2021, 350 Seiten, 22,- Euro (Original „L’Anomalie“ bei GALLIMARD, Paris 2020)

 

Weitere Informationen erfolgen in Kürze.

 

Hinweis: Aufgrund der Pandemie ist im Moment eine verbindliche Anmeldung ab dem 20. Oktober unter literaturforum.wiesbaden@online.de erforderlich. Es gilt die 2G-Regel (Geimpft oder genesen). Bringen Sie bitte Ihren entsprechenden Nachweis mit.

Alex Capus: Königskinder. München 2018 (Carl Hanser Verlag Gmbh & Co. KG) oder München 2020 (Lizenzausgabe dtv Verlagsgesellschaft mhH & Co. KG)

 Isaac Rosa: Glückliches Ende. Verlagsbuchhandlung Liebeskind 2021 (Spanisches Original 2018 unter dem Titel „Feliz final“ in Barcelona)

Im kommenden Literaturforum, das endlich einmal wieder im Literaturhaus Villa Clementine stattfinden kann, stehen zwei Romane auf dem Programm, die Paar- bzw. Liebesbeziehung in den Blick nehmen.

In „Königskinder“ von Alex Capus bleiben Tina und Max bei einem Schneegestöber auf einem Pass in den Schweizer Bergen mit ihrem Toyota stecken und können keine Verbindung zur Außenwelt herstellen. Die beide kennen sich seit 26 Jahren und setzen der tödlichen Kälte die Wärme ihrer Beziehung entgegen. Diese breitet sich aus, wenn die beiden miteinander reden: So erzählt Max Tina die Geschichte von Jakob und Marie.

Deren Geschichte beginnt im Jahr 1779. Jakob, Waise und junger Kuhhirt, lebt allein auf einer abgelegenen Almhütte. Er begegnet Marie, der Tochter des reichsten Bauern im Ort, und es kommt wie es kommen muss, die zwei verlieben sich auf der Stelle ineinander. Aber wie dies bei „Königskindern“ ist, steht dieser Liebe erst einmal der Vater Maries entgegen. Die Verliebten suchen nach Wegen zueinander, Jakob führt dies aber erst einmal zum Militärdienst. Und später nach Frankreich, zum Landgut Montreuil, das die Schwester Ludwig XVI., Elisabeth, unweit von Versailles betreibt. Sie „will zurück zur Natur“. Außerdem sucht sie nach Wegen, dem unglücklich Verliebten zu helfen…

Während Max seine herrlich romantische Geschichte entwickelt, unterbricht Marie seinen hochpoetischen Erzählfluss immer wieder durch augenzwinkernd-kritisches Nachfragen – eine amüsante und humorvolle Verbeugung vor der Liebe und eine Liebeserklärung an das Erzählen.

 

Liebeserklärungen haben einmal auch am Anfang der Geschichte von Ángela, einer Lehrerin, und Antonio, einem freischaffenden Journalisten, gestanden. Doch der Alltag mit zwei Töchtern und schlecht bezahlter Arbeit macht dem Ehepaar zu schaffen.

Isaac Rosa erzählt in „Glückliches Ende“ die Geschichte des Paares im Rückblick, als ihre Liebe gescheitert ist. Ángela und Antonio unterbreiten die Entwicklung ihrer Beziehung abwechselnd. Sie tun dies mit brutaler Ehrlichkeit, verletzt und unversöhnlich. Aus diesem ständigen Perspektivwechsel entsteht ein Abbild all jener Paarbeziehungen, in denen zwei aneinander vorbeireden und genau das zerlegen, was sie zusammenhalten möchten….

Wichtig: Anmeldung unter literaturforum.wiesbaden@online.de erforderlich! Damit wir uns auch entsprechend ohne Masken und weitere Auflagen im Gespräch austauschen können, ist die Voraussetzung zur Teilnahme, geimpft oder genesen zu sein (2-G.)

Rita Thies